MütterNews am

Wann ist welche Art von Milchpulver für mein Baby geeignet und was bedeuten eigentlich Pre, 1er, Comfort, Folgemilch, Anti-Reflux und Co? Das Redaktionsteam von Heimarbeit.de schafft Licht im wirren Milchpulver-Dschungel und gibt Aufschluss darüber, was einzelne Milchpulversorten bedeuten.

Übersicht

  • Muttermilch – Die beste Babynahrung
  • Wie entsteht Milchpulver?
  • Das erste Mal vor dem Regal der Säuglingsnahrung
  • Absprache mit der Hebamme oder dem Kinderarzt.
  • Übersicht des Milchpulver-Lateins
  • Keine Selbstversuche
  • PRE-Nahrung
  • 1er-Nahrung
  • HA-Nahrung
  • Folgemilch 2 und 3
  • Spezialnahrungen

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Muttermilch – Die beste Babynahrung

In einer Sache sind wir uns wohl alle einig: Es geht nichts über Muttermilch. Sie liefert wichtige Nährstoffe, die in ihrer Zusammensetzung perfekt auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt sind. Die Inhaltsstoffe der Muttermilch sind leicht verdaulich und stärken sein Immunsystem. Zusätzlich hilft das Stillen Allergien vorzubeugen, etwa gegen das in Kuhmilch enthaltene Milcheiweiß.

Durch das Stillen und den engen Körperkontakt entsteht zwischen Mutter und Kind eine innige emotionale Beziehung. Auch für die Mutter birgt die Ernährung des Babys mit Muttermilch Vorteile: Das Stillen sorgt für eine schnellere Regeneration des Körpers nach der Entbindung. Außerdem werden beim Stillen Kalorien verbrannt und das Brustkrebsrisiko wird gemindert.

Muttermilch ist die erwiesene beste Babynahrung, gerade für Neugeborene. Doch nicht immer wollen oder können Mütter ihren Nachwuchs stillen. Schuldgefühle brauchen dabei nicht aufkommen, denn eine Reihe von Babyersatzmilch kann die ausreichende Versorgung von lebensnotwendigen Nährstoffen bereitstellen.

Wie entsteht Milchpulver?

Die industriell gefertigte Säuglingsmilch ist auf die Ernährungsbedürfnisse und das noch unreife Verdauungssystem der Säuglinge abgestimmt und daher fast so gesund wie Muttermilch. Die Milchpulverprodukte sind der Muttermilch angeglichen und haben als Basis in der Regel Kuhmilch oder in eher weniger Fällen Ziegenmilch.

Die jeweiligen Herstellern gewinnen das Milchpulver aus einer speziell adaptierten Milch über einen hochwertigen Trocknungsprozess. Nachdem der Babymilch die Flüssigkeit vollständig entzogen wurde, bleibt das hochwertige Milchpulver übrig. Dieses kann nun durch die Beigabe von Wasser wieder in seine trinkfähige Form gebracht werden. Das Besondere: Alle Nährstoffe sind weiterhin enthalten.

Babymilchpulver wird unter strengen Richtlinien für Babynahrung regelmäßig in Rohstoffqualität, Fertigung und Verpackung kontrolliert und produziert.

Das erste Mal vor dem Regal der Säuglingsnahrung

Befinden Sie Eltern dann das erste Mal vor dem Regal der Säuglingsnahrung im Drogeriemarkt, sind Eltern häufig überfordert, welche Säuglingsmilch die richtige ist. Kein Wunder, unzählige unterschiedliche Milchpulversorten buhlen um die Gunst der Mutter oder des Vaters. Begriffe, wie Pre-Milch, Folgemilch oder HA-Nahrung aber auch 1er, Comfort, Anti-Reflux tauchen auf den bunten Verpackungen auf. Viele fühlen sich wie erschlagen.

Absprache mit der Hebamme oder dem Kinderarzt.

Bevor Sie eine Veränderung der Ernährung Ihres Kinder erwägen und auf künstliche Flaschenmilch zurückgreifen wollen, sprechen Sie immer mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Kinderarzt. In der Regel erhalten Sie von ihnen Produktempfehlungen, die Ihnen zu Beginn die Wahl erleichtern sollte.

An dieser Stelle geben wir Ihnen einen kleinen Überblick des Milchpulver-Lateins, damit Sie zukünftig bestens informiert sind um die Sorten im Blick zu haben. Milchpulver ist dabei nicht gleich Milchpulver.

Übersicht des Milchpulver-Lateins

Keine Selbstversuche

Wichtiges vorweg: Der Verdauungstrakt von Neugeborenen muss erst lernen, richtig zu arbeiten, und kann Kohlehydrate und Milchzucker nur langsam verdauen. Wird ihm zu früh zu viel Arbeit zugemutet, drohen Verdauungsstörungen, Allergien oder schlimmstenfalls schwere Nierenschäden. Aus diesem Grund sollte besonders in den ersten Lebensmonaten darauf geachtet werden, dass mit der richtigen Babynahrung gefüttert wird.

Auf keinen Fall sollte selbst hergestellte Milch aus Soja-, Tier-, Mandelmilch oder anderen Rohstoffen ins Fläschchen kommen. Davor warnen das Forschungsinstitut für Kinderernährung, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ausdrücklich. In Deutschland produzierte Flaschennahrung unterliegt strengen hygienischen und gesetzlichen Auflagen, die auch Kuh-, Schaf-, oder Sojamilch nicht erfüllen.

PRE-Nahrung

PRE-Milch ist die richtige Wahl für Neugeborene – von Anfang an, fürs Zufüttern und auch für hundertprozentige Flaschenkinder. PRE-Milch, ist als Säuglingsmilch der Muttermilch adaptiert: sie enthält nur die Kohlenhydratquelle Laktose (Milchzucker) und ist genauso dünnflüssig. Gibt es keine Auffälligkeiten, kann diese Art der Kost bis ins Kleinkindalter beibehalten werden.

1er-Nahrung

1er-Nahrung kann ebenfalls von Anfang an verwendet werden, unterscheidet sich aber darin, dass neben Milchzucker weitere Kohlenhydrate wie Stärke enthalten ist, so dass die Nahrung dickflüssiger, sämiger und sättigender ist.

Im Umkehrschluss kann es auch eher zu Verstopfungen kommen als bei der PRE-Milch. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) eignen sich PRE- und 1er- Nahrungen zur Fütterung von Geburt an sowie im gesamten ersten Lebensjahr.
Auch hier gilt, Nahrungsumstellungen sollten gemeinsam mit der Hebamme gut überlegt sein.

HA-Nahrung

Leidet mindestens ein Elternteil an einer Allergie, empfiehlt sich die so genannte hypoallergene Babynahrung oder auch HA-Nahrung. Diese Kost ist für allergiegefährdete Babys gedacht und sollte konsequent die ersten vier bis sechs Lebensmonate gefüttert werden. HA-Nahrung gibt es als PRE-, 1er- und Folgemilch, wobei auch hier gilt, so lange wie möglich bei PRE bleiben.

Folgemilch 2 und 3

Etwa ab dem fünften Monat können Sie Ihr Kind mit der so genannten Folgenahrung 2 und 3, oder auch Folgemilch genannt, füttern. Der Wechsel zu einer Folgemilch ist aber nicht unbedingt notwendig. Hebammen und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung raten sogar von diesen Produkten ab, da sie Kinder unnötig an den süßen Geschmack gewöhnen und das Kariesrisiko erhöhen. Am besten nicht nach Bedarf füttern, sondern entsprechend den auf der Packung angegebenen Tagestrinkmengen.

2er-Folgemilch: Frühestens mit Einführung von Beikost kann Folgemilch eingesetzt werden. Andernfalls könnten die Nieren der Babys zu sehr belastet werden. Folgemilch 2 enthält mehr Stärke als die 1er-Nahrung. Achten Sie auf künstliche Aromen und Vanille.

3er-Folgemilch: Die 3er-Milch ist frühestens für Kinder ab dem zehnten Monat geeignet. In dieser Zeit wird das Baby auch mit Beikost gefüttert, wodurch es die wichtigen Nährstoffe aus fester Nahrung zu sich nimmt. Auch hier sind in vielen Fällen stark Aromen angereichert. Über die Notwendigkeit der 3er-Milch gibt es gegensätzliche Meinungen.

Spezialnahrungen

Dankbar sind viele Mütter über Produkte, die ihren Sprösslingen bei Befindlichkeiten helfen. Bei Verstopfungen hilft beispielsweise Combiotik, Blähungen sind mit Sensitiv, Comfort in den Griff zu bekommen (wundern Sie sich nicht über den grünen Stuhlgang). Muss das Kind auffallend viel brechen, hat sich Anti-Reflux bewährt. Bitte beachten: Das sind keine Muttermilchersatzprodukte.

Achten Sie darauf, dass Ihr Baby zu allen Mahlzeiten ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Bildquelle: © asph – Fotolia.com

1 Bewertungen
5.00 / 55 1