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Sie möchten gerne auswandern, aber wissen nicht genau, welches Land Ihr zukünftiges Zuhause sein soll? Wie wäre es dann mit Österreich: Sprachliche Barrieren existieren so gut wie gar nicht und innerhalb der EU handelt es sich um ein wohlhabendes, von Krisen verschontes Land mit direkter Anbindung an die Heimat. Was Sie bei diesem Vorhaben beachten müssen, zeigt dieser Artikel.

Übersicht

  • Die ersten Schritte nach Österreich
  • Arbeitssuche in Österreich
  • Schneller Zugang zu Arbeit
  • Sprache
  • Versicherungen
  • Preise und Sonderregeln
  • Tipp: Oberösterreich

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Die ersten Schritte nach Österreich

Österreich ist, wie in der Einleitung bereits erwähnt, Mitglied der EU. Das heißt, dass Sie (sofern Sie die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen) einfach nach Österreich auswandern und sich dort niederlassen können, ohne durch eine schier endlose Bürokratie aufgehalten zu werden. Einige Richtlinien müssen Sie als zukünftiger Bürger Österreichs aber dennoch beachten:

  • – Sie dürfen kein „Sozialflüchtling“ sein. Das heißt, dass Sie nachweisen müssen, bei einem Arbeitgeber angestellt oder selbstständig tätig zu sein. Alternativ können Sie sich auf umfangreiche finanzielle Rücklagen berufen. Damit will das Land vermeiden, dass Sie das ähnlich wie in Deutschland gut funktionierende Sozialhilfenetz ausnutzen.
  • – Weiterhin haben Sie nach dem Umzug drei Tage Zeit, um sich beim zuständigen Meldeamt zu melden und Ihr Umzugsvorhaben kundzutun. Dafür benötigen Sie zwingend den Reisepass sowie die Geburtsurkunde, welche Sie als Bürger der EU ausweist und einen Meldezettel, der vom Vermieter Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses unterschrieben ist (diesen Zettel erhalten Sie auch direkt in den Meldeämtern).
  • – Niederlassungsberechtigt sind Sie allerdings erst, wenn Sie den genannten Nachweis über eine sichere Arbeitsstelle oder ein finanzielles Vermögen erbracht haben. Dafür haben Sie vier Monate Zeit. Sie sollten diese Frist unbedingt einhalten, da Sie ansonsten möglicherweise sogar mit Geldstrafen belegt werden.

Arbeitssuche in Österreich

Deutsche werden in Österreich im Falle einer ausreichenden Qualifikation gerne als Arbeitskräfte angenommen. Das Klischee, das uns als gewissenhafte, pünktliche und hart arbeitende Mitarbeiter auszeichnet, spielt uns dabei in die Karten. Insgesamt leben und arbeiten über 130.000 Deutsche in Österreich und verdienen dabei durchschnittlich 33.000 Euro.

Am besten bezahlt sind Jobs im Banken- oder Versicherungsgewerbe, wo jährlich sogar 46.000 Euro auf das Konto wandern. Wie jedes Land in der EU kann auch Österreich einen gewissen Fachkräftemangel nicht verbergen, sodass Sie mit einer guten Qualifikation aussichtsreiche Chancen auf einen ebenso gut bezahlten Job haben. Weiterhin macht das Gesetz natürlich keinen Unterschied zwischen Ihnen und Bürgern aus Österreich, da es sich letztendlich nur um denselben EU-Bürger mit denselben Pflichten und Rechten hinsichtlich der Arbeit handelt.

Schneller Zugang zu Arbeit

Wenn Sie auswandern und möglichst schnell eine Arbeit finden möchten, ist es von Vorteil, wenn Sie in tourismusgetriebenen Branchen arbeiten können. Dazu zählen Fachkräfte aus der Touristik ebenso wie aus der Gastronomie oder dem Hotelwesen. Auch saisonal bedingte Arbeit (etwa als Skilehrer in geeigneten Gebieten) ist in Österreich sehr schnell zu finden.

Da Österreich selbst die Nachfrage nach Arbeitskräften nicht mit einheimischen Bürgern decken kann, haben Sie in diesen Branchen immer eine gute Aussicht auf einen schnellen, möglicherweise auch sehr gut bezahlten Job. Aus deutscher Sicht haben Sie den Vorteil, mit Ihren Sprachkenntnissen sofort in Österreich in einem Hotel, einem Restaurant oder einem ähnlichen Betrieb anfangen zu können. Die Gehälter liegen zwar durchschnittlich etwas unter den Auszahlungen in Deutschland, doch Sondervergütungen – wie ein zusätzliches Gehalt zum Sommer als 14. Monatsgehalt neben dem Weihnachtsgeld – heben das Niveau wieder etwas an.

Sprache

Während die Sprache bei der Auswanderung in fast alle anderen EU-Länder ein mittelschweres Problem darstellen kann, ist dies in Österreich nicht gegeben: Praktisch überall wird man Sie verstehen, wenn Sie ganz einfaches Hochdeutsch sprechen. Bei Dialekten aus dem Norden oder Osten sind möglicherweise kleine Anpassungen Ihres Wortschatzes notwendig, aber ebenso werden Sie in Österreich in Gegenden vordringen, wo exotische Dialekte eine Verständigung erschweren.

Dies stellt jedoch die absolute Ausnahme dar. Gerade in Ballungszentren wie Wien oder Innsbruck werden Sie keinerlei Verständigungsprobleme bekommen – was wiederum bedeutet, dass Sie sich sehr schnell integrieren werden und auch der Arbeitsmarkt weit für Sie geöffnet ist. Deutsche Arbeiter genießen daher ein hohes Ansehen bei den Arbeitgebern, da sie sich auch aufgrund der sehr ähnlichen Gesetzeslage einfach integrieren lassen.

Versicherungen

Ähnlich wie in Deutschland ist auch in Österreich der Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass alle Mitarbeiter eines Unternehmens bei den richtigen Versicherungen angemeldet sind. Die notwendigen Beiträge für die diversen Sozialversicherungen und die Krankenversicherung werden, ebenso wie in Deutschland, einfach direkt vom Gehalt abgeführt.

Dafür erhalten Sie auch in Österreich einen kostenlosen Zugang zu Krankenhäusern oder auch Fachärzten sowie Zahnärzten, falls diese über eine Krankenkassenzulassung verfügen. Selbstverständlich gelten all diese Annehmlichkeiten nur dann, wenn es sich um staatliche Einrichtungen handelt, private Ärzte müssen Sie aus Ihrer eigenen Tasche bezahlen. Letztendlich unterscheidet sich das Sozialversicherungsnetz jedoch kaum von den Angeboten in Deutschland, was ein weiterer Grund für die einfache Integration in Österreich ist.

Preise und Sonderregeln

Auch in Österreich wird der Euro verwendet, die Preise insbesondere für Grundnahrungsmittel sowie Mieten unterscheiden sich kaum (wenngleich eine Wohnung im Stadtzentrum von Wien beispielsweise natürlich sehr teuer ist). Haushaltsgeräte und andere Elektronik fallen meist etwas kostspieliger aus, Benzin jedoch ist in Österreich günstiger zu haben, was eine Auswanderung als Pendler zwischen Wohnort und Job begünstigt. Die Reise auf den Autobahnen ist in Österreich nicht umsonst, eine Vignette ist dafür notwendig.

Sie kostet je nach Geltungsdauer unterschiedlich viel Geld, für einen gewöhnlichen Pkw werden pro Jahr derzeit etwa 80 Euro fällig. Bis zu 3.000 Euro kann allerdings das Bußgeld betragen, wenn Sie bei einer Polizeikontrolle ohne Vignette auffallen. Die Gebühren sollten Sie daher in jedem Fall bezahlen.

Tipp: Oberösterreich

In Oberösterreich, das direkt von der deutschen Grenze erreicht werden kann, haben Sie die besten Chancen auf Erfolg bei der Auswanderung: Eine geringe Arbeitslosigkeit und ein im nationalen Vergleich schnelles Wirtschaftswachstum heben das Bundesland von den übrigen acht Ländern ab.

Die sehr hohe Lebensqualität wird allerdings auch von recht hohen Lebenshaltungskosten begleitet. Als Ausgleich ist Oberösterreich landschaftlich überaus attraktiv und daher abseits von den guten Arbeitsmöglichkeiten auch privat ein überaus hübsch anzusehendes und nicht von Touristen überschwemmtes Zuhause.

Bildquelle: © Ekaterina Pokrovsky – Fotolia.com

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