Heimarbeit am

Etwas Individuelles und Einzigartiges zu haben ist wieder sehr in Mode. Zum einen lässt sich erkennen, dass immer mehr Menschen die gleichen Klamotten tragen oder dieselben Dinge benutzen, zum anderen lässt sich das nicht vermeiden, wenn Produkte bei ganz normalen Händlern gekauft werden. Viele können aber weder Nähen, noch Stricken oder Häkeln und Basteln. Diejenigen, die über diese besonderen Talente verfügen und Spaß an der Arbeit haben, können ihre Werke jetzt einfach und schnell verkaufen und sich so ein ordentliches Nebeneinkommen sichern. Manche schaffen es sogar, ihr Hobby zum Beruf zu machen.

Wo kann ich meine Produkte anbieten?

Internet Plattformen

Der einfachste Weg seine Artikel zu verkaufen sind etablierte Plattformen, wie ebay oder DaWanda. Auf www.ebay.de kann jeder verkaufen, was er möchte, während DaWanda sich auf selbst erstellte Produkte spezialisiert hat. Auf www.dawanda.de suchen also alle nach selbst gemachten Dingen, weshalb diese Plattform sehr gut geeignet ist. Der Vorteil dieser Marktplätze ist, dass Sie über hohe Besucherzahlen verfügen.

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

 

Viele potenzielle Käufer sehen also Ihr Produkt. Ist dieses optisch sehr ansprechend, kann es schnell zu vielen Verkäufen kommen. Der Nachteil ist, dass Sie sich gegen eine Vielzahl anderer Produkte durchsetzen müssen. Hochwertige Produktfotos und gute Beschreibungen sind im Internet sehr wichtig. Schließlich sind sie die einzige Möglichkeit für den Kunden das Objekt zu betrachten. Wenn Sie weltweit verkaufen möchten, ist die Plattform www.etsy.com der richtige Anlaufpunkt. Beachten Sie aber die entsprechend höheren Versandkosten. In aller Regel gibt es auf diesen Plattformen Trends, welche Produkte besonders beliebt sind. Wenn Sie ein gutes Gespür dafür haben, können Sie sich flexibel anpassen.

Eigene Homepage

Die meisten interessieren sich dafür Handarbeiten herzustellen und möchten Ihre Zeit nicht damit verbringen, eine aufwendige Verkaufsseite zu programmieren. Es ist aber relativ einfach, mit wenigen Mausklicks einen eigenen Online-Shop zu erstellen. Anbieter wie www.1und1.de oder www.jimdo.de bieten einfache und preiswerte Baukasten-Websites an, die sehr professionell aussehen. Ein weiterer Vorteil ist der Support, der Ihnen auch bei rechtlichen Fragen weiterhelfen kann. Kostenlos und sehr beliebt sind die Dienste von wordpress unter http://wpde.org. Der Vorteil einer eigenen Homepage ist, dass Sie über eine originelle, eigene Verkaufsplattform verfügen.

Persönlicher Verkauf

Wenn Sie das Internet überfordert oder es Ihnen keinen Spaß macht Ihre Produkte online zu verkaufen, können Sie auch den klassischen Weg nutzen und Ihre Handarbeiten auf Märkten verkaufen. Generell ist der Flohmarkt eine gute Möglichkeit. In den Weihnachtsmonaten kann zusätzlich auf Weihnachtsmärkten verkauft werden. Berechnen Sie aber die Standmiete, Materialkosten und die Zeit, die Sie zum Verkaufen benötigen und überlegen Sie, ob sich das Vorhaben noch lohnt. Der persönliche Verkauf ist meistens nur zu empfehlen, wenn Sie dabei auch Spaß haben und es Ihnen nicht in erster Linie darum geht, Geld zu verdienen. Der Vorteil des Kundenkontaktes ist, dass Sie immer ein direktes Feedback zu Ihrem Angebot bekommen.

Verkauf durch Partner

Sie können Ihre Produkte auch bei verschiedenen Partnern in Ihrer Region anbieten. Fragen Sie gezielt in Ihrem Friseursalon, Ihrer Arztpraxis oder Ihrem Buchladen. Unabhängige kleine Geschäfte sind oft gern bereit Ihre selbst erstellten Artikel zum Verkauf anzubieten, wenn Sie bereit sind, einen Teil des Gewinns abzugeben. Der Vorteil ist, dass Sie nur so viel erstellen, wie Sie möchten und diese dann an die Läden weitergeben.

Verkauf an Verlage

Jedes Jahr erscheinen Handarbeitsbücher, in denen Autoren Ihre Techniken und Tricks an Andere weitergeben. Verlage suchen zum Teil nach Menschen, die gegen Bezahlung einzelne Objekte anfertigen und diese fotografieren. Diese Jobs sind allerdings sehr begehrt und es ist schwer, Aufträge zu bekommen. Generell kann es hilfreich sein, Kontakt zu Verlagen aufzunehmen und diesen eine Mitarbeit aktiv anzubieten.

Wie kann ich die Verkaufszahlen erhöhen?

Wenn Sie Ihre Produkte anbieten, aber niemand Sie kaufen möchte, dann muss das nicht an den Produkten liegen, sondern kann auch andere Gründe haben. In einem eigenen Onlineshop zum Beispiel müssen Sie selbstständig Werbung machen, da sonst niemand Ihren Shop kennt. Wenn Sie online-affin sind, können Sie auch eigene Marketing-Kampagnen über www.google.de/adwords und www.facebook.com starten oder Videos auf www.youtube.com hochladen. Natürlich bieten sich auch klassische Kampagnen an, wie zum Beispiel Flyer verteilen. Wenn Sie in Geschäften in Ihrer Umgebung verkaufen, versuchen Sie die Anzahl der Geschäfte zu vergrößern oder Fragen Sie nach, ob Ihr Produkt sichtbar platziert wurde. Auf Internet Plattformen, wie beispielsweise ebay oder DaWanda, ist es meist hilfreich, etwas Originelles anzubieten, dass von anderen Verkäufern nicht angeboten wird. Legen Sie außerdem Wert darauf, nur hochwertige Produkte zu verkaufen. Bei einer schlechten Qualität werden die Kunden schnell unzufrieden und bewerten Ihre Arbeit dementsprechend.

Was ist zu beachten?

Grundsätzlich ist es erst einmal wichtig, dass Sie nicht mehr Aufträge annehmen, als Sie bearbeiten können. Die Empfehlung lautet daher, eher weniger anzunehmen. Sie haben mit der Handarbeit begonnen, weil sie Ihnen Spaß macht. Wenn Ihnen die Aufträge über den Kopf wachsen, kann das schnell zu Frustration führen. Die meisten Kunden haben dafür Verständnis. Sie können darüber nachdenken bestimmte Teile vorfertigen zu lassen oder Freunde und Bekannte fragen, ob diese Ihnen helfen möchten. Geht es Ihnen aber in erster Linie um den Spaß am basteln, schrauben Sie Ihre Verkäufe herunter, wenn es Ihnen schwerfällt, die Nachfrage zu bedienen. Wenn ihre Einnahmen aber wachsen und es sich weniger um ein Hobby, sondern mehr um eine gewerbliche Tätigkeit handelt, dann prüfen Sie, ob es notwendig ist, ein Gewerbe anzumelden. Die Kosten dafür liegen zwischen 10 und 50 €, je nach Region. Informationen hierzu erhalten Sie beim zuständigen Gewerbeamt.

Bildquelle: © grthirteen – Fotolia.com

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