Detlef Scheele neuer BA-Chef setzt bei Hartz-IV-Empfänger auf „fürsorgliche Belagerung“
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Detlef Scheele heißt der Mann, der künftig die Bundesagentur für Arbeit führt. Mit Antritt seines Amtes will er sich vermehrt um Hartz-IV-Empfänger kümmern. Demnach ist für Scheele ein engerer Kontakt von den Vermittlern zu den Arbeitslosen und deren Familien wichtig.

Übersicht

  • Der neue Chef der Bundesagentur für Arbeit
  • Ein paar Worte zu Detlef Scheele
  • Der Werdegang von Detlef Scheele
  • Der Amtsantritt
  • Die Jugend-Berufsagenturen
  • Scheele setzt auf sanfte Druckmittel

Der neue Chef der Bundesagentur für Arbeit

Detlef Scheele ist der neue Chef der Bundesagentur für Arbeit. Er übernimmt sein Amt offiziell am 1. April in Nürnberg. Der 60-jährige SPD-Mann ist gebürtiger Hamburger und ein Weggefährte des Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz.

Detlef Scheele war vorher im Bundesarbeitsministerium und Hamburger Sozialsenator als Vorstand für den Bereich Arbeitsmarkt bei der Bundesagentur für Arbeit tätig. Er ist ein Kenner der Materie und des Politikfeldes und gilt als ausgewiesener Fachmann. Mit seinem Amtsantritt löst er Frank-Jürgen Weise ab, die ehemalige Spitze der Bundesagentur für Arbeit.

Ein paar Worte zu Detlef Scheele

Die neue Spitze der Bundesagentur für Arbeit heißt Detlef Scheele. Einer Zeitung gegenüber äußerte er sich bei seinem Amtsantritt, sich mehr für Hartz-IV-Empfänger einzusetzen.

Der Mann, der sich für eine „fürsorgliche Belagerung“ bei Hartz-IV-Empfängern ausspricht, ist am 30. September 1956 geboren. Er ist seit 1980 Mitglied in der SPD und langjähriger und enger politischer Vertrauter von SPD-Chef Olaf Scholz, dem Bürgermeister von Hamburg.

Der Werdegang von Detlef Scheele

Detlef Scheele hat 2008 sein Amt als Staatsekretär im Bundesministerium aufgenommen. Zu der Zeit hatte Scholz die Leitung der damaligen Großen Koalition übernommen.

Schon 2009, nachdem die SPD aus der Regierung ausschied, kehrte Scheele nach Hamburg zurück. 2011 machte Scholz dann Scheele zu seinem Arbeits- und Sozialsenator. Im Herbst 2015 wechselte Scheele dann zur Bundesagentur für Arbeit.

Der Amtsantritt

Mit seiner Amtsübernahme hat er eine eigene Agenda im Gepäck.

Laut Anfrage eine Zeitung sieht er seine wichtigste Aufgabe darin, Menschen, die von Hartz-IV-Leistungen leben, Aufmerksamkeit entgegen zu bringen.

Um Menschen, die länger schon in der Arbeitslosigkeit verweilen, wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren, bedarf es manchmal einen Schubs. Er setzt dabei auf sanften Druck.

Die Jugend-Berufsagenturen

Scheele gilt als Erfinder sogenannter Jugend-Berufsagenturen, die Hamburg 2012 als erstes Bundesland einführte. In den Jugend-Berufsagenturen kooperieren unterschiedliche Behörden, Hilfseinrichtungen und Ämter um junge Menschen den Weg von der Schule zum Beruf oder Studium zu erleichtern.

Eine zentrale Phase, die beim Misslingen, den Boden für Langzeitarbeitslosigkeit gäbe.
Ein Baustein, der ihn als Fachmann ausweist.

Scheele setzt auf sanfte Druckmittel

Mit Aufnahme seines neuen Tätigkeitsfeldes setzt Scheele bei Langzeitarbeitslosen auf sanften Druck. Er spricht sich für die „fürsorgliche Belagerung“ aus.

Scheele gilt als Mann, der unumstrittene Methoden umsetzt. Er ist für die Einführung der „aufsuchenden Beratung“ federführend, die als Druckmittel für vermittlungsunwillige Kandidaten galt.

Bildquelle: © racamani – Fotolia.com

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