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Ein süßer Traum für Backtalente ist häufig der Beruf des Konditors. Sahne, Zucker, Mehl, Marzipan: Aus Zutaten wie diesen kreieren Konditoren kunstvolle Kalorienbomben. Auch die Ausbildung hat es in sich; früh aufstehen gehört dazu. Dafür ergreift man aber auch einen traditionsreichen Beruf, der von echter Handarbeit lebt. Was Sie über die Ausbildung zum Konditor wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Übersicht

  • Das Berufsbild des Konditors
  • Einzelkämpfer oder Teamarbeit
  • Arbeitszeiten: Früh aufstehen und Wochenendarbeit
  • Voraussetzungen für die Ausbildung zum Konditor
  • Die Ausbildung als Konditor
  • Ausbildungsgehalt als Konditor
  • Gehalt in der späteren Laufbahn
  • Karriere als Konditor
  • Fach- und Führungsaufgaben
  • Weiterbildung und Studium

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Das Berufsbild des Konditors

Ein Konditor kreiert Kuchen, Torten und Pralinen bis hin zu Speiseeis. Damit ist er der Süßspeisenspezialist im Lebensmittelgewerbe, im Gegensatz zum Bäcker, denn ein Konditor stellt in der Regel keine rustikalen Brote und Brötchen her, sondern widmet sich dem künstlerischen Handwerk. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, beide Berufe zu vereinen.

Ein Händchen für kreatives Gestalten ist hier gefragt: Kunstvoll verzierte Torten und Cupcakes liegen im Trend und begeistern zum Beispiel auf Familienfesten, zu Geburtstagen oder auf Hochzeiten. Häufig handelt es sich bei Konditoreien noch um Familienbetriebe.

Produkte, die ein Konditor herstellt:

  • Sahne-, Creme- und Obsttorten
  • Petit Fours, Konfekt und Pralinen
  • Motiv- und Festtagstorten
  • Baumkuchen
  • Gebäck, Stollen, Sandkuchen
  • Desserts
  • Speiseeis, Eistorten, Parfaits, Milch- und Eismixgetränke
  • Deko-Elemente aus Fondant oder Marzipan
  • Kuvertüre
  • Garnierungen
  • Marmeladen und Konfitüren
  • Gemüsekuchen, Suppen, Salate

Einzelkämpfer oder Teamarbeit

Insofern erfüllt ein Konditor sowohl Kundenwünsche und fertigt Kuchen und Torten nach Vorgaben des Kunden an, gleichzeitig setzt er auch eigene süße Ideen um. Dafür nutzt er moderne Maschinen, die täglich gereinigt werden müssen, und hält in der Backstube penibel die Hygienevorschriften ein. Der Job erfolgt viel im Gehen oder Stehen.

Hier finden Konditoren Beschäftigung:

  • In Bäckereien, Cafés, Confiserien
  • In Patisseriebereichen von Restaurants und Hotels
  • in der Lebensmittelindustrie (im Back- und Süßwarenbereich)

Arbeitszeiten: Früh aufstehen und Wochenendarbeit

Frische ist ein Hauptmerkmal köstlicher Kuchen und Torten – und damit sie zur Ladenöffnung verkaufsfertig in der Auslage stehen, muss ein Konditor früh mit seinem Tagewerk beginnen. Auch Wochenendarbeit ist nicht ausgeschlossen, da viele Feiern, für die eine Torte fertiggestellt werden muss, an Samstagen oder Sonntagen stattfinden.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Konditor

Eine ruhige Hand für Verzierungen und eine sorgfältige Arbeitsweise sollten einem Konditor in spe in die Wiege gelegt worden sein. Je nachdem, ob ein Konditor später in einem größeren Betrieb angestellt ist oder sich beispielsweise selbstständig macht und in Eigenregie arbeitet, ist auch Teamfähigkeit gefragt. Kommunikationsstärke braucht er für den Umgang mit Kunden. Ein Hauptschulabschluss ist für diese Berufswahl ausreichend.

Die Ausbildung als Konditor

Die dreijährige Ausbildung im Handwerk als Konditor findet im Konditorei-Café statt und ist sehr abwechslungsreich. Sie wird im dualen System absolviert, also sowohl im Betrieb als auch an der Berufsschule. Der Auszubildende wird mit verschiedenen Lebensmittel vertraut gemacht, die als Zutaten dienen.

Er lernt, Torten, Kuchen und Gebäck anhand von Rezepten herzustellen und kunstvoll zu verzieren und zu dekorieren. Vom Osterhasen bis zum Weihnachtsmann aus Schokolade oder Keksteig: Jede Saison bringt neue Anforderungen an die eigene Kreativität hervor. Auch, wenn Rühr- und Knetmaschinen viel Arbeit abnehmen, ist im Konditoreihandwerk noch echte Handarbeit gefragt.

Inhalte Ausbildung:

  • Arbeitsmaterialien zusammenstellen, Arbeitsschritte vorbereiten
  • Rezepturen umsetzen
  • Teamarbeit
  • Verwendung von Maschinen und Geräten
  • Lagerhaltung und Kontrolle von Lebensmitteln und Verpackung
  • Sicherheit, Umweltschutz, Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Qualitätssicherung
  • Einhalten von Hygienevorschriften

Ablauf Ausbildung:

  • Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres: Zwischenprüfung
  • Nach drei Jahren: Gesellenprüfung

Ausbildungsgehalt als Konditor

Das Einkommen während der Ausbildung fällt für Konditoren nicht gerade üppig aus: Es liegt bei 271 bis 363 Euro brutto während des ersten Ausbildungsjahrs, bei 307 bis 409 Euro brutto im zweiten Ausbildungsjahr und bei 360 bis 481 Euro im dritten Ausbildungsjahr.

Die Schwankungen beruhen unter anderem auf dem Ost-West-Gefälle: In den neuen Bundesländern sind die Lebenshaltungskosten niedriger, was sich auch in den Gehältern widerspiegelt. Das Einstiegsgehalt ist mit 1.400 bis 1.600 Euro brutto auch eher im unteren Bereich angesiedelt.

Gehalt in der späteren Laufbahn

Konditoren können ihr Gehalt vor allen Dingen über verantwortungsvollere Posten in einem Betrieb steigern als auch über Spezialisierungen, die sie für besondere Aufgaben qualifizieren. Ein Konditormeister verdient durchschnittlich 2.500 Euro brutto im Monat, allerdings können Chefpatissiers in gehobenen Restaurants mit bis zu 4.000 Euro monatlich rechnen.

Karriere als Konditor

Fach- und Führungsaufgaben

Nach einer erfolgreichen Ausbildung als Konditor muss der Karriereweg noch nicht beendet sein. Mit einer erfolgreich absolvierten Meisterprüfung in der Tasche winken Fach- und Führungsaufgaben, die auch besser entlohnt werden. So kann ein Konditor beispielsweise zum Betriebsleiter aufsteigen.

In dieser Funktion ist das operative Geschäft nicht mehr im Fokus, sondern stattdessen Verwaltungs-, Planungs- und Organisationsaufgaben. Ein Konditormeister hat zudem die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen und eine eigene Konditorei zu eröffnen.

Weiterbildung und Studium

Die Weiterbildung um Techniker Fachrichtung Lebensmitteltechnik mit dem Schwerpunkt Bäckereitechnik eröffnet einen weiteren Karriereweg: als Techniker gehört die Entwicklung, Herstellung und Qualitätssicherung von Lebensmitteln um Job.

Wer Abitur hat, kann auch ein Studium der Lebensmitteltechnologie absolvieren, um eine neue Richtung einzuschlagen und einen verwandten Beruf in der Lebensmitteltechnik zu ergreifen.

Zukunftsaussichten im Beruf des Konditors

Als Konditor ist man Teil eines wichtigen und eigenständigen Handwerks und Wirtschaftssektors im deutschen Mittelstand. Es gibt in Deutschland etwa 3.000 Fachbetriebe mit ca. 36.000 Beschäftigten und 5.000 Auszubildenden. Süßwaren, Torten und aufwändige Backkreationen liegen voll im Trend.

Der kreative Job begeistert junge Menschen, die Lust haben, sich selbst zu verwirklichen. Wer ehrgeizig ist und gute Leistungen zeigt, kann sich mit Weiterbildungen auch in der Gehaltsklasse nach oben arbeiten.

Bildquelle:  © Mediteraneo – Fotolia.com

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