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Einleitung:

Arbeitslosengeld
– Sonderregelung
– Härtefallregelung
– Bestandsschutz
– Teilzeit-Bonus
– Sonderreglung zum Arbeitslosengeld

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Sonderregelungen beim Arbeitslosengeld

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

Die Arbeitslage hat sich zwar entspannt, aber trotzdem ist niemand vor einem Jobverlust geschützt. Wer seinen Arbeitsplatz verliert, bekommt für einen befristeten Zeitraum Arbeitslosengeld (ALG I). Viele Arbeitslose aber erhalten weniger, da sie ihre Rechte nicht kennen.

Die gesetzlich vorgeschriebene Härtefallregelung

ALG I hat eine ganze Reihe von Sonderregelungen, die sich günstig auf die Versicherungsleistung auswirken. Einige Arbeitslose erhalten aber zu wenig Geld, weil Härtefälle nicht berücksichtigt werden. Es kommt auch oft vor, dass ein Arbeitsloser im Jahr bevor er den Job verloren hat, schon weniger verdient hatte. Beispielsweise wenn Abstrich gemacht werden mussten, um den Arbeitsplatz zu erhalten. Tritt so ein Fall ein, so gibt es eine Härtefallregelung die im Dritten Sozialgesetzbuch (§130 Absatz 3 Nr. 2) verankert ist. Diese besagt, dass das Arbeitslosengeld höher ausfallen muss, als es nach dem letzten Gehalt zu erwarten ist.

Arbeitslosengeld berechnen

Ein Beispiel

Ein Beispiel: Eine Sozialarbeiterin aus Nürnberg hatte in den letzten zwölf Monaten in ihrer Beschäftigung auf 500 Euro verzichtet und anstatt 2500 Euro nur 2000 Euro monatlich ausgezahlt bekommen. Im Grunde genommen würde das Arbeitslosengeld von den 2000 Euro Einkommen berechnet. Aber nach der Härtefallregelung muss der Durchschnittsverdienst der letzten beiden Jahre berechnet werden. Die Arbeitsagenturen sind verpflichtet diese Regelung durchzuführen, wenn sich aus der Berechnung ein Bemessungsentgelt ergibt, der mehr als zehn Prozent höher als die Standardberechnung ist. Dabei ist zu beachten, dass diese Bestimmungen nur angewandt werden können, so ist es gesetzlich vorgeschrieben, wenn der Arbeitslose dies explizit verlangt und die erforderlichen Unterlagen beibringt. Im vorigen Fall brachte dieser Einspruch mit Hinweis auf die Härtefallregelung ein Plus von 75 Euro im Monat mehr. Die Regelung erhöhte das monatliche Arbeitslosengeld von 777,90 Euro auf 852,60 Euro.

Der Bestandsschutz

Ein Arbeitsloser sollte seinen Bestandsschutz kennen. Demnach ist die erreichte Höhe des Arbeitslosengeldes, wenn eine erneute Arbeitslosigkeit eintritt, für volle zwei Jahre gesichert. So braucht ein Erwerbsloser, der eine schlechter bezahlte Beschäftigung angenommen hat und diesen Job nach einem Jahr wieder verliert, kein „Abwärts“ hinzunehmen. Der Lohn der zuletzt ausgezahlt wurde, wird dann zur Berechnung des neuen ALG I herangezogen. Dabei ausschlaggebend ist der höhere Lohn der im vorletzten Job gezahlt wurde.

Deshalb wird einem Arbeitslosen angeraten, seinen Bescheid genau zu prüfen und gegebenenfalls innerhalb eines Monats Widerspruch einzulegen. Ist aber die Frist abgelaufen, so ist dennoch nicht alles verloren. Man kann einen Überprüfungsantrag (§ 44 SGB X) stellen und damit erreichen, dass der fehlerhafte Bescheid geprüft und korrigiert wird und die letztendliche Leistung nachgezahlt wird.

Der Teilzeit-Bonus

Haben Arbeitslose in den letzten drei Jahren vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ihre Arbeitszeit verkürzt, so kann auch hier das ALG I aufgrund des früheren und höheren Verdienstes berechnet werden. Wer davor 18 Monate in einer Vollzeitstelle gearbeitet hat, die zuletzt aber nur noch eine Halbtagsstelle war, kann ebenfalls von einer höheren Bemessungsgrundlage profitieren. Das Arbeitslosengeld wird vom Lohn aus der früheren Vollzeit berechnet. Allerdings muss der Arbeitslose dann aber der Arbeitsagentur als Vollzeit-Kraft zur Verfügung stehen.

Sonderregelung zum Arbeitslosengeld

Wer nur kurz beschäftig ist, hat dennoch Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sechs Monate lang in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt wurde. Diese Sonderregelung wurde bis zum 31. Dezember 2016 verlängert.

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