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So bekommen Sie Arbeitslosengeld I

In Deutschland haben wir derzeit über fünf Millionen Arbeitslose. Dabei empfangen etwas über 4 Millionen Arbeitslose derzeit HARTZ IV, während etwas über 0,8 Millionen Menschen zu den Arbeitslosengeld I Empfängern gehören. Worin sich die beiden Bezüge genau unterscheiden und wie Sie Arbeitslosengeld I beantragen können, erfahren Sie hier.

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

Übersicht:

  • Was ist Arbeitslosengeld I?
  • Wann hat man Anspruch auf ALG I?
  • Die Höhe des ALG I
  • Wie beantrage ich ALG I?

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Was ist Arbeitslosengeld I?

Arbeitslos melden

Als Arbeitslosengeld I bezeichnet man den Anspruch auf staatliche Unterstützung, nachdem man in Deutschland als Angestellter seinen Arbeitsplatz verloren hat. Werden die Bedingungen für den Anspruch auf ALG I erfüllt, kann mit Antragstellung die Forderung auf die Leistungen gestellt werden.

Die Bezugsdauer variiert je nach Fall, wie lange man in einem festen Beschäftigungsverhältnis gearbeitet hat. Deshalb kann es sich um minimal sechs Monate und maximal 24 Monate handeln. Ist der Anspruch auf ALG I abgelaufen, kann der Arbeitslose dann HARTZ IV beantragen, welches auch als ALG II bezeichnet wird.

Wann hat man Anspruch auf ALG I?

Anspruch auf ALG I hat im Grunde jeder, der arbeitslos ist, sich bei der Agentur für Arbeit rechtzeitig arbeitslos gemeldet hat und die Anwartschaftszeit erfüllt hat. Wer allerdings das erforderliche Lebensjahr zur Regelaltersrente erreicht hat, der hat parallel dazu natürich keinen Anspruch mehr auf ALG I.

Die Anwartschaftszeit besagt, dass der Betroffene für den Anspruch auf ALG I mindestens zwölf Monate zuvor in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gewesen sein muss. Auch Freiberufler oder Selbstständige können natürlich unter Umständen einen Anspruch auf ALG I haben. Nämlich dann, wenn sie zuvor in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.

Die Höhe des ALG I

Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach der Höhe des Bemessungsentgelts. Das Bemessungsentgelt ist das Brutto Arbeitsentgelt, welches der Arbeitslose im jeweilig betreffenden Bemessungszeitraum pro Kalendertag im Durchschnitt erzielt hat und von dem wiederum Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt wurden.

Es gilt also die einfache Formel Arbeitslosengeld = Leistungsentgelt x Leistungssatz. Das pauschalisierte Nettoengelt ergibt sich, wenn vom Bemessungsentgelt die Beiträge zur Sozialversicherung, die Lohnsteuer und die Solidaritätszuschlag abgezogen werden.

Wie beantrage ich ALG I?

Verliert ein Angestellter in Deutschland seinen Arbeitsplatz, weil ihm der Chef gekündigt hat, so ist er dazu verpflichtet, sich beim Arbeitsamt arbeitslos zu melden. Wurde man bereits über die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses frühzeitig in Kenntnis gesetzt, muss man sich mindestens drei Monate vor Ablauf dessen beim Arbeitsamt arbeitslos melden. Wird man gekündigt, muss man dies sofort dem Arbeitsamt melden.

Mit einer persönlichen Vorstellung vor Ort wird das genaue Datum der Anmeldung registriert. Nach Vorlage des Personalausweises gelangt man dann zu einem persönlichen Gespräch mit einem Mitarbeiter des Arbeitsamtes. Dort werden die weiteren Daten abgefragt und der Arbeitslose erhält ein Formular mit mehreren Anlagen, welches er zur Klärung des Anspruches auf ALG I ausfüllen und einige Tage später einreichen muss.

Dort wird die Höhe des Bezuges dann erreichnet. Ebenfalls vorzulegen ist die Kündigung des bisherigen Beschäftigungsverhältnisses und der Nachweis, dass man mindestens 12 Monate zuvor in einem Beschäftigungsverhältnis mit Versicherungspflicht war. Nachdem der Antrag eingereicht wurde, wird er in wenigen Wochen vom Arbeitsamt bearbeitet und der Arbeitslose erhält dann eine Bestätigung der Leistungsbezüge und fortan das Geld auf das angegebene Bankkonto.

Bildquelle: © Thomas Reimer – Fotolia.com

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