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Altenpflegehelfer ist einer der vielen Berufe in der Gesundheitsbranche. Mit der einjährigen Ausbildung haben einige Bundesländer die Möglichkeit geschaffen, schnell in diese Arbeit einzusteigen und sich danach gezielt weiterzuentwickeln. Hier erfahren Sie, was Sie über die Ausbildung zum Altenpflegehelfer wissen müssen und wie danach Ihre beruflichen Perspektiven aussehen.

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Altenpfleger

Überblick:

  • Altenpflegehilfe
  • Ausbildung
  • Weiterbildung
  • Alternative Ausbildungen
  • Tätigkeiten
  • Verantwortung
  • Voraussetzungen
  • Vor- und Nachteile
  • Berufsaussichten
  • Verdienst

Altenpflegehilfe

In der Altenpflege braucht man viel Personal, das aber nicht immer umfassend ausgebildet sein muss, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Für die Betreuung bedürftiger Menschen in einer der unteren Pflegestufen wäre es aber andererseits nicht sinnvoll Angehörige aufwändig zu schulen.

Als einfache Qualifikation für alle, die im Pflegebereich arbeiten wollen, haben die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg den Ausbildungsberuf des Altenpflegehelfers eingeführt. Die Ausbildung ist staatlich geregelt und dauert ein Jahr bis zwei Jahre.

Ausbildung

Die Ausbildung zum Altenpflegehelfer gibt es ab 1998, in allen oben genannten Bundesländern erst ab 2006. Sie umfasst minimal 700 theoretische und fachpraktische Unterrichtsstunden, zu denen noch einmal bis zu 900 praktische Ausbildungsstunden kommen.
Im Anschluss findet eine staatliche Prüfung statt, die die Grundlage für die Anerkennung durch die zuständige Behörde ist.

Bevor Sie die Ausbildung beginnen, sollten Sie mit einem Praktikum herausfinden, ob der Beruf zu Ihnen passt. Im Internet finden Sie darüber hinaus zahlreiche Test, mit denen Sie die Wahl einer Ausbildungsstätte eingrenzen können.

Weiterbildung

Wer mit seiner Abschlussnote aus der Ausbildung die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, der kann sich anschließend zum Altenpfleger fortbilden. Dieses System besteht aber momentan nur in Baden-Württemberg. In den anderen Bundesländern muss man sich selbst um eine Fort- oder Weiterbildung bemühen und darum, dass sie anerkannt wird.

Eine Möglichkeit, die fast immer besteht ist die Fortbildung zum Praxisanleiter. Danach haben Sie das nötige Know-How, um andere zum Altenpflegehelfer auszubilden.

Alternative Ausbildungen

Neben der Ausbildung zum Altenpflegehelfer gibt es verschiedene weitere Ausbildungsmöglichkeiten. Dazu gehört zum Beispiel der Betreuungsassistent (manchmal auch Alltagsbegleiter genannt). Bei diesem umfasst die Ausbildung mindestens 160 Stunden, eine Hospitation von 40 Stunden und ein zweiwöchiges Praktikum.

Der Pflegeassistent hingegen ist ein Ausbildungsberuf mit 2 Jahren Dauer.

Auch wenn die Bezeichnungen teilweise ähnlich klingen, sind sie inhaltlich verschieden. Das Fachpersonal mit einer längeren Ausbildungsdauer soll sich später vor allem auf die Behandlungspflege konzentrieren, während die Hilfskräfte sich um die Haushaltsführung, die Gesunderhaltung und die Grundpflege kümmern.

Tätigkeiten

Altenpflegehelfer arbeiten vor allem in stationären Einrichtungen wie Altenheimen, Pflegeheimen, Krankenhäusern und so weiter, in teilstationären Einrichtungen und in der ambulanten Pflege.

Sie unterstützen die Altenpfleger, Krankenschwestern und Ärzte bei ihrer Arbeit. Welchen Umfang ihre Aufgaben dabei haben, hängt von der jeweiligen Arbeitsstelle ab. Allgemeine Richtlinien, was ein Altenpflegehelfer tun sollte und was nicht, fehlen bisher.

Während sich die Aufgaben in manchen Einrichtungen darauf beschränken als Betreuer und Ansprechpartner für alte Menschen zur Verfügung zu stehen, umfassen sie andernorts die zielgerichtete Behandlung und die Verantwortung für eine oder mehrere Pflegepersonen.

Verantwortung

Ein Altenpflegehelfer betreut zwischen 5 und 10 Personen, je nachdem, wie pflegebedürftig diese sind und wie viel Personal insgesamt zur Verfügung steht. Das erlaubt es ihm eine enge Bindung zu den einzelnen Personen aufzubauen und auch deren familiäre Umstände kennen zu lernen.

Für viele Pflegebedürftige wird das Pflegepersonal des Altenheims zu einem Familienersatz mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringen kann. Pflegekräfte müssen deshalb wissen, wo die Grenze zwischen Mitgefühl und professioneller Distanz verläuft. Vor allem der Umgang mit den Angehörigen ist nicht immer einfach.

Voraussetzungen

Um eine Ausbildung als Altenpflegehelfer zu beginnen, sollten Sie mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Darüber hinaus gibt es ein paar Eigenschaften, die für einen Altenpflegehelfer unverzichtbar sind. Dazu gehören Spaß an der Arbeit mit Menschen, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten.

Außerdem sollte man eine gute Konstitution haben, da die körperlichen Belastungen sehr groß sein können und nicht für alle Tätigkeiten technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

Vor- und Nachteile

Die Tätigkeit als Altenpflegehelfer ist manchmal belastend. Es gibt jedoch auch Tage, an denen es sich kaum wie Arbeit anfühlt. Abhängig davon, wen Sie betreuen, sind Ihre Tätigkeiten mit körperlicher Belastung verbunden oder strapazieren Ihre Geduld. Sie helfen den Alten beim Essen, bei der Körperpflege und bei der Mobilität. Rüstige Rentner brauchen aber unter Umständen nur jemanden, der sie zum Arzt fährt oder sie in der Freizeit begleitet.

Wer gern mit Menschen arbeitet, bekommt durch die Kommunikation mit den Alten viele erfüllende Momente, die manchmal Freundschaften entstehen lassen.

Berufsaussichten

Über 2,5 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Der Anteil, den die Altenpflege dabei zu bewältigen hat, wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Das bedeutet, dass auch der Personalbedarf ständig wächst. Als Altenpflegehelfer können Sie das für sich nutzen. Besonders, wenn Sie in Teilzeit oder im Schichtdienst arbeiten möchten.

Immer mehr Einrichtungen haben ein ernstes Personalproblem und suchen nach geeigneten Kräften. Man findet mit den richtigen Voraussetzungen ziemlich schnell einen Ausbildungsplatz.

Verdienst

Der niedrige Verdienst schreckt viele junge Menschen davon ab, als Altenpflegehelfer zu arbeiten. Das wird besonders während der Ausbildung deutlich, die meist nicht vergütet wird. Da es sich um eine vor allem schulische Ausbildung handelt, bringt man dabei keine Arbeitsleistung für einen Ausbildungsbetrieb und muss darüber hinaus unter Umständen auch noch Ausbildungsgebühren zahlen.

Danach liegt das Einstiegsgehalt bei um die 1.500 Euro.

Im Westen gilt ein Mindestlohn von 9,00 Euro pro Stunde für die Pflegebranche. Wer mehr als das verdienen möchte, muss geschickt verhandeln können.

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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