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Mit Hilfe von Make-up die schönsten Seiten eines Menschen betonen – ein Klacks für einen Make-up-Artist! Für viele Menschen ein Traumjob, vor allem für Frauen, die sich selbst gerne schminken. Doch wie lässt dieser Beruf sich eigentlich ergreifen? Alles, was Sie über die Ausbildung zum Make-up-Artist wissen müssen, können Sie hier nachlesen!

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Übersicht

  • Das Berufsbild des Make-up-Artists
  • Private Ausbildung
  • Kein Ausbildungsgehalt, dafür Schulgeld
  • Generelle Voraussetzungen, um Make-up-Artist zu werden
  • Ausbildungsinhalte
  • Hauptfach: Fachpraktischer Unterricht
  • Nebenfach: Allgemeinbildender Unterricht
  • Praktische Erfahrung
  • Umschulung zum Make-up-Artist
  • Prüfungen und Abschlusszertifikate
  • Berufs- und Verdienstaussichten als Make-up-Artist

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Das Berufsbild des Make-up-Artists

Ein Make-up-Artist übt seinen Beruf im Zeichen der Schönheit aus – und zwar überall dort, wo ein professionelles, blendendes Aussehen gefragt ist. Das ist zum Beispiel bei Fotoshootings der Fall, wo Models geschminkt werden müssen. Oder bei Modenschauen, wenn das Make-up passend zur aktuellen Kollektion ausfällt, die die Models auf den Laufstegen präsentieren sollen.

Aber auch hinter den Kulissen von TV-Produktionen, Konzerten und Filmsets sind die geschickten Hände und das Beauty-Know-how von Make-up-Artists gefragt. Auch auf wichtigen privaten Veranstaltungen wie zum Beispiel Hochzeiten finden Make-up-Artists berufliche Herausforderungen.

Private Ausbildung

Das Gesicht eines Menschen mit Hilfe hochwertiger Kosmetika und ausgefeilter Techniken verschönern und dazu passend die Frisur stylen – ein Make-up-Artist versteht sich als Künstler, wie auch die Berufsbezeichnung selbst verrät. Diese ist übrigens gesetzlich nicht geschützt und die Ausbildung zum Make-up-Artist nicht staatlich anerkannt. Das bedeutet, dass sie nicht bundesweit einheitlich geregelt ist.

Entsprechend unterschiedlich lange sind die Aus- und Fortbildungen an privaten Schulen angesetzt, die eine Grundlage für einen beruflichen Werdegang als Make-up-Artist bilden können. So kann eine Ausbildung zwischen einem Monat und einem Jahr dauern. Intensivkurse vermitteln den Stoff in kurzer Zeit, denn nicht jeder Schüler kann es sich finanziell leisten, sich der neuen Herausforderung in Vollzeit zu widmen.

Kein Gehalt, dafür kostet die Ausbildung Schulgeld

Die Ausbildung zum Make-up-Artist wird nämlich nicht vergütet, sondern kostet Schulgeld. Die Kosten sind unterschiedlich hoch und richten sich auch nach der Ausbildungsdauer. Zwischen 3.500 und 14.000 Euro müssen die Schüler der Schönheit hinblättern, also keine ganz günstige Investition in die Zukunft.

Die Ausbildung ist eine Zusatzqualifikation zu beautyaffinen Berufsausbildungen, manche Schulen verlangen entsprechende Vorkenntnisse und Abschlüsse. Die Ausbildung lässt sich aber auch allein mit einem Haupt- oder Realschulabschluss absolvieren – die Voraussetzungen hierfür legen die Privatschulen selber fest. Je nachdem, ob man also eine Weiterbildung plant oder sich beruflich komplett neu orientieren möchte, sollte man die passende Schule wählen.

Generelle Voraussetzungen, um Make-up-Artist zu werden

Wer Menschen als Make-up-Artist in Szene setzen möchte, arbeitet kreativ. Doch nicht nur Ideenreichtum ist wichtig, um ein Gesamtkunstwerk in Sachen Schönheit zu kreieren. Ein ausgeprägtes Gespür für Trends, Mode, Farben und ein typgerechtes Make-up sowie ein schmeichelhaftes Haar-Styling ist ebenso entscheidend.

Ausbildungsinhalte

So sieht der Ausbildungsplan der Famous Face Academy in Frankfurt aus, die für 13.800 Euro eine einjährige Profi-Ausbildung in Vollzeit anbietet:

Hauptfach: Fachpraktischer Unterricht

In 70% der Unterrichtseinheiten erlernen die Schüler alle Techniken, die ein Make-up-Artist beherrschen muss: Vom Camouflage-Make-up über Show-Make-up bis hin zum Business-Make-up. Außerdem wird Warenkunde unterrichtet sowie Arbeitsgrundlagen rund um Hygiene und Arbeitsplatzaufbau.

Im zweiten Teil des fachpraktischen Unterrichts wird das Wissen vertieft und spezifiziert: Die Schüler erfahren, wie ein Laufsteg-Make-up geschminkt wird, wie Special Effects besondere Wirkungen erzielen und wie Herren geschminkt werden. Auch Stilrichtungen werden gelehrt, um die Arbeit von Designern, Fotografen und Malern mit dem richtigen Make-up wirkungsvoll unterstützen zu können.

Nebenfach: Allgemeinbildender Unterricht

Da ein Make-up-Artist häufig selbstständig tätig ist, lernen die Schüler im Nebenfach wichtige Grundlagen zur Unternehmensgründung, zum Beispiel, wie man Preise kalkuliert. Außerdem werden Fachbegriffe und die Fachgesprächsführung vermittelt. Bei der Famous Face Academy erhalten Schüler zudem eine Ausrüstung, mit der sie für den Start als Make-up-Artist gerüstet sind.

Praktische Erfahrung

Vor allem praktische Erfahrungen und Kontakte ebnen den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Diese sammeln die Schüler in Form praktischer Einsätze.

Umschulung zum Make-up-Artist

Wer sich für eine Umschulung zum Make-up-Artist interessiert, kann sich gezielt nach staatlich geförderten Weiterbildungen umschauen, die mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit absolviert werden können. Diese Kurse dauern meist zwischen 4 und 8 Wochen und kosten zwischen 3.500 und 4.000 Euro.

Prüfungen und Abschlusszertifikate

Da die Ausbildung zum Make-up-Artist nicht staatlich anerkannt ist, werden Prüfungen je nach Schule intern abgelegt – denn eine einheitliche Abschlussprüfung gibt es nicht. Allerdings fertigen viele Schulen Zertifikate aus, die den Besuch einer Weiterbildung belegen.

Berufs- und Verdienstaussichten als Make-up-Artist

Viele Make-up-Artists sind als Freiberufler tätig und werden je nach Einsatzgebiet tageweise gebucht. Der Tagessatz liegt hier durchschnittlich zwischen 120 und 300 Euro, wobei Erfahrungen, Referenzen und Kontakte in der Branche zählen. So können gefragte Make-up-Künstler durchaus auf einen Tagessatz von 500 Euro kommen.

Hierbei gilt es zu beachten, dass Freiberufler nicht unbedingt an jedem Tag im Monat gebucht sind und es zu Auftragsschwankungen kommen kann. Wer lieber kein unternehmerisches Risiko tragen möchte und sich festanstellen lässt, kann mit einem Durchschnittsgehalt von 1.000 bis 4.000 Euro brutto im Monat rechnen – eine weite Spanne, der die persönliche Erfahrung und Leistung sowie das gewählte Unternehmen zugrunde liegt.

Bildquelle: © Peter Atkins – Fotolia.com

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