Flüchtlinge in Griechenland Extra-Prämie für abgelehnte Asylbewerber
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Der Ansturm der Asylanträge ist kaum zu bewältigen und Griechenland versucht mit dem Problem irgendwie klar zu kommen. Damit künftig die hohe Zahl der Asylanträge noch zu schaffen ist, will Griechenland mit einer Extra-Prämie die Angelegenheit irgendwie in den Griff zu bekommen.

Übersicht

  • Der Plan
  • Die derzeitige Lage in Griechenland
  • Die Idee der Extra-Prämie
  • Besondere Kosten, die aufgewendet werden
  • Wie sollen die Flüchtlinge die Extra-Prämie erhalten
  • Kritik an der Extra-Prämie

Der Plan

Der Plan, den hohen Zahlen an Asylanträgen Herr zu werden, sieht vor, den Flüchtlingen in Griechenland eine Extra-Prämie zu bieten. Mit diesem finanziellen Anreiz soll den Geflohenen eine Möglichkeit geschaffen werden, wieder in ihre Ursprungsländer zurückzukehren.

Die derzeitige Lage in Griechenland

In Griechenland befinden sich zur Zeit rund 8.600 Menschen in den Lagern. Die Lager sind überfüllt. Auf den Inseln Lesbos , Leros, Samos, Chios und Kos werden künftig die Migranten mit der Idee konfrontiert, sich die Rückkehr in das Heimatland zu überlegen. Anreiz für diesen Vorschlag schafft eine Extra-Prämie.

Mit dieser Option sollen Griechenlands zähe Asylverfahren entlastet werden. Die Zahl der Asylanträge hat sich gegenüber dem Vorjahr immerhin vervierfacht und liegt inzwischen bei fast 50.000 Asylanträgen.

Die Idee der Extra-Prämie

Die Extra-Prämie wird als sogenannter Bonus eingesetzt. Sie solle den Flüchtlingen die Rückkehr in die Heimat erleichtern. Sie wird zusätzlich zu der bisher geltenden finanziellen Hilfe gezahlt. Mit dem bereits geltenden Betrag von 500 Euro und der Extra-Prämie von 500 Euro, verfügen rückkehrwillige Geflohene über eine Starthilfe von 1000 Euro, die ihnen die Finanzierung der grundlegenden Bedürfnisse erleichtern soll.

Die EU-Kommission ist maßgeblich an dem Plan beteiligt. Sie übernimmt dreiviertel der Kosten für den Rückkehrbonus.

Besondere Kosten, die aufgewendet werden

Frauen, Kinder, Senioren und Behinderte gelten als besonders schutzbedürftige Personen. Befinden Sie sich in den Lagern der Hot-Spots, die oben aufgeführt sind, werden sie mit 1.500 Euro auf ihrer Rückkehr bezuschusst. Diese Unterstützung wird aber in Sachleistungen und nicht in bar ausgegeben.

Wie sollen die Flüchtlinge die Extra-Prämie erhalten

Die geplante Hilfe der Extra-Prämie können16.000 der Flüchtlinge in Anspruch nehmen. Für 5.000 Geflohene ist der Zuschuss bisher schon geplant.

Diesen Plan wurde von der Internationalen Migrationsorganisation zusammen mit der Regierung Griechenlands vorgestellt.

Nach Angaben der Organisation wird der Bonus für die Rückkehr auch erst am Tag der Rückreise am Flughafen ausgezahlt.

Kritik an der Extra-Prämie

Der Plan, die Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr in die Heimatländer mit einer Extra-Prämie zu unterstützen stößt bei vielen auf massive Empörung. Anwälte von Menschrechtsorganisationen sind entsetzt. Sie finden es unfassbar, dass eine Organisation, wie die IOM, die sich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzt, diesen Plan unterstützt.

Ebenso abstrus verhält sich ihrer Meinung nach auch die Regierung Griechenlands, die bereit ist die Extra-Prämie mit zu finanzieren, statt sich gegen derartige Pläne zu positionieren.

Bildquelle: © khaligo – Fotolia.com

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