Wie kann man Betriebswirt HWK werden? Welche Gehaltsmöglichkeiten und Perspektiven bietet der Job als Betriebswirt und welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um eine Weiterbildung zum Betriebswirt HWK absolvieren zu können? Der Beruf Betriebswirt ist mit viel Verantwortung, aber auch großen beruflichen Chancen verbunden. Im heutigen Artikel beantworten wir zentrale Fragen rund um den Betriebswirt HWK.

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Übersicht:

  • Kurzportrait Betriebswirt HWK
  • Weiterbildung zum Betriebswirt HWK
  • Voraussetzungen Betriebswirt HWK
  • Betriebswirt HWK für Quereinsteiger?
  • Ablauf der Weiterbildung zum Betriebswirt HWK
  • Dauer und Inhalt der Weiterbildung
  • Abschlussprüfung zum Betriebswirt HWK
  • So qualifiziert ist ein Betriebswirt HWK
  • Aufgaben des Betriebswirts HWK
  • Berufsalltag des geprüften Betriebswirts
  • Weiterbildung nach der Weiterbildung
  • Gehalt Betriebswirt HWK

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Kurzportrait Betriebswirt HWK

Der Betriebswirt HWK – unter neuer Bezeichnung auch „Geprüfter Betriebswirt nach der Handwerksordnung“ – gehört zu den am häufigsten gewählten Abschlüssen bei der Handwerkskammer.

Die Weiterbildung kann von Handwerksmeistern belegt werden und führt zu erweiterten Kompetenzen im Betrieb, zu mehr Gehalt und auch zu einem generell komplexeren Berufsbild. Insgesamt wird z.B. ein Handwerksmeister hier zusätzlich in den Betriebswissenschaften qualifiziert und somit zum Alleskönner für seinen Betrieb.

Weiterbildung zum Betriebswirt HWK

Doch wie wird man zu einem solchen Allround-Talent? Wie ist die Weiterbildung Betriebswirt HWK geregelt? Es handelt sich dabei um eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die noch über der Ebene des Meisters angesiedelt ist und die nach den Regelungen des Zentralverbandes für Deutsches Handwerk (ZDH) abläuft. Das Ziel ist die Prüfung vor der Handwerkskammer (HWK), die die betriebswirtschaftlichen Kompetenzen prüft. Sehr attraktiv ist die Fortbildung vor allem für Handwerksmeister, die als weitergebildeter Betriebswirt HWK ein eigenes Unternehmen führen können.

Voraussetzungen Betriebswirt HWK

Somit ist schon angedeutet, dass die Zulassung zur Weiterbildung Betriebswirt HWK eine bestandene Meisterprüfung in einem Handwerk erfordert. Aber auch eine ähnliche Qualifikation kann die Voraussetzungen für die Weiterbildung zum Betriebswirt HWK erfüllen, wie zum Beispiel ein Abschluss in einer dem Meister vergleichbaren Weiterbildung, eventuell plus Berufserfahrung.

Betriebswirt HWK für Quereinsteiger?

Ist es aber auch anders aus- oder weitergebildeten Personen möglich, für die Weiterbildung Betriebswirt HWK zugelassen zu werden? Ja, durchaus, Quereinsteiger mit alternativen Bildungswegen und auch aus anderen Branchen können sich ebenfalls für die Weiterbildung Betriebswirt HWK qualifizieren. Dazu gehören Techniker, Fachwirte, Meister der Industrie Landwirtschaft oder Industrie, Diplom-Ingenieure oder Büro- und Industriekaufleute mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung.

Ablauf der Weiterbildung zum Betriebswirt HWK

Ist wenigstens eine dieser Voraussetzungen erfüllt, kann die Weiterbildung zum Betriebswirt HWK beginnen. Dies tut sie für viele schon in Form eines Vorbereitungslehrganges, der von unterschiedlichen Bildungsträgern in Voll- oder Teilzeit begangen werden kann. Ein Vorbereitungslehrgang ist aber keine Zulassungsvoraussetzung für die Weiterbildung zum Betriebswirt HWK.

Dauer und Inhalt der Weiterbildung

Sehr wohl festgelegt ist die Anzahl der Unterrichtsstunden: Geregelt nach dem Rahmenlehrplan Betriebswirt der Handwerksordnung (HwO) umfasst die Fortbildung 700 Unterrichtsstunden. Je nach Unterrichtsform kann die Weiterbildung zwischen 3 Monaten und 2 Jahren dauern. Darin werden den Teilnehmern Inhalte wie Innovationsmanagement, Unternehmensmanagement, Strategieentwicklung oder Personalmanagement vermittelt. Insgesamt also Inhalte, die die angehenden Betriebswirte auf einen Berufsalltag in der Unternehmensleitung vorbereiten.

Abschlussprüfung zum Betriebswirt HWK

Ob diese Inhalte im Laufe der Weiterbildung zum Betriebswirt HWK auch in nützliches Wissen umgewandelt werden konnten, das wird in der Prüfung vor der Handwerkskammer herausgefunden. Die jeweiligen Prüfungsfächer müssen mindestens mit der Note ausreichend abgeschlossen werden, der Fachbereich Innovationsmanagement erfordert eine Projektarbeit, die dem Prüfungsausschuss präsentiert wird und es findet zudem eine mündlich Prüfung in Form eines Fachgesprächs statt. Nach erfolgreicher Prüfung wird der Titel „Geprüfter Betriebswirt nach der Handwerksordnung“ verliehen.

So qualifiziert ist ein Betriebswirt HWK

Wer es bis hierher geschafft hat und sich nun mit Fug und Recht Betriebswirt HWK nennen darf, sieht sich im Beruf ganz neuen Aufgaben und Herausforderungen gegenüber.

Durch die bestandene Prüfung zum Betriebswirt HWK ist nachgewiesen, dass der Absolvent in der Lage ist, seine handwerklichen Qualifikationen und sein betriebswirtschaftliches Talent zu kombinieren. Durch die Ausbildung dieses Talentes ist der frisch gebackene Betriebswirt HWK nun in der Lage, Führungsfunktionen in kleinen oder mittelständischen Unternehmen zu übernehmen.

Aufgaben des Betriebswirts HWK

Diese Aufgaben sind vor allem in den Bereichen Unternehmensstrategie, Unternehmensführung und Personalmanagement angesiedelt und umfassen folgende Schwerpunkte:

  • Personalaufgaben wie Planung, Verwaltung, Gewinnung und Führung
  • Buchführung
  • Betriebsorganisation
  • Rechnungswesen und Buchführung
  • Betriebliche Strategieplanung
  • Controlling

Berufsalltag des geprüften Betriebswirts

Als frisch ausgebildeter Betriebswirt HWK kann man nun im Betrieb frisch ans Werk gehen. Das kann der Betriebswirt HWK sowohl in Werkhallen oder Werkstätten tun, er wird aber sicherlich auch Zeit in Büros und Besprechungsräumen verbringen.

Der Betriebswirt HWK setzt nun – basierend auf seiner handwerklichen Erfahrung – das in der Weiterbildung gewonnene betriebswirtschaftliche Wissen um, um kaufmännische Führungsaufgaben zu übernehmen. Er analysiert und bewertet die betriebswirtschaftliche Situation des Unternehmens, entwirft Strategien, plant mit dem Personal und versucht somit, das (möglicherweise eigene) Unternehmen konkurrenzfähig zu machen / zu halten.

Weiterbildung nach der Weiterbildung

Ein sehr verantwortungsvoller Job, mit dem eine ganze Menge Verantwortung einhergeht. Doch das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht: Auch wenn der Abschluss Betriebswirt HWK schon eine Menge an Vorbildung voraussetzt, kann er selbst auch als Voraussetzung für weitere Bildung sein, etwa für ein Studium. So kann zum Beispiel ein Meister mit einem Abschluss zum Betriebswirt HWK ein Bachelor-Studium in der Betriebswirtschaft aufnehmen.

Gehalt Betriebswirt HWK

Der Betriebswirt HWK ist ein Experte für Zahlen und er kann sich auch auf seine eigenen Zahlen freuen. Im Berufseinstieg verdient der Betriebswirt HWK mit Meisterqualifikation durchschnittlich etwa 3.000€ brutto. Mit mehr Berufserfahrung steigt gewohnheitsgemäß auch das Gehalt – nach einigen Jahren kann der Betriebswirt HWK schon ca. 3.500€ verdienen. Betriebswirte mit abgeschlossenem Studium können durchaus auch die 4.000-er Marke überschreiten.

Bildquelle: © Jeanette Dietl – Fotolia.com

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