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Wer bei der Bundeswehr einsteigt, der entscheidet sich für einen Karriereweg, der äußerst krisensicher, gleichzeitig aber auch nicht ganz ungefährlich ist. Je nach Tätigkeitsbereich gehören sogar Auslandseinsätze dazu. Gegenüber dem vermeintlichen Risiko steht allerdings auch eine gute Bezahlung. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie unbedingt beim Thema Karriere bei der Bundeswehr beachten sollten.

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Eine Karriere bei der Bundeswehr

Bundeswehr Karriere

Wussten Sie schon? Die Bundeswehr ist Deutschlands größter Arbeitgeber, und gleichzeitig sogar einer der beliebtesten. Viele junge Leute sind inspiriert von den vielseitigen Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten, welche die Bundeswehr bietet. Laut einer Schülerbefragung aus dem Jahr 2012 wünscht sich etwa jeder Elfte der Schüler eine Karriere bei der Bundeswehr.

Starkes Konzept: Das ermöglicht die Bundeswehr

Die Option, nach der Schule bei der Bundeswehr einzusteigen, ist gerade deswegen so verlockend, weil durch sie verschiedene Karriereperspektiven geboten werden. Ein Abiturient wird dort beispielsweise auch ein richtiges Studium in Angriff nehmen können. Die Bundeswehrhochschulen in Hamburg und München zum Beispiel lehren technische Fächer wie Luft- und Raumfahrtechnik oder Maschinenbau sowie Geistes- und Wirtschaftswissenschaften oder Medizin, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

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Alternativ zum Studium: Die Feldwebel-Laufbahn

Alternativ zum Studium entscheiden sich viele Abiturienten auch für eine Laufbahn zum Feldwebel. Damit entscheiden sie sich für eine Ausbildung, bei der sie eine Verpflichtung von rund neun Jahren bei der Bundeswehr eingehen.

Nichtsdestotrotz ist das Ausbildungsangebot äußerst reichhaltig: Mehr als 50 verschiedene Ausbildungsberufe stehen dem Auszubildenden bei der Bundeswehr zur Auswahl. Ob Industriemechaniker, Mediengestalter, Physiotherapeut, etc.

Was sind die Vorteile einer Ausbildung bei der Bundeswehr?

Gegenüber einer zivilen Ausbildung ergeben sich durch das Studium oder die Ausbildung über die Bundeswehr einige interessante Vorteile:

  • Offiziersanwärter haben bereits nach nur vier Jahren einen Masterabschluss in der Tasche. Ermöglich wird dies durch eine straffe Organisation sowie eine gute Betreuung.
  • Auch mit einer klassischen Ausbildung ist man bei der Bundeswehr wesentlich schneller fertig. Nach nur 21 Monaten hat man einen Ausbildungsabschluss in der Tasche, der im Übrigen auch über die Industrie- und Handels- beziehungsweise Handwerkskammer läuft.
  • Bei der Bundeswehr muss niemand einem Nebenjob nachgehen, um sich finanziell über Wasser zu halten. Dieses Verhalten ist sonst von Studenten ziviler Universitäten und Fachhochschulen bekannt. Ein Student oder Auszubildender bei der Bundeswehr hingegen steigt mit einem Nettogehalt von über 1.500 Euro ein.
  • Auf dem Campus der Bundeswehr gibt es ausreichend kostenlose Apartments, sodass sich die Auszubildenden keine Sorge über die hohen Mietpreise in den Großstädten machen müssen.

Was sind die Nachteile einer Ausbildung bei der Bundeswehr?

Natürlich gibt es auch immer die Kehrseite beziehungsweise einen Preis, den man für den Luxus zahlt:

  • Wenig Freizeit: Wer in der Ausbildung bei der Bundeswehr ist, der hat einen extrem straffen Zeitplan. Neben den Vorlesungen und Prüfungen sowie den zugehörigen Praktika hat der Auszubildende oder Student noch die militärische Ausbildung zu bestreiten. Für Freizeit bleibt da nur wenig Raum.
  • Verpflichtung: Wer bei der Bundeswehr einsteigt, der verpflichtet sich für eine bestimmte Anzahl von Jahren, dem Bund zu dienen. Das Risiko eines Auslandseinsatzes ist hoch.

Nach der Ausbildung: Karriere, die verpflichtet

Egal ob Sie bei der Bundeswehr nun einen Abschluss als Techniker, als Mediengestalter oder als Kaufmann haben: Nach der abgeschlossenen Ausbildung sind Sie verpflichtet, bei der Bundeswehr fürs Erste zu bleiben. Nach der Ausbildung arbeitet man im militärischen Bereich, da jede bei der Bundeswehr angebotenen Ausbildungen einen militärischen Zweck verfolgt.

Das ist auch nur verständlich. Andernfalls würde sich der Aufwand des reichhaltigen Ausbildungsprogramms für die Bundeswehr nicht lohnen.

Beispiel: Die Aufgabe des bei der Bundeswehr ausgebildeten Mechatronikers ist es später einmal, Panzer instand zu halten. Der Mediengestalter ist für operative Informationsgewinnung zuständig.

Auch der rein militärische Hintergrund bleibt bestehen: 80 Prozent des Tages sind gewissermaßen normaler Berufsalltag, während der Rest mit militärischen Übungen wie Schießtraining oder Märschen versehen ist, damit der Soldat auf Zeit nichts verlernt und weiterhin fit für einen möglichen Einsatz bleibt.

Verpflichtung für Auslandseinsätze

Leider verpflichtet man sich bei der Bundeswehr während seiner Verpflichtungszeit auch für Auslandseinsätze. Das Aufgabengebiet der Ausbildung kommt einem dabei auch im Auslandseinsatz zugute. Ein Mediengestalter wird zum Beispiel nicht patrouillieren, sondern viel wahrscheinlicher im Lager Schreibtischtätigkeiten verrichten.

„Es gilt das Prinzip: Bei der Bundeswehr ist man immer Soldat.“

Statistisch betrachtet ist es absolut realistisch, dass man mit einer Zugehörigkeit von 13 Jahren einmal ins Ausland muss. Militärpolizisten, die in Afghanistan Sicherheitskräfte ausbilden, müssen meist sogar mehrere Male ins Ausland.

Wie gefährlich ist ein Auslandseinsatz?

Seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan sind mehr als 40 deutsche Bundeswehrsoldaten gefallen. Wie hoch diese Zahl im Verhältnis zu den insgesamt stationierten Soldaten tatsächlich ist und wie hoch damit auch das Sterberisiko, sei dahingestellt. Denn auch in anderen Berufen gibt es Unfälle und Todesfälle. Die Karriere bei der Bundeswehr ist mit einem Risiko verbunden, welches jeder Anwärter für sich selbst abwägen muss.

Der Lohn für das Risiko und die Verpflichtung ist allerdings ein wirklich krisensicherer Job mit außerordentlich guter Bezahlung.

Karriere bei der Bundeswehr trotz Risiko äußerst beliebt

Trotz des Risikos hat die Bundeswehr unglaublich viele Bewerber. Allein für die Bewerbung auf eine Offizierslaufbahn verzeichnet die Bundeswehr rund 10.000 Bewerber auf knapp 2.000 Stellen. Ein ausschlaggebender Grund hierfür ist zum Beispiel die Wirtschaftskrise, die viele Menschen ihren Job gekostet da, da enorm viele Stellen gestrichen werden mussten. Nach diesem Vorfall fragen sich mehr Leute denn je, wo man einen wirklich krisensicheren Arbeitsplatz vorfinden kann. Und die passende Antwort darauf scheint einem die Bundeswehr geben zu können.

Bundeswehrkarriere besonders interessant für Frauen

Unter den Bewerbern bei der Bundeswehr gibt es immer mehr Frauen. Bereits heute arbeiten rund 16.000 Frauen bei der Bundeswehr. Der Trend ist stark steigend. Und das Schöne am Ganzen:

Frauen dürfen nahezu alles!

Es gibt Frauen, die den legendären Kampfjet „Tornado“ fliegen, oder weibliche Kompaniechefs, die für rund 150 Männer die volle Verantwortung tragen. Anfangs gab es bei der Bundeswehr noch viele Skeptiker, doch mit der Zeit hat sich gezeigt, dass sich Frauen durchsetzen können und äußerst ehrgeizig sind.

Als Frau stehen einem bei der Bundeswehr heute grundsätzliche alle Laufbahnen offen.

Bewerbung bei der Bundeswehr: Was ist wichtig?

Egal ob männlicher oder weiblicher Bewerber: Für eine Karriere bei er Bundeswehr gibt es bestimmte Dinge, die ausschlaggebend dafür sind, ob Sie angenommen werden. Wer sich für eine berufliche Laufbahn bei der Bundeswehr entscheidet, der sollte unbedingt Teamfähigkeit mitbringen. Denn bereits früh lernt man, Verantwortung für sich und sein Team zu übernehmen und sich in ein großes Kollektiv zu integrieren. Wer der Doppelbelastung einer militärischen und fachlichen Ausbildung standhalten will sollte zudem Leistungsbereitschaft und körperliche Fitness mit sich bringen.

Wer über diese Eigenschaften verfügt, der kann sich für eine Offiziers- oder Feldwebelausbildung bei der Bundeswehr bewerben. Je nach dem, ob man eine Ausbildung oder ein Studium anstrebt. Die nächste Hürde ist dann ein spezieller Eignungstest. Neben der körperlichen Fitness wird dabei die geistige Verfassung des Bewerbers geprüft. Hierzu sind Gruppenübungen und Intelligenztests vorgesehen sowie ein einstündiges Gespräch mit einem Psychologen.

„Im Endeffekt zählt die Persönlichkeit, denn nicht jeder ist für eine Karriere bei der Bundeswehr geeignet.“

So funktioniert das Auswahlverfahren bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr erwartet von den Bewerbern mindestens einen guten Haupt- oder Realschulabschluss, oder eine vergleichbare Qualifikation. Wichtig sind dabei vor allem gute Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik. Je nach dem, für welchen Ausbildungsberuf oder für welches Studium man sich bewirbt, kommen noch andere Fächer hinzu. Erfüllt man diese Mindestanforderungen, so wird man zum Auswahlverfahren eingeladen.

Das Auswahlverfahren besteht in einer zivilen Karriere aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Besteht man einen der Tests nicht, so gibt es die Möglichkeit an einem dritten, mündlichen Test teilzunehmen. Wer eine militärische Karriere anstrebt, für den ist zusätzlich das erfolgreiche Bestehen einer sportlichen Einungsprüfung erforderlich. Dieser beinhaltet unter anderem einen Sprinttest, eine Kraftausdauerprüfung sowie einen Ausdauertest.

Bildquelle: © Oleg_Zabielin – Fotolia.com

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