Arzneimittel sind seit vielen Jahren schon ein besonders strittiges Thema, bei dem man sich nicht so schnell einig wird. Besonders der Contergan Skandal hatte Anfang der 1958 bis 1962 für großes Misstrauen in der Medizin gesorgt. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich lieber vor dem Gebrauch eines Medikaments genauestens erkundigen, ob es mögliche Nebenwirkungen gibt und ob man lieber auf ein anderes Hilfsmittel ausweichen sollte. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Medikamente sich für Kinder am besten eignen und welche nicht.

Das alles finden Sie in diesem Artikel:

  • Medizin bei Kindern: Achtung vor bösen Überraschungen!
  • Zu wenig gute Medikamente für Kinder
  • Wichtig: Das Immunsystem Ihres Kindes muss sich entwickeln können!
  • Fragwürdige Sicherheit von Arzneimitteln
  • Welche Arzneimittel sollten Eltern meiden?
  • Welche Medikamente eignen sich für das Kind?
  • Grundsätzlich lieber medikamentenfrei auskurieren

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Medizin bei Kindern: Achtung vor bösen Überraschungen!

Bevor man böse überrascht wird, sollte man sich lieber gut informieren, welche Medikamente wirklich sicher und für Kinder geeignet sind, und welche nicht. Tatsächlich gab es bereits häufig schlimme Vergiftungen und sogar Todesfälle – einfach nur, weil das Kind das falsche Medikament oder ein Medikament in zu hoher Dosis geschluckt hat.

Besonders schlimm war ein Skandal vor ein paar Jahrzehnten. Der Contergan Skandal in Deutschland war der erste wirklich große Skandal, bei dem mehrere Tausend Kinder mit starken Missbildungen zur Welt kamen, weil die Mütter in ihrer Schwangerschaft ein Medikament nahmen, das entgegen aller Behauptungen ziemlich schädlich war.

Heute deutlich härtere Kontrollen

Der Skandal sorgte dafür, dass fortan deutlich strenger kontrolliert wurde, welche Medikamente auf den Markt kommen dürfen und welche nicht. Allerdings gibt es trotzdem auch noch weiterhin viele, sehr schädliche und hochgiftige Medikamente, die trotz der unfassbar heftigen Nebenwirkungen verkauft und verschrieben werden.

Geld regiert die Welt

Man soll sich nicht wundern, denn die Pharmaindustrie ist eine Branche, hinter der gewaltige Geschäfte mit viel Geld stecken. Allein das Medikament Aspirin wurde im Jahr 2010 weltweit so oft verkauft, dass damit ein Umsatz von fast 800 Millionen Euro erzielt wurde. Und das, obwohl Aspirin als eines der schädlichsten Medikamente überhaupt gilt.

Seit über 100 Jahren ist Aspirin einer der größten Verkaufsschlager in den Apotheken. Aspirin wird besonders gerne bei Kopfweh, bei Halsschmerzen oder bei beginnender Verkühlung genommen. Mittlerweile gibt es sogar das Aspirin plus C mit der tollen Werbung und dem Extra an Vitamin C. Das hört sich wirklich super an, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Aspirin ein äußerst gefährliches Mittel ist.

Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft kann es durch dieses beliebte Medikament zu schweren Komplikationen kommen. Unter der Wirkung von Aspirin kann sich eine wichtige Gefäßverbindung des kindlichen Blutkreislaufs zu früh verschließen, wodurch das Baby im schlimmsten Fall sogar sterben kann. Zudem sind auch weitere Schmerzmittel teilweise hochgefährlich für ungeborene Babys.

Unfassbar! Allein in Deutschland schätzen Experten die Zahl der jährlichen Todesopfer (hervorgerufen durch Aspirin) auf etwa 1.000 bis 5.000!

Kinder reagieren besonders empfindlich

Gerade Kinder reagieren auf Medikamente nochmals ganz anders, als Erwachsene. Das liegt meist daran, dass ihr Organismus noch lange nicht so leistungsfähig ist, wie der eines Erwachsenen. Zudem sind gerade bei den ganz Kleinen die vielen Organe längst nicht vollständig entwickelt. Die Leber ist beispielsweise noch lange nicht im Stande, die verschiedenen aufgenommenen Gifte so zu absorbieren, wie eine „ausgewachsene“ Leber.

Wichtig: Viele Eltern begehen einen großen Fehler, indem sie ihrem Kind eine kleinere Dosis eines Erwachsenen-Medikaments wie zum Beispiel Aspirin verabreichen. Hier hilft es auch nichts, wenn die Dosis auf das deutlich geringere Gewicht des Kindes angepasst wird – Aspirin ist und bleibt ein Gift für den Körper des Kindes, das schwere Schäden hinterlassen kann. Ähnlich verhält es sich auch mit vielen weiteren Medikamenten.

Die richtige Dosierung

Was bei Erwachsenen hilft, kann bei Kindern Vergiftungen auslösen oder sogar tödlich enden. Aus diesem Grund sollten Sie bei den Medikamenten nie auf das eigene Dosierungsgefühl hören, sondern sich immer von einem Arzt eine Empfehlung aussprechen lassen.

Zu wenig gute Medikamente für Kinder

Merkwürdigerweise gibt es für Kinder deutlich weniger Medikamente als für Erwachsene – und das, obwohl Kinder deutlich öfter krank werden. Nur etwa ein Fünftel der in Deutschland erhältlichen Medikamente sind für Kinder auch wirklich geprüft worden.

Medikamente nicht ausreichend geprüft

Gerade als Elternteil kann man nicht achtsam genug sein. Nur auf das Versprechen oder die Empfehlung eines Arztes oder einer Apothekenkraft zu vertrauen wäre fatal und könnte im schlimmsten Fall zu einer Vergiftung des eigenen Kindes führen. Tatsächlich haben viele der frei verfügbaren Medikamente in der Apotheke keine oder nur eine unzureichende Prüfung auf Verträglichkeit und Nebenwirkungen.

Tipp: Eine mangelnde Prüfung des Medikaments erkennen Sie stets an der Packungsbeilage. Logisch – kaum jemand ließt sich gerne das Kleingedruckte durch, doch im Falle einer so wichtigen Sache sollte man unbedingt einen genaueren Blick auf das Kleingedruckte werfen. Wenn beispielsweise die Rede davon ist, dass für Kinder unter einer bestimmten Altersgrenze keine Erkenntnisse über die Wirkung vorliegen, sollte das Medikament auf gar keinen Fall bei Ihrem Kind in einem entsprechenden Alter Anwendung finden!

Wichtig: Das Immunsystem Ihres Kindes muss sich entwickeln können!

Natürlich ist es verständlich, wenn einem das Kind leid tut und man ihm selbst bei einer leichten Erkältung schon helfen möchte. Das liegt einfach in der Natur des Menschen beziehungsweise in der Natur guter Eltern. Allerdings sollte man nicht sofort zu medizinischen Produkten greifen – auch, wenn es einem im ersten Moment naheliegend scheint.

Tatsächlich werden Kinder (gerade in den jungen Jahren) deutlich öfter krank als Erwachsene. Das liegt normalerweise daran, dass das Immunsystem der Kinder direkt nach der Geburt noch sehr ungeübt ist. Damit das Immunsystem stärker werden kann, muss es die verschiedenen Erreger erst einmal durch einen direkten Kontakt (also durch eine Erkrankung) kennenlernen.

Eine Erkältung wird beispielsweise durch Viren hervorgerufen. Rund 200 verschiedene Virenarten können die typische Erklärung mit Syndromen wie Schnupfen, Husten, Halsweh oder Fieber hervorrufen. Ist das Immunsystem mit einer der Arten in Berührung gekommen, werden Antikörper gebildet. Das dauert zwar ein paar Tage, doch danach kann dieses Virus dem Körper nie wieder etwas anhaben. Das ist auch der Grund dafür, weshalb Erwachsene deutlich seltener krank werden. Das Immunsystem ist eben schon sehr gut ausgeprägt und kennt die meisten Erreger.

Aber: Das Immunsystem des Kindes muss erst noch dazulernen. Hinzu kommt, dass Kinder eine Erkrankung deutlich besser verkraften können als Erwachsene. Es ist also nicht schlimm, wenn Ihr Kind mal erkältet ist.

Fieber nicht bekämpfen!

Auch dieser Fehler wird häufig begangen: Eltern versuchen, mithilfe von Medikamenten das Fieber ihres Kindes zu senken. Damit tut man dem Kind allerdings nicht wirklich etwas Gutes. Tatsächlich ist das Fieber nämlich eine Reaktion des Immunsystems. Bekämpft man ein Fieber direkt, bekämpft man so gesehen das Immunsystem des eigenen Kindes! Wenn man seinem Kind etwas wirklich Gutes tun möchte, sollte man lieber versuchen, das Fieber etwas „erträglicher“ zu machen. Zum Beispiel durch Wadenwickel oder ähnliches.

Fragwürdige Sicherheit von Arzneimitteln

Auch, wenn es ein paar Mittelchen für Kinder gibt, die auf ihre Unbedenklichkeit hin getestet wurden, so gibt es dennoch eine ganze Menge an Medikamenten, für die es keine Studie über die Verträglichkeit bei Kindern gibt. Etwa die Hälfte aller Medikamente verfügen über keine Studie für der Wirkung bei Kindern.

Für eine Zulassung für Kinder bräuchte man für eine Studie nämlich die Kinder der jeweiligen Altersklassen. Das ist natürlich nur schwer umsetzbar. Schließlich ist es verständlich, wenn Eltern ihre Kinder nicht als Testpersonen für medizinische Zwecke hergeben möchten.

Kinderarzneimittel sind nicht besonders profitbringend

Hinzu kommt die ebenfalls fragwürdige Tatsache, dass Kindermedizin oftmals nicht lukrativ genug ist. Die immensen Forschungsarbeiten und deren Kostenaufwand können durch die Erträge der medizinischen Produkte in der Regel kaum gedeckt werden. Wieder sind wir beim Thema: Geld regiert die Welt.

Ärzte müssen auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen

Dadurch, dass es für viele Medikamente keine oder nur mangelnde Informationen bezüglich der Anwendung bei Kindern gibt, sind Ärzte in Extremfällen darauf angewiesen, auf eigene Erfahrungen zurückzugreifen und mehr oder minder aus dem Gefühl heraus Medikamente zu empfehlen oder zu verschreiben.

Welche Arzneimittel sollten Eltern meiden?

Bevor wir zu den Medikamenten kommen, die für Kinder (zumindest laut aktueller Erkenntnisse!!!) unbedenklich sind, wollen wir Ihnen erst die Medikamente nennen, die Sie für Ihr Kind unbedingt außer Reichweite halten sollten, beziehungsweise auch selbst nur gelegentlich oder sogar gar nicht verwenden sollten.

Aspirin

Besondere Vorsicht ist bei Medikamenten mit dem Wirkstoff ASS geboten. Das schmerzhemmende Mittel Acetylalicysäure sollte nur Verwendung bei Erwachsenen finden – für Kinder ist es hoch gefährlich. Besonders bekannt ist zum Beispiel das Medikament Aspirin, für das dieser Wirkstoff verwendet wird. Kinder und Jugendliche können durch die Einnahme des Wirkstoffs am sogenannten Reye-Syndrom erkranken. Leber und Gehirn können einen nachhaltigen Schaden davontragen.

Paracetamol

Hat das Kind Schmerzen oder Fieber, wird mit hoher Wahrscheinlich zum Paracetamol-Zäpfchen gegriffen. Es ist nicht lange her, dass Paracetamol in der Kinderheilkunde als das Mittel der Wahl galt. Auch bei Erwachsenen ist Paracetamol das mit Abstand am häufigsten eingenommene Medikament. Schon länger zeigen Studien allerdings, dass das Medikament hochgiftig ist!

Scheinbar kann das Medikament bei zu häufiger Einnahme oder zu hohen Dosen zu Schockreaktionen führen, zu Leberschädigungen oder sogar zu Leberversagen. Außerdem wird bereits ein Zusammenhang zwischen Paracetamol und der steigenden Anzahl an asthmakranken Kindern in den Industrieländern untersucht. Natürlich sind auch weitere Langzeit-Schäden denkbar, allerdings können solche Schäden immer nur schwer auf ein Medikament zurückgeführt werden.

Antihistaminika

Sie verursachen Schlafstörungen bei Babys, Übelkeit oder Erbrechen. Bei einer höheren Dosis können sogar Krämpfe bekommen, Angstzustände sowie Herzrasen und teilweise sogar einen Atemstillstand erleiden. Dieser Stoff wird leider viel zu oft in rezeptfreien Hustenmitteln verwendet. Ganz vorne dabei sind die Medikamente Vivinox, Sedaplus, Emesan oder Nomex A. Vor solchen Mitteln sollten Sie sich und Ihr Kind unbedingt bewahren.

Auch harmlose Medikamente können gefährlich sein

Selbst harmlosere Medikamente können für Ihr Kind eine große Gefahr darstellen. Manche Medikamente auf Pflanzenbasis können zum Beispiel einen hohen Alkoholanteil aufweisen. Für Kinder mit Asthma sollten Sie unbedingt Menthol, Pfefferminz sowie weitere ätherische Öle vermeiden.

Welche Medikamente eignen sich für das Kind?

Das wichtigste ist, dass man bei der Behandlung von erkrankten Kindern auf bereits getestete Medizin zurückgreift. Zudem sollte man mit dem Arzt genau besprechen, in welcher Dosis und zu welchen Zeiten ein Medikament verabreicht werden sollte.

Viele Arzneimittel sind nämlich auf ihre Tauglichkeit bei Kindern geprüft, viele aber auch wiederum nicht.

Bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen

Der Sinupret Saft ist ein für Kinder geprüftes Medikament, das im Fall einer Entzündung der Nasennebenhöhlen eingesetzt werden kann. Es ist bereits für das Anwendungsalter ab zwei Jahren getestet worden, sodass Sie ab diesem Alter ein Kind behandeln könnten. Besonders gut ist zudem, dass das Mittel eine Dosierungsempfehlung für die verschiedenen Altersgruppen enthält.

Bei Entzündungsschmerzen, Fieber und Schwellungen

Nurofen Junior Fiebersaft Erdbeere zwei Prozent reduziert durch den Wirkstoff Ibuprofen entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen sowie Fieber. Geeignet ist der Wirkstoff bereits für Kleinkinder ab 3 Monaten. Zu beachten sind allerdings bei diesem Wirkstoff die Verwendungshinweise für Kinder mit bestimmten Beschwerden wie Allergien, Asthma oder Blutbildungsstörungen.

Schleimlösend

Mucosolvan Kindersaft 30 mg/5 ml ist ein gutes Mittel gegen Schleim. Es wirkt schleimlösend in den Atemwegen und basiert auf dem Wirkstoff Ambroxol. Kinder unter zwei Jahren sollten das Medikament allerdings nur bekommen, wenn dies zuvor genauestens mit dem Arzt abgesprochen wurde.

Bei Schnupfen und Heiserkeit

WICK VapoRub Erkältungssalbe soll laut Hersteller gerade bei Beschwerden wie Schnupfen, Heiserkeit sowie erkältungsbedingtem Schnupfen helfen. Auch hier gelten allerdings bestimmte Dosierungsvorschriften, die man unbedingt beachten sollte.

Achtung: Die Verträglichkeit für Kinder der zuvor genannten Medikamente beruft sich insbesondere auf die Aussagen der Hersteller!

Grundsätzlich lieber medikamentenfrei auskurieren

Besser ist es natürlich, sich ohne die Hilfe von chemischen Mitteln auszukurieren. Leider ist das nicht immer möglich – in vielen Fällen jedoch schon. Eltern greifen laut zahlreicher Studien viel zu früh zu Medikamenten. Nicht nur für sich selbst, sondern auch bei ihren Kindern. Außerdem ist das Gefühl für die richtige Dosierung bei den Eltern oftmals unzureichend.

Achtung – auch die Pharmaindustrie kann irren

Selbst wenn das Medikament als sicher gilt: Schon häufig ist es vorgekommen, dass sich ein als sicher geglaubtes Medikamente doch als hochschädlich erwies. Wirklich zuverlässig sind damit auch die Studien nicht. Besonders vor dem Hintergrund, dass ein Pharmakonzern die Studie selbst durchführt, die für die Zulassung seines Medikaments erforderlich ist, kann man sich denken, dass möglicherweise viel geschummelt wird.

Man darf eben nicht vergessen, dass es um sehr viel Geld. Würde ein Medikament an einer Studie scheitern, würde das mehrere Jahre oder Jahrzehnte Forschung plus Forschungsgelder in Millionenhöhe an Verlust für den Pharmakonzern bedeuten…

… Allein aus der Interessensicht lässt sich erahnen, wer tatsächlich ein Interesse an einer Zulassung des Medikaments hat.

Bildquelle: © Olesia Bilkei – Fotolia.com

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