Elterngeld: Wenn Eltern in Finanznot geraten!

Elterngeld: Wenn Eltern in Finanznot geraten!
Mittwoch März 15.03.2017 - 9:52 pm

Eigentlich soll Elterngeld Eltern das Leben leichter machen. In vielen Fällen warten Eltern jedoch lange auf die Überweisung vom Bund und geraten mitunter in finanzielle Not.

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Warten auf das Elterngeld

Eine junge Mutter bekommt ein Kind und beantragt Elterngeld, damit sie den Lebensunterhalt des Nachwuchses finanzieren kann. Doch die finanzielle Unterstützung bleibt aus. „Freiepresse.de“ berichtete Anfang März über eine junge Mutter aus Sachsen, die seit Januar auf Elterngeld wartet – insgesamt seit über neun Wochen.

Manuela Schröter, wie die Mutter von der Redaktion genannt wird, habe den Antrag rechtzeitig gestellt, doch die Stadt braucht „für die Berechnung viel länger als angekündigt.“

Personelle Engpässe sorgen für Verspätung

Eigentlich, so hatte auch Schröter die Erfahrung im Bekanntenkreis gemacht, dauert die Bearbeitung der Elterngeldanträge rund drei bis vier Wochen. Doch schon bei der Antragsabgabe im Januar sagte man der Mutter, sie solle sechs bis achten Wochen warten. Der Grund für die Verspätung: Laut Verwaltung kam es in 2016 und Anfang 2017 zu personellen Engpässen. Antragsteller müssten jedoch nur sieben Kalendertage länger warten als üblich.

In Manuela Schröters Fall ist das nicht so. Ebenso wie in anderen Regionen der Bundesrepublik. Wie kürzlich bekannt wurde, warten Bremer Eltern aktuell bis zu 14 Wochen auf Elterngeld.

Auch hier waren Stellenmangel und Krankheitsfälle im Kollegenkreis der Grund für die verlangsamte Antragsabwicklung. Weiterhin sollen fehlerhafte und nicht vollständige Anträge die Prozesse erschweren, da die Sachbearbeiter hier immer wieder Rücksprache mit den Eltern halten müssten. Und nicht alle Eltern reagierten immer zügig auf die Schreiben oder Anrufe der Elterngeldstelle.

Was machen, wenn das Elterngeld ausbleibt?

Die Stadt Chemnitz hatte die junge Mutter auf das Mutterschaftsgeld und den Zuschuss des Arbeitgebers verwiesen, um die Zeit ohne Elterngeld zu überbrücken. Da dieses aber für kurze Zeit vor und nach der Geburt gedacht ist, legt man nichts zur Seite. Schließlich erwartet man auch nicht, dass der Erstantrag auf Elterngeld so viel Zeit in Anspruch nimmt.

Wenn das Elterngeld erst verspätet ausgezahlt wird, können Eltern meist nur auf ihr Erspartes zurückgreifen. Dass dies aber irgendwann auch aufgebraucht ist – eventuell sogar für dringende Anschaffungen ausgegeben werden muss – macht die Situation nicht leichter. Und entschuldigt auch nicht die lange Wartezeit auf das Elterngeld.

In Bremen versucht man unterdessen Eltern mit einem günstigen Überbrückungskredit auszuhelfen, die man mit einer Bank ausgehandelt hatte. Allerdings sind die Kredite begrenzt und müssten nun durch Anschlusskredite verlängert werden.

Anträge korrekt und vollständig ausfüllen

Für viele Mütter und Väter ist das kaum akzeptabel. Nicht selten machen sich die Eltern Luft in sozialen Netzwerken und tauschen sich dort über ihre Erfahrungen aus. Wer sicher stellen möchte, dass er alles Notwendige getan hat, damit der Antrag erfolgreich geprüft und bearbeitet wird, sollte möglichst auf Korrektheit achten. Ist der Elterngeldantrag vollständig und fehlerfrei, kann man immerhin auf eine problemfreie Bearbeitung hoffen.

Bildquelle:© draganagordic – Fotolia.com



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