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Sprachtalente stellen häufig schon in der Schulzeit fest, wie leicht ihnen das Lernen von Vokabeln fällt – und dass die fremdsprachige Kommunikation ihnen viel Freude bereitet. Wer aus dieser Begabung einen Beruf machen möchte, findet in den folgenden Top 5 der Berufe mit Sprachen viele spannende Optionen, die auch anderen Interessen Rechnung tragen.

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1. Tourismuskaufmann/-frau: Aus Liebe zum Reisen

Ein Beruf, der sich um die schönste Zeit des Jahres dreht, den Urlaub: Ein Tourismuskaufmann bringt idealerweise selber die Begeisterung fürs Reisen mit – denn in seinem Job verkauft er nicht nur Reisen und Reisedienstleistungen, sondern berät seine Kunden auch für die passende Wahl. Zumindest gilt das für den Fachbereich der Reisevermittlung.

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Wer sich im Zweig Reiseveranstaltung ausbilden lässt, lernt direkt im Unternehmen, wie Reisen vermarktet werden und welche Aufgaben die Arbeit bei einem Reiseveranstalter mit sich bringt. In beiden Fällen gilt: Fernweh ist die ideale Voraussetzung, um den Beruf des Tourismuskaufmanns zu ergreifen. Denn von der Testreise bis zum Auslandsaufenthalt während der Ausbildung gibt es attraktive Möglichkeiten, den eigenen Beruf mit der Liebe zum Reisen zu verknüpfen.

Attraktive Verdienstmöglichkeiten dank Weiterbildungen

Mit Realschulabschluss oder Abitur und guten Noten in Deutsch, Erdkunde, Mathe, Englisch Geografie und Wirtschaft bestehen die besten Chancen, die dreijährige duale Ausbildung starten zu können. Wer gerne im Ausbildungsbetrieb bleiben möchte, ist mit dem Fachbereich des Reiseveranstalters gut beraten, denn hier ist es üblich, das Potenzial des Nachwuchses auch weiterhin im Unternehmen zu behalten.

Im ersten Ausbildungsjahr liegt das Gehalt noch bei maximal 567 Euro brutto, steigert sich dritten Jahr aber auf maximal 822 Euro brutto und kann beim Berufseinstieg bis zu 1800 Euro brutto betragen. Attraktiv sind die Weiterbildungsmöglichkeiten, die gute Verdienstchancen eröffnen: Ein Tourismusbetriebswirt kann mit bis zu 5000 Euro brutto rechnen.

2. Assistent/in für Tourismus und Hotelmanagement: Allrounder im Hotelbusiness

Der Beruf des Assistenten für Tourismus und Hotelmanagement konzentriert sich auf die Zufriedenheit des Hotelgastes – und darauf, dessen Bedürfnisse und Sonderwünsche zu erfüllen. Von der reibungslosen Buchung bis zum Beschwerdemanagement ist hier Organisationstalent und Fingerspitzengefühl gefragt. Mit der abgeschlossenen Ausbildung ist der berufliche Werdegang jedoch nicht auf das Managen eines Hotelbetriebs festgelegt: Auch im Reisebüro oder in der Gästebetreuung von touristischen Einrichtungen finden sich spannende Aufgabenfelder.

Unbezahlbar: Reisen in der Arbeitszeit

Die Ausbildung ist unvergütet, bietet aber nach drei Jahren ein relativ attraktives Einstiegsgehalt von 1900 bis 2100 Euro brutto im Monat. Die Ausbildung zählt zum Bereich Hotelmanagement, wo höhere Gehälter als sonst in der Tourismusbranche üblich sind. Grundsätzlich gilt: In großen Unternehmen sind die Verdienstmöglichkeiten besser. Abgesehen vom Gehalt ist die Möglichkeit während der Arbeitszeit zu reisen für viele Menschen ein echter Pluspunkt.

3. Fremdsprachen-Industriekaufmann/-frau: Organisation trifft Sprache

Die Vorteile der Ausbildung als Fremdsprachen-Industriekaufmann liegen auf der Hand: Innerhalb von zweieinhalb Jahren zwei Ausbildungen in einer abschließen – und vier Wochen davon im Ausland absolvieren.

Die wichtigsten Voraussetzungen, um nicht nur Industriekaufmann zu lernen, sondern auch die integrierte Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten zu meistern: eine ausgeprägte Sprachbegabung (vor allem in Englisch) gepaart mit kaufmännischen Inhalten. Der Joballtag besteht schließlich häufig in Übersetzungstätigkeiten und internationaler Korrespondenz.

Kosten für die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten sparen

Mittlere Reife oder Abitur gelten als Voraussetzungen für die Ausbildung, positiv wirken sich auch eine gute bis sehr gute Englischnote sowie gute Noten in Mathematik und Deutsch aus. Im ersten Ausbildungsjahr verdient ein Fremdsprachen-Industriekaufmann mindestens 700 Euro brutto, im dritten Lehrjahr 820 bis 900 Euro brutto monatlich.

Das Gehalt unterscheidet sich nicht vom dem des Industriekaufmanns – jedoch sparen die Auszubildenden die Kosten für die Ausbildung des Fremdsprachenkorrespondenten. Bis zu 3200 Euro brutto sind in diesem Beruf später ein mögliches monatliches Bruttogehalt.

4. Europasekretär/in: Repräsentatives Sprachgenie

Mindestens drei Sprachen fließend sprechen und internationale Konzerne nach außen souverän vertreten: Das ist Aufgabe des Europasekretärs. Auch klassische Assistenzaufgaben wie die Terminkoordination, das Vorbereiten und Halten von Präsentationen, geschäftliche Kommunikation in Fremdsprachen am Telefon, per E-Mail und in geschäftlichen Meetings gehören zum spannenden Berufsspektrum.

Wer mit einem Ausbildungsplatz in diesem Bereich liebäugelt, sollte nicht nur Sprachbegabung vorweisen können, sondern bereits Grundwissen mitbringen, das im Realschulabschluss oder Abitur bezeugt wurde. Selbstbewusst, offen und kommunikativ auftreten zu können, gilt ebenfalls als wichtiges Kriterium.

Gutes Gehalt gleicht Schulgebühren aus

In der schulischen Ausbildung wird kein Gehalt gezahlt, zudem fallen Schulgebühren an. Dafür sind die Verdienstmöglichkeiten in der späteren Laufbahn sehr gut – vor allem im Vergleich zu sonstigen Sekretärspositionen. Bis zu 4000 Euro brutto kann ein Europasekretär verdienen – und wer später ausschließlich als Dolmetscher arbeitet, kann sogar mit bis zu 6800 Euro Bruttomonatslohn rechnen.

5. Beamter/Beamtin Fernmelde- und Elektronische Aufklärung: Technik und Sprache

Ein verantwortungsvoller Job im Auftrag der deutschen Regierung: Der Beamte Fernmelde und Elektronische Aufklärung erhält vertrauliche Informationen aus aller Welt in Form von elektromagnetischen Signalen, die er über einen Scanner erfasst und dokumentiert. Sprachwissen in Englisch gehört darum zur wichtigen Voraussetzung, um die duale Ausbildung absolvieren zu können.

Die übertragenen Informationen dienen auf höchster Ebene als Grundlage für politische oder militärische Strategien. In der Fernmeldeaufklärung werden die Informationen zu sachlichen Berichten und zu Nachrichtenmeldungen verarbeitet. In der Elektronischen Aufklärung werden die Signale ohne Nachrichten dokumentiert und technisch ausgewertet.

Weiterbildungschance: Software-Entwicklung

Zwei Jahre dauert die Ausbildung, die mit 1044 Euro brutto sehr gut vergütet wird. Ausbildungseinrichtungen und Verwaltungsfachschulen der Bundeswehr oder des BND bieten sie in zwei Stufen an. In einem Grundlehrgang werden die theoretischen Aspekte des Berufes vermittelt, die anschließende praktische Ausbildung dauert 14 Monate. Nach dem erfolgreich absolvierten  Abschlusslehrgang liegt das Einstiegsgehalt bei bis zu 2000 Euro brutto. Bis zu 3330 Euro brutto bringt die weitere Laufbahn, die sich mit einem Studium in Richtung Softwareprogrammierung fördern lässt.

Bildquelle: © KostaKostov – Fotolia.com

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