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Ob es die Verbesserung von elektrischen Geräten im Bereich der Konsumgüter ist oder die Entwicklung elektrotechnischer Produkte im Maschinen- und Fahrzeugbau: Der Elektrotechniker ist in vielen Arbeitsfeldern tätig, die das alltägliche Leben zahlreicher Menschen bestimmt. Seine Arbeit ist daher von hoher Bedeutung. Aber wird sie ihm deshalb angemessen entlohnt? Welches Gehalt man als Elektrotechniker verdienen kann, klären wir!

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Der Elektrotechniker in seinem Berufsalltag

Im Alltag eines jeden Menschen spielt die Elektrotechnik eine wichtige Rolle, da sie unter anderem dafür sorgt, dass man sich morgens einen Kaffee kann oder abends einen Spielfilm im TV anschauen kann. Doch auch weitaus weniger alltägliche Dinge fallen in den Zuständigkeitsbereich des Elektrotechnikers – beispielsweise die Prüfung von Anlagen, die Instandhaltung sowie die Verbesserung von Maschinen und Systemen.

Darüber hinaus entwirft ein Elektrotechniker nach Vorstellungen des Kunden Anlagen, Systeme und Geräte, sorgt für die Qualitätssicherung in Betrieben und Industrieanlagen oder leitet eine Projektgruppe.

Einsatzgebiete der Elektrotechnik

Im Laufe der Ausbildung bzw. Weiterbildung kann sich der Elektrotechniker auf bestimmte Einsatzgebiete spezialisieren. Dazu zählen unter anderem die Qualitätssicherung, die Kommunikationstechnik, die Automatisierungstechnik und Gerätetechnik. Darüber hinaus sind die Energietechnik und die Antriebstechnik mögliche Einsatzfelder des Elektrotechnikers.

Unabhängig von der Spezialisierung wird der Elektrotechniker folgende Aufgaben übernehmen bzw. hierin Kenntnisse besitzen müssen: Planung, Entwicklung, Dokumentation, Projektmanagement, Funktionsprüfung, Störungsmanagement und Wartung, Betriebsorganisation und Kundenberatung.

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Individuelle Kompetenzen der Bewerber

Als Teil des Ingenieurwesen fordert die Elektrotechnik hohe Kenntnisse an die Bewerber aus den Bereichen der Elektrotechnik, der Messtechnik, der Physik und Mathematik sowie aus der Informatik sowie der Netzwerk- und Systemtheorie. Der angehende Elektrotechniker sollte demnach gewisse Interessen in den Bereichen des Ingenieurwesens und der Naturwissenschaften haben.

Auf persönlicher Ebene sind Flexibilität, analytisches Denken, lösungsorientiertes Denken, Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit und Koordinationsfähigkeiten gefragt. 

Ausbildung bzw. Weiterbildung im elektrotechnischen Bereich

Wer später als (staatlich geprüfter) Elektrotechniker arbeiten möchte, muss zunächst eine Berufsausbildung abschließen, um anschließend an einer Weiterbildung teilnehmen zu können. Nach erfolgreicher Beendigung der Weiterbildung darf man sich staatlich geprüfter Techniker nennen.

Die Weiterbildung mit den Schwerpunkten Automatisierungstechnik, Energietechnik oder Informations- und Kommunikationstechnik wird von Fachschulen oder Berufsfachschulen angeboten und dauert in Vollzeit ca. zwei Jahre. Wer sich für eine berufsbegleitende Weiterbildung entscheidet, muss mit drei bis vier Jahren rechnen. Alternativ besteht die Möglichkeit die Weiterbildung über ein Fernstudium abzuschließen.

Gehalt während der Ausbildung / Weiterbildung

Während der ersten Berufsausbildung, die die Voraussetzung für die Weiterbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker, erhält man für gewöhnlich ein Ausbildungsgehalt. Da es unterschiedliche Berufsrichtungen gibt, die hier als Ausbildung eingeschlagen werden können, sind auch die Gehälter unterschiedlich hoch. Im Regelfall dauert die Berufsausbildung drei Jahre, in denen das Gehalt gestaffelt wird.

In der Weiterbildung ein Gehalt zu beziehen, hängt davon ab, ob man Vollzeit oder Teilzeit studiert. Eine Vollzeit-Weiterbildung ist zwar kürzer, aber ein Verdienst ist in dieser Zeit nicht möglich. Das Teilzeitprogramm dauert hingegen länger, allerdings kann man weiterhin arbeiten und Berufserfahrung sammeln. Teilzeit ist vor allem dann sinnvoll, wenn bereits ein Arbeitsverhältnis besteht.

Studium der Elektrotechnik

Wer keine Berufsausbildung machen möchte, kann den Weg über ein Studium im Bereich der Elektrotechnik gehen. Das Studium der Elektrotechnik bildet die Studierenden zu Elektroingenieuren aus. Im Regelfall dauert das Bachelorstudium bis zu drei Jahre. Im Anschluss ist zusätzlich ein Masterstudium möglich oder alternativ die Weiterbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker.

Während der Zeit des Studiums erhält der Studierende kein Ausbildungsgehalt. Im Gegenteil: Das Studium muss aus eigener Tasche, durch Bafög oder einen Studienkredit finanziert werden.

Einstiegsgehalt nach Ausbildung / Studium

Unabhängig davon, welchen Weg man in der Ausbildung zum Elektrotechniker geht: Sowohl die Berufsausbildung als auch das Studium, jeweils mit anschließender Weiterbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker, dauert im Regelfall drei Jahre. Erst die Weiterbildung (Vollzeit oder Teilzeit) „entscheidet“, ob man früher oder später anfängt Gehalt zu verdienen. Das Einstiegsgehalt des staatlich geprüften Elektrotechnikers liegt etwa zwischen 2.200 und 4.000 Euro brutto.

Das macht einen Jahresverdienst von durchschnittlich 26.500 bis 48.000 Euro. Entscheidet für die Höhe des Einstiegsgehaltes sind Berufserfahrung, Berufsausbildung, Spezialisierung sowie Betriebsgröße und Region. Oftmals kann ein studierter Elektrotechniker von etwas mehr Gehalt ausgehen, durchschnittlich etwa 40.000 Euro in den ersten Jahren, also etwa 3.300 als Einstiegsgehalt pro Monat. Mit drei bis fünf Berufsjahren kann man je nach Region und Betriebsgröße zwischen 50.000 und 60.000 Euro im Jahr verdienen.

Spitzengehälter als Elektrotechniker

In leitender Position und mit mehreren Jahren Berufserfahrung verbessern sich die Gehälter des Elektrotechnikers. Das Gehalt wird aber auch von anderen Faktoren beeinflusst, wie beispielsweise von der Betriebszugehörigkeit, der Größe des Betriebes, der persönlichen Qualifikationen sowie dem Verhandlungsgeschick. Damit sind die Spitzengehälter sehr unterschiedlich.

In Führungspositionen kann der Elektrotechniker aber rund 7.500 bis 8.500 Euro verdienen. Zwar gibt es Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern, grundsätzlich sind die Verdienstmöglichkeiten hier aber recht ähnlich für den Elektrotechniker. Größere Unterscheide merkt man allerdings in den Größen der Betriebe.

Während bei großen Unternehmen Gewinnspannen höher ausfallen, und hier auch häufiger Tarifverträge geschlossen werden, sind auch die Spitzengehälter höher. Kleinere oder mittelständische Betriebe können hingegen selten wirklich hohe Gehälter zahlen.

Fazit: Der Elektrotechniker gehört zu den Besserverdienern

Sicherlich gibt es überall Ausnahmen, doch grundsätzlich verdient mal als Elektrotechniker kein niedriges Gehalt. Und sogar unter den Ingenieuren, die ohnehin Gutverdiener sind, liegt das Gehalt des Elektrotechnikers relativ hoch. Wie aber in jedem Beruf kann man nicht pauschal von einem guten Verdienst ausgehen, dazu gehört immer persönliches Engagement und Verhandlungsgeschick.

Mit Weiterbildungen und Qualifikationen ist man immer gut gestellt, auf der Karriereleiter aufzusteigen. Mit einem Arbeitsvertrag in einem großen Betrieb oder Unternehmen hat man zusätzlich bessere Chancen auf Spitzengehälter von bis zu 8.500 Euro (und teilweise mehr).

Bildquelle: © foto ARts – Fotolia.com

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