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Die Nachricht über die Senkung des Leitzinses traf viele schwer. Der Chef der Sparkassen Georg Fahrenschon kündigte unmittelbar einen Sparkurs an, den Kunden schon vorab fürchten. Handelt es sich um Panikmache, oder müssen Bankkunden tatsächlich tiefer in die Tasche greifen? Was wird passieren und wie wirkt sich diese Entscheidung aus?

Wird nun das Girokonto unbezahlbar?

Für viele sind die teils hohen Kontogebühren bereits ein rotes Tuch. Kunden wünschen sich eher eine Entlastung, als eine Erhöhung. Zwar war die Jahresbilanz 2015 wiederholt erfreulich für die Sparkassen, dennoch gilt es nun Einsparungen durchzusetzen. Diese sollen einerseits zu Lasten der Arbeitsstellen gehen, andererseits werden auch Kosten über die Kundschaft getragen.

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Sparkassen als Vorreiter

Die Sparkasse sieht die Politik der europäischen Zentralbank als Kennzeichen für die zukünftige Entwicklung an. Angesichts der Zins Problematik spricht sich Fahrenschon für ein entschlossenes Handeln aus. Frei werdende Arbeitsplätze werden nicht neu besetzt, was bereits im Jahre 2015 relevant war. Laut Informationen aus dem Handelsblatt, müsse aufgrund der falschen Zinspolitik eine neue Ertragsquelle gesichert werden.

Welche Kosten werden zusätzlich höher?

Die Sparkasse vertritt eine klare Meinung zur Thematik. Georg Fahrenschon plant bisher kostenfreie Dienstleistungen rund um ein Konto in Rechnung zu stellen. Dies könnte auch den Kunden der anderen Banken blühen, wobei bisher noch keine Veränderungen ersichtlich sind. Gerade bedürftige, Schüler und Studenten werden wohl als letztes zur Kasse gebeten werden. Wer ein kostenloses Girokonto sucht, wird nach wie vor fündig. Vergleichsportale im Internet haben unveränderte Angebote vorrätig, die nicht von der Zinskrise beeinflusst scheinen.

Wofür noch sparen?

Momentan ist vor allem das Geld ansparen auf der Bank nicht lukrativ, was der erwähnten Nullzinsmethodik zu Lasten geht. Ob und wie hoch sich Kontoführungsgebühren verändern, steht aktuell in den Sternen. Von Panik sollte jedoch abgesehen werden, da aktuell noch keine Taten sprechen. Es stellt sich allerdings die berechtigte Frage, was mit Sparvermögen geschieht und was hinsichtlich Sparplänen noch Sinn macht! Wohin mit Vermögen, wenn es sich nicht vermehren kann?

Null Zins und weiter?

Im Hinblick auf die Altersvorsorge ist das Thema noch viel interessanter und auch beängstigender. Viele Experten schätzen die Entscheidungen der EZB als falsch und gefährlich ein. Ausbleibende Zinsen und Zinseszinsen werden im Alter unerwartete Lücken aufkommen lassen. Nicht ohne Grund bezeichnete der ehemalige Finanzminister Bayerns, Georg Fahrenschon, den Tag der Leitzins Nachricht als schwarzen Donnerstag. Laut Informationen der Focus Redaktion, hat zumindest die Sparkasse kostenfreie Konten bereits eingeschränkt. Schüler und Co bleiben weiterhin von Gebühren verschont. Ob der EZB Vorsitzende Mario Draghie weiterhin als „Super Mario“ bezeichnet wird?

Die Zukunft wird es zeigen

Ob die Zeiten der kostenlosen Girokonten wirklich vorbei ist, werden die nächsten Monate zeigen. Bisher kamen Kommentare nur von Sparkasse, die allerdings eine Vielzahl von Konten führt. Laut Statistiken sei quasi jeder zweite Kunde der Sparkasse, weshalb sich Fahrenschon auch besonders in der Pflicht sieht.

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