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Angebote und Dienstleistungen anpreisen – dazu nutzen Werbetreibende auch im digitalen Zeitalter gerne Flyer. Die bunt bedruckten Handzettel zu verteilen, ist vom Schüler bis zum Rentner für viele ein begehrter Nebenjob. So können auch Sie sich ein Taschengeld quasi „im Vorbeigehen“ verdienen!

Online-Werbung, TV-Spots, Radioreklame – alles schön und gut, aber für manche Unternehmen ist es wichtig, ihr Angebot im wahrsten Sinne des Wortes „unter die Leute zu bringen“, und zwar da, wo die Zielgruppe sich tummelt oder zu Hause ist. Sie geben den Druck von Flyern in Auftrag und veranlassen die Verteilung der Handzettel.

Diese werden entweder als Haushaltswerbung in einem definierten Gebiet in die Briefkästen geworfen oder aber auf der Straße von Hand zu Hand verteilt. So erfahren die Anwohner von der Happy Hour in der neuen Cocktailbar oder dem Ausverkauf des Möbelgeschäfts um die Ecke – und die Unternehmen steigern ihren Umsatz.

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Flyer verteilen: ideal für Büromuffel

Stundenlang am Schreibtisch sitzen oder Regale einräumen ist nicht Ihr Ding – dann sind Sie mit einem Nebenjob im Freien grundsätzlich gut beraten. Wer sich gerne an der frischen Luft bewegt und sich auch von langen Wegen nicht abgeschreckt fühlt, findet im Flyerverteilen eine ideale Nebentätigkeit. Auch Frühaufsteher sind im Vorteil – häufig beginnt der Job bereits in den Morgenstunden.

Regen, Wind und Kälte dürfen die Motivation nicht schmälern, denn der Job muss schließlich bei jeglichen Wetterkapriolen erledigt werden. Dafür wartet er im Idealfall gleich vor der eigenen Haustür: Eine gute Idee ist es, nach Möglichkeit den eigenen Bezirk als Verteilgebiet zu wählen.

Viele Agenturen bieten bereits in der Stellenausschreibung an, den Einsatzort auf den individuellen Wohnort der Bewerber zuzuschneiden. Ansonsten lohnt sich das Nachfragen! So halten sich die Anfahrt und der Zeitaufwand in Grenzen – und man muss sich nicht erst neu orientieren, sondern kennt die Gegend wie seine Westentasche.

Zuverlässigkeit ist wichtig

Die wichtigsten Voraussetzungen, um diesen beliebten Nebenjob ausüben zu können: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und körperliche Fitness. Denn die Flyer müssen zügig im jeweiligen Gebiet verteilt werden – natürlich unter Beachtung der Werbe- und Zustellverbote.

Wer sich heimlich der Flyer entledigt und sich leicht verdientes Geld erschummeln will, ist jedoch auf dem Holzweg: Die Auftraggeber haben Erfahrung mit schwarzen Schafen und kontrollieren die erfolgreiche Verteilung – bzw. werden von Kunden informiert, die vergeblich auf den Flyer mit den Angeboten gewartet haben. Die Unternehmen hinter den Aufträgen sind meist große überregionale Handelskonzerne, Stadtverwaltungen, Banken oder lokale Händler.

Voraussetzungen und Verdienstmöglichkeiten

Das gesetzliche  Mindestalter liegt bei 13 Jahren, viele Agenturen wünschen sich aber ein Mindestalter von 14 oder 15 Jahren. Als Schüler ist der Umfang der Tätigkeit jedoch beschränkt: Höchstens zwei Stunden täglich sind erlaubt – jedoch weder vor dem Unterricht noch nach 18 Uhr.

Wer unter 18 Jahren alt ist, benötigt zudem die schriftliche Einverständnis von den Erziehungsberechtigten. Nicht-EU-Bürger müssen dem Arbeitgeber in der Regel eine Kopie des unbefristeten Aufenthaltstitels oder die Kopie der Arbeitserlaubnis vorlegen. Häufig wird der Job nach der Stückzahl verteilter Flyer bezahlt.

Die Spanne ist hier recht groß: Zwischen ein und zwei Cent bis zu sechs Cent pro Flyer sind möglich. Schnelligkeit zählt, um bei diesen Bedingungen auf einen attraktiven Stundenlohn zu kommen. Es ist aber durchaus möglich, hier mit einem guten Taschengeld nach Hause zu gehen.

Tipps für die Direktverteilung

Wer für die direkte Verteilung von Flyer zum Beispiel in Fußgängerzonen, Einkaufszentren, Freizeiteinrichtungen oder auf Veranstaltungen im Einsatz ist, hat mehr Erfolg, wenn er einige Tipps beachtet. Positionieren Sie sich zum Beispiel geschickt an einem Ort, an dem Sie niemanden blockieren, aber dennoch vielen Menschen einen Flyer überreichen können. Zum Beispiel in der Nähe eines Ein- und Ausgangs, aber nicht direkt davor.

Die Körperhaltung und die Mimik sollten Selbstbewusstsein, Offenheit und Motivation ausstrahlen. Kurz bevor eine Person an Ihnen vorbeikommt, lächeln Sie diese an, um Kontakt aufzunehmen und die Bereitschaft für die Annahme eines Flyers einzuschätzen. Menschen, die in Eile sind oder bereits abwinken, werfen den Zettel womöglich in den nächsten Papierkorb – wenn Sie also die Wahl zwischen zwei Passanten haben, sollten Sie sich auf den weniger gestressten konzentrieren.

Aktiv Interesse wecken

Im nächsten Moment geht es darum, Neugierde und Interesse beim Passanten zu wecken. Das funktioniert am besten über eine Aussage. Je nach Flyerinhalt könnte diese lauten: „Ein Gratisangebot für Sie“, „Eine besondere Empfehlung“ oder „Hiermit können Sie Geld sparen!“ bzw. „Diese Pizza sollten Sie nicht verpassen.“ Eine Frage wie „Darf ich Ihnen diesen Flyer mitgeben?“ wirkt hingegen häufig kontraproduktiv – allein deshalb, weil die Antwortmöglichkeit „nein“ gleich mitgeliefert wird.

Menschen interessieren sich nicht für Flyer, sondern für exklusive Angebote oder Sparpotenziale – was Sie dem Passanten gerade anbieten, sollten Sie ihm daher nicht vorenthalten. Wer die richtigen Worte findet und beim Flyerverteilen ein interessiertes Nicken oder sogar eine freundliche Rückfrage erntet, ist mit viel mehr Spaß bei der Sache.

Wie und wo bewerben?

Häufig finden sich Jobangebote in lokalen Kleinanzeigen oder sogar am schwarzen Brett im Einkaufszentrum. Aber auch im Internet schreiben viele Agenturen für Direktwerbung, Marketing, Werbung und Vertrieb Stellenangebote als Flyerverteiler aus. In jedem Fall sollten Sie das Anforderungsprofil beachten.

Häufig werden feste Verteiltage gewünscht, an denen die Flyerverteiler tätig werden sollen. Der Vorteil: Eine langfristige Aufgabe verspricht regelmäßiges, gut planbares Einkommen. Andere Angebote sind auf eine gewissen Zeit beschränkt und können flexibler ausgeführt werden. Wer schnell etwas dazuverdienen möchte, kann sich also auch projektweise als Flyerverteiler tätig werden. Vielfach ist die Bewerbung hier ganz unkompliziert über ein Kontaktformular oder per Mail möglich.

Bildquelle: © zuchero – Fotolia.com

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