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Mainz/Velbert: Vergewaltigt, ermordet und zerstückelt! In der Sendung Aktenzeichen XY werden regelmäßig alte Fälle im TV aufgerollt, bei denen die Ermittler einfach nicht weiterkommen. In der TV-Show wird dann mithilfe der Zuschauer versucht, Täter zu identifizieren. Und tatsächlich: In einer der letzten Folgen konnte ein brutaler Killer dank eine Zuschauerin identifiziert werden!

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„Der Täter hat eine absolut verrohte Persönlichkeit“

Am Mittwochabend könnte ein brutaler Killer entlarvt worden sein – er soll vor fast 40 Jahren mindestens eine Teenagerin in Nordrhein-Westfalen vergewaltigt, ermordet und zerstückelt haben. Der Fall wurde in einer der letzten „Aktenzeichen XY“-Folgen gezeigt. Eine Frau konnte den Täter auf dem Phantombild sofort wieder erkennen.

Am 23. Mai 1978 besuchte die damals 17-jährige Regina Neudorf mit ihrer Freundin eine Disco im Nachbarort Velbert. Doch der Abend verläuft ganz anders, als geplant. Die beiden Mädchen geraten in einen Streit. Kurz darauf beschließt die junge Frau, alleine zu Fuß nach Hause zu gehen. Doch sie kommt niemals an.

Am nächsten Tag macht ein Reiter den wohl grausamsten Fund seines Lebens. Er findet die Leiche der 17-Jährigen: zerstückelt in einem Waldstück! An ihren Körperteilen können die Ermittler Sägespäne und Tierblut sicherstellen. Alles deutet darauf hin, dass ihr Peiniger nicht zum ersten Mal gemordet hat.

Lange vermuteten die Ermittler, dass ein Metzger oder Schlachter die Tat begangen haben könnte. Doch keiner der 300 Fleischer im Umkreis stellte sich als tatverdächtig heraus.

Nur fünf Jahre später war Ulrike Hingkeldey zu Fuß an einer Straße unterwegs. Sie wollte per Anhalter zu ihren Eltern fahren. Ein anderer Tramper konnte beobachten, wie das Mädchen in ein Auto steigt. Einen Tag darauf wurde die Leiche von Ulrike gefunden. Es wird derselbe Täter vermutet.

Rund 30 Jahre nach dem Tod der Mädchen konnte anhand der DNA-Spuren sogar festgestellt werden, dass es sich um denselben Täter handeln muss.

Nach fast 40 Jahren endlich ein Name

Mithilfe einer Zeugenaussage des Anhalters konnte die Polizei damals zumindest ein Phantombild des mutmaßlichen Täters erstellen. Das Bild zeigt einen Mann mit Schnauzer. Er trägt blonde Locken und müsste inzwischen etwa 60 Jahre alt sein. Damals soll der Mann noch einen roten oder rotbraunen Sportwagen gefahren haben.

Da die beiden Fälle von den Ermittlern miteinander in Verbindung gebracht werden, wurden diese auch gleich im Doppelpack in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ vorgestellt.

Dank der Sendung und dem dort gezeigten Phantombild konnte nun ein womöglich entscheidender Hinweis erbracht werden: Denn unter den rund 30 Hinweisen, die während der Sendung eingingen, stach eine Aussage besonders hervor… Eine Frau aus NRW behauptete, den Mann auf dem Phantombild zu erkennen.

Sie sagte, es sei ein Metzger, der in den Achtzigern einen Sportwagen fuhr und zudem äußerst brutal und skrupellos sei. Die Frau nannte den Ermittlern seinen Namen.

Nun hofft man, nach fast 40 Jahren, den Fall um das grausame Verschwinden der beiden Mädchen endlich lösen zu können und den Verbrecher einzusacken. Selbst nach so langer Zeit wäre dies für die Familien der verstorbenen Mädchen unglaublich wichtig…

Bildquelle: © WoGi – Fotolia.com

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