Gesundheit am

Dass die richtige Ernährung vorbeugende Wirkung gegenüber der Tumorbildung und damit verbunden eine Senkung des allgemeinen Krebsrisikos haben kann, ist hinlänglich bekannt. Nun forschen Mediziner vermehrt in Richtung des Fastens und seine positive Wirkung auf Krebspatienten. Die Frage: Welchen Einfluss hat eine zeitlich begrenzte ausbleibende Nahrungsaufnahme auf das Tumorwachstum?

Wenn wir Essen zu uns nehmen, schüttet unser Körper das Hormon Insulin aus. Dies hat zur Folge, dass körpereigene Zellen die im Blut befindliche Glukose aufnehmen. So wird der Abbau des Blutzuckers reguliert und gewährleistet. Doch auch Krebszellen zehren von Glukose und erhalten so die Energie, zu wachsen. Essen nährt also den Krebs.

Fasten hält den Insulinspiegel niedrig

Eine konstante Erhöhung des anabolsten (aufbauend) Hormons in unserem Körper, macht uns auf Dauer resistent gegen dessen Wirkung. Verzichtet man jedoch über einen verlängerten Zeitraum auf Essen, so bleibt der Insulinspiegel im Körper auf einem niedrigen Niveau. Dies hat zur Folge, dass sich unsere Sensibilität für das Hormon normalisiert – wir reagieren verstärkt auf dessen Ausschüttung.

Was hat dies nun mit der Behandlung von Krebs zu tun? Die Theorie dahinter: Mithilfe unterbrochenen Fastens wird versucht, dem Tumor die Glukose zu verwehren, um dessen Weiterbildung zu hemmen. Forscher sind sich bezüglich bisher jedoch noch nicht einig.

Chemotherapie wird positiv beeinflusst

Was hingegen als erwiesen gilt, ist, dass sich die restriktive Nahrungsaufnahme unterstützend auf in chemotherapeutischer Behandlung befindliche Patienten auswirkt. Verzichteten diese deutlich vor der Therapie auf Essen, so wurde eine Verstärkung der Wirkung der Chemo auf die kranken Zellen sowie eine Verbesserung der Bildung neuer gesunder Zellen festgestellt.

Fasten also das Wundermittel gegen Krebs?

Die Forschung bezüglich des Einflusses einer intervallisierten Kalorienrestriktion auf Krebsprävention und -bildung liefert jedoch noch längst keine eindeutige Beweislage. Inwiefern und in welchem Ausmaß uns Fasten also diesbezüglich helfen kann, ist erst in kleinen Ansätzen deutlich geworden. Der Anfang dieses vielversprechenden Zweiges ist dennoch gemacht und lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Beitragsbildquelle: © designelements – Fotolia.com

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