Europa will Flüchtlinge per „Kontaktgruppe“ fernhalten
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Europa handelt und Afrika rücken zusammen, wenn auch nur in einer „Kontaktgruppe“. Sie wurde gegründet, um Menschen an der illegalen Flucht zu hintern. Eine neue Errungenschaft, die aus dem Treffen in Rom entstanden ist. Ansonsten blieb es in der gemeinsamen Einigung nur bei dem üblichen Konsens.

Übersicht

  • Eine Initiative entsteht
  • Die Problematik verstärkt sich
  • Wie die „Kontaktgruppe“ arbeitet
  • Die Tatsachen sprechen für sich
  • Steter Tropfen höhlt den Stein

Eine Initiative entsteht

Die Initiative ist aus der Not entstanden. Das Wetter wird besser und immer mehr Flüchtlinge machen sich auf den Weg in ein ungewisses Ende. Sie nehmen selbst den Tod in Kauf.

Die Problematik ist nicht zu bewältigen und Lösungen in weiter Ferne. Doch eine Idee ist bei der Krise der Migration entstanden: europäische und nordafrikanische Länder wollen Flüchtlinge an der illegalen Überfahrt nach Europa hindern, mit einer ständigen „Kontaktgruppe“.

Die Problematik verstärkt sich

Seit Jahresbeginn sind bereits 520 tote Migranten zu bedauern – Tendenz stark steigend. Das Gute Wetter lässt viele Flüchtlinge starten, von denen immer mehr den Tod finden. Mit der gegründeten „Kontaktgruppe“ will Europa nun die Flüchtlinge fernhalten. Grundgedanke ist aus einem Gegeneinander in Miteinander zu formen. Gemeinsamkeit stärkt und das will die „Kontaktgruppe“ zwischen Europa und Nordafrika erreichen.

Wie die Kontaktgruppe arbeitet

Die Innenminister verschiedenen Länder haben die „Kontaktgruppe“ ins Leben gerufen. Mit bei dieser Initiative sind unter anderem die Innenminister aus Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich, Malta und Slowenien, sowie Vertreter aus Tunesien und Libyen. Sie alle gründeten die ständige „Kontaktgruppe“.

Grundgedanke ist es, regelmäßige Treffen zu vereinbaren, bei denen zentrale Punkte bei der Flüchtlingsproblematik bekämpft werden sollen. Dazu gehören beispielsweise die Stärkung der Küstenwache und des Grenzschutzes in Libyen.

Gleichzeitig sollen die Ursachen bekämpft werden, die für die Flucht aus afrikanischen Ländern federführend sind, um Flüchtlinge besser zu schützen.

Die Tatsachen sprechen für sich

Dieses Jahr verzeichnet Italien bereits die Ankunft von bereits rund 16.000 geflohenen Menschen. Der von der deutsch-französisch-italienischen Initiative SOS Mediterranee eingesetzte Seenotretter, hat bisher schon 1.000 Menschen auf offenem Meer das Leben gerettet.

Unter ihnen befanden sich allein 200 Kinder und Jugendliche auf den Booten, wie eine Webseite die Situation beschrieb.

Innerhalb von 24 Stunden wurden allein aus dem Mittelmeer vor der libyschen Küste mehr als 3.000 Geflohene gerettet und in der Ostägäis und auf den griechischen Inseln sind in der jüngsten Vergangenheit außergewöhnlich viele Flüchtlinge angekommen.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Auch wenn die gegründete „Kontaktgruppe“ nicht die Lösung des Problems ist, so ist sie doch zumindest ein Ansatz, so die Ansicht des Innenministers aus Italien, Marco Minniti. Er stellt das gemeinsame Handeln in der Sache in den Vordergrund.

Jedenfalls hat die „Kontaktgruppe“ den Anfang gemacht und bekanntermaßen höhlt steter Tropfen den Stein.

Bildquelle: © kamasigns – Fotolia.com

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