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Der GEZ-Bargeld-Trick war (fast) perfekt: Durch den Antrag auf eine Barzahlung der GEZ-Gebühren haben Viele für lange Zeit keine Post mehr von der Gebühreneinzugszentrale erhalten – doch nun scheint Schluss mit lustig zu sein. Die GEZ meldet sich zu Wort!

Übersicht:

  • Der GEZ-Bargeld-Trick in Kurzfassung: Was war passiert?
  • GEZ meldet sich zu Wort!
  • Warum bekommt der Journalist plötzlich doch eine Antwort?
  • Wie geht es nun weiter im Bargeld-Experiment?
  • Soll das Bargeld endgültig abgeschafft werden?
  • Fazit

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Der GEZ-Bargeld-Trick in Kurzfassung: Was war passiert?

Norbert Häring hat mit seinem GEZ-Bargeld-Trick für deutschlandweites Aufsehen gesorgt. Mit einem ausgeklügelten Schreiben hat er das geschafft, was andere seit Jahren vergebens versuchen.

Seit der Einführung der Zwangsabführung der GEZ-Gebühren scheint für viele Schluss mit lustig zu sein. Sie versuchen sich vergebens von der GEZ-Gebühr zu befreien – doch alle Versuche waren bisher vergebens.

Nun schien es neulich allerdings, als habe ein Journalist die Lösung für das Problem gefunden.

Norbert Häring, Redakteur des Handelsblatts, ist der neue Held der Nation geworden, zumindest was die GEZ-Zwangsabgabe angeht.

Denn obwohl bisher alle Versuche, die lästige Abgabe zu verweigern gescheitert sind, hat der Redakteur eine äußerst charmante Methode gefunden, kein Geld mehr als die Organisation zahlen zu müssen. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen:

Einfach und genial: GEZ wollte kein Bargeld annehmen

Norbert Häring hat die GEZ mit einem intelligenten Trick überlistet: Als erstes kündigte er der GEZ die Einzugsermächtigung.

Dadurch war sichergestellt, dass kein Geld von der GEZ mehr eingezogen werden konnte. Natürlich flatterten nun regelmäßig Zahlungsaufforderungen in den Briefkasten.

Doch der Redakteur konterte mit einem genialen Trick: In einem Schreiben bat er die GEZ, eine Stelle anzugeben, bei der er die fälligen Raten in Bar begleichen könnte.

Da er bereits ahnte, dass der GEZ dies nicht gefallen würde, verwies auf den einen Gesetzesparagraphen, der ihm genau diese Möglichkeit einräumte:

Das Gesetz besagt, dass Banknoten in Deutschland das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel seinen. Die Annahme von Bargeld dürfe also nicht ohne gesetzliche Grundlage verweigert werden.

Im Klartext bedeutet das, dass Bargeld ein in Deutschland erlaubtes Zahlungsmittel ist und die GEZ dieses natürlich auch annehmen müsste.

Zudem bat Norbert Häring die GEZ „um Angabe der gesetzlichen Grundlage“, falls diese ihm die Barzahlung verweigern würde.

Keine Rückmeldung von der GEZ

Die Gebühreneintreiber meldeten sich auf dieses Schreiben hin gar nicht mehr. Weder eine Stellungnahme, noch der Versuch, weitere Monatsbeiträge einzustreichen, folgten.

Das Ganze funktionierte natürlich nur, weil die GEZ eine bargeldlose Zahlung vorsieht und nicht darauf vorbereitet ist, Bargeld anzunehmen.

Stattdessen jede Menge mediale Aufmerksamkeit

Nur kurze Zeit später konnte man die Erfolgsgeschichte des Redakteurs in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften sowie im Internet auf zahlreichen Seiten sehen.

Norbert Häring hatte sich einen Namen gemacht – die GEZ hingegen bekam dadurch ein Problem, denn von nun an erhielt sie mehrere Schreiben von Beitragszahlern, die ebenfalls auf eine Barzahlung umstellen wollten.

Es schien ganz so, als hätte man endgültig einen legitimen Weg gefunden, wie man sich die 17,98 Euro pro Monat ganz einfach sparen könnte.

Doch die Euphorie über diesen Fortschritt sollte leider nicht lange dauern: Nur einige Wochen später meldete sich die GEZ nun doch zu Wort und macht die Freude vieler genervter Beitragszahler zunichte…

GEZ meldet sich zu Wort!

Durch die vielen Pressemeldungen schien die GEZ nun doch gewissermaßen gezwungen, zu reagieren. Sie meldete sich also doch noch bei Norbert Härling mit einem Schreiben, in der sie ihn aufforderte, die überfälligen Raten zu zahlen.

„Eine Barzahlung der Rundfunkbeiträge ist mit der Rechtslage nicht vereinbar.“

Gleichzeitig wurde eine Bargeldzahlung in anderen Bundesländern allerdings sogar akzeptiert!

Der Journalist und Wirtschaftsexperte Norbert Häring hat auf seinem Blog sowie im Handelsblatt einen neuen Beitrag veröffentlicht, in dem er schreibt, dass er nun eine Antwort der GEZ erhalten habe (heute übrigens: ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice).

In dieser Antwort auf sein damaliges Schreiben wird er aufgefordert, seine nicht gezahlten Rundfunkbeiträge zu begleichen. Da der Beitragsservice offiziell eine nicht rechtsfähige Verwaltungsgemeinschaft ist, hatte sich der Hessische Rundfunk bei Norbert Häring gemeldet.

Der Rundfunk vermerkte im Schreiben, dass eine Barzahlung der Beiträge mit der Rechtslage nicht vereinbar sei. Außerdem wurde Norbert Häring dazu aufgefordert, die ausbleibenden Beiträge ebenfalls zu zahlen – und zwar per Überweisung.

Warum bekommt der Journalist plötzlich eine Antwort?

Lange hatte sich der Beitragsservice nicht gemeldet. Dass nun ganz plötzlich doch eine Stellungnahme erfolgte, liegt wohl sehr wahrscheinlich an dem medialen Wirbel, den Norbert Härtling durch seine Veröffentlichungen des Bargeld-Experiments erreicht hatte.

Da es nach Bekanntwerden dieser Möglichkeit sicher nicht bei einem Einzelfall blieb, sondern nun viele Beitragszahler eine Barzahlung beantragten, musste die GEZ reagieren und konnten die Fragen dabei nicht weiter unter den Teppich kehren.

Wie geht es nun weiter im Bargeld-Experiment?

Die Antwort, die Norbert Häring erhielt, wirft nun leider noch mehr Fragen als Antworten auf. Auch ein Sat1-Reporter wollte das Bargeld-Experiment ausprobieren und machte hierzu den folgenden Test: Er rief bei RBB sowie beim WDR an und erkundigte sich, ob er die Rundfunkgebühr auch in bar zahlen könnte.

Die Antwort aus Berlin war ein klares „Ja“. Es scheint also, dass einige Sendeanstalten etwas anderes behaupten als der Hessische Rundfunk, der Norbert Häring dazu per Schreiben aufforderte, seine Beiträge zu überweisen und nicht etwa in bar zu bezahlen. Was ist nun richtig?

Können die Beiträge bei einigen Einrichtungen doch bar gezahlt werden, und bei anderen wiederum nicht? Norbert Häring vermutet etwas viel dramatischeres…

Soll das Bargeld endgültig abgeschafft werden?

Norbert Häring geht es in seinem Experiment allerdings auch noch um eine etwas andere Frage: Er fragt sich, ob möglicherweise zunehmend versucht werden soll, das Bargeld komplett abzuschaffen.

Seit Wochen ist in den Medien zu beobachten, dass eine regelrechte Kampagne zur Abschaffung von Bargeld startet. Doch die Frage wird Norbert Häring wohl erst in naher Zukunft beantworten können.

Eine aktuelle Stellungnahme von Norbert Häring zur GEZ lautet derzeit:

„Der Beitragsservice und die Rundfunkanstalten haben sich in Widersprüche heillos verstrickt. Ich sehe keine große Chance für sie, um die Einrichtung einer kostenfreien Barzahlungsmöglichkeit herumzukommen. Dazu müssen die Rundfunkanstalten allerdings ihre Satzungen ändern.“

 

Fazit

Auf Dauer wird der Bargeld-Trick wohl keine gute Lösung sein, um die Rundfunkbeiträge zu umgehen. Es wird vermutlich im Zuge der Klärung um diesen Fall eine Möglichkeit geschaffen werden, dass die Beiträge in Zukunft auch in bar eingetrieben werden können.

Sehr wahrscheinlich wird die GEZ dazu einige Einrichtungen schaffen, sodass die vielen Anträge auf eine Barzahlung der GEZ-Beiträge bewilligt werden können.

Für die vielen Gegner wäre dies natürlich eine Niederlage, da sie sich mit dem Bargeldtrick nur noch mehr Schwierigkeiten bei der Beitragszahlung bereiten würden. Mehr erfahren

Bildquelle: © Marco2811 – Fotolia.com

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