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Wer gerne praktisch arbeitet und dabei Geschick an den Tag legt, ist im Handwerk goldrichtig. Welcher Zweig besonders gutes Gehalt und spannende Perspektiven verspricht, erfahren Sie hier – lernen Sie Deutschlands Top 5 der handwerklichen Berufe kennen!

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1. Maurer: Einer der beliebtesten Männerberufe

Maurer schwingen nicht nur an der frischen Luft die Kelle, sondern verantworten, dass die Pläne von Architekten optimal umgesetzt werden. Die harte körperliche Arbeit als Maurer gilt als einer der bestbezahlten und damit auch zu den beliebtesten Tätigkeiten unter den Handwerksberufen – zumindest für Männer. Sie wird mit einem tariflichen Stundenlohn vergolten, der unter anderem nach Region, Berufserfahrung und Art der Tätigkeit geregelt und garantiert ist. Auch der Bauzuschlag, das 13. Monatsgehalt und Urlaubsgeld fließen aufs Maurerkonto. Während der dreijährigen dualen Ausbildung verdient ein Maurerlehrling bereits überdurchschnittlich gut – gegen Ausbildungsende sind hier 1000 Euro brutto möglich.

Ein guter Verdienst, der sich noch steigern lässt

Als ausgebildeter Maurer liegt der monatliche Verdienst durchschnittlich bei 2300 Euro brutto. Dieser lässt sich mit beruflichem Einsatz allerdings noch erhöhen: Wer zum Vorarbeiter, Werkpolier oder Maurermeister aufsteigt, hat Verdienstmöglichkeiten von monatlich bis zu 4000 Euro brutto. Nur Frauen haben das Nachsehen: Ihr durchschnittlicher Maurer-Verdienst liegt bei nur 1250 Euro.

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2. Mechatroniker/in: Die Zukunft lässt grüßen

Die Mechatronik-Branche boomt. Denn zukunftsträchtige Themen wie klimafreundliche Energieversorgung und Elektromobilität erfordern intelligente Systeme, wie sie Mechatroniker fertigen. Ihr interdisziplinäres Aufgabenfeld umfasst Maschinenbau, Informatik und Elektrotechnik. Wie der (Kunst-)Name schon sagt:  Ein Mechatroniker ist Mechaniker und Elektroniker in einer Person. Er liest Schaltpläne, stellt elektrische und elektronische Bauteile her, prüft Anlagen und wartet mechatronische Systeme.

Welche Branche darf es sein?

Die Ausbildung dauert mindestens drei Jahre und vermittelt zudem Wissen in der Metallbearbeitung, in der Steuerungstechnik, Pneumatik und Hydraulik. Mechatroniker arbeiten in verschiedenen Branchen: In Stahlindustrie und Handwerk, aber auch in der Elektroindustrie, KFZ-Branche oder Feinmechanik. Im dritten Ausbildungsjahr erhält ein Mechatroniker bis zu 920 Euro, im vierten 970 Euro brutto. Durchschnittlich verdient er im Berufsleben 2050 Euro. Das höchste Gehalt winkt im Fahrzeugbau und in der Telekommunikationsbranche sowie in großen Unternehmen: Hier können Mechatroniker einen Monatsbruttolohn von mehr als 4000 Euro verzeichnen.

3. Beton- und Stahlbetonbauer: Der Beruf für zackige Mitdenker

Beton- und Stahlbetonbauer arbeiten mit einem Baustoff, der sich als besonders stabil und wirtschaftlich bewährt hat. Bauen mit Beton ist modern – und somit ist dieser Beruf international gefragt. In diesem Beruf steht das Lesen von Bauplänen, Vermessungsarbeiten, die Betonherstellung und -verarbeitung auf dem Tagesplan.

Wer gerne komplexe Prozesse begleitet, ist hier richtig: Ein Beton- und Stahlbetonbauer fertigt nicht nur Konstruktionen für Betonteile und montiert diese, sondern stellt ganze Wände, Treppen und Platten her. Zudem saniert er schadhafte oder feuchte Betonwände. Dabei ist er nicht nur hauptsächlich an der frischen Luft, sondern häufig im Schichtbetrieb unterwegs.

Eine der bestbezahlten Ausbildungen

Die Ausbildung dauert drei Jahre, im dritten Lehrjahr ist laut BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) ein Verdienst von bis zu 1300 Euro brutto möglich. Damit zählt sie zu den bestbezahlten Ausbildungen. Über das Einstiegsgehalt entscheidet der Tarif, es schwankt zwischen 1800 und 2800 Euro brutto monatlich. Mit steigender Berufserfahrung und je nach Qualifikation wächst auch der Verdienst und liegt zum Beispiel beim Werkpolier bei bis zu 3200 Euro brutto.

4. Fliesen-/Platten- und Mosaikleger/in: Mathematik trifft Kunst

Der Name verrät schon, welche Aufgeben hinter dem Berufsbild des Fliesen-/Platten- und Mosaiklegers stecken: Hier werden Böden, Wände und Fassaden mit unterschiedlichen Materialien verkleidet, zum Beispiel mit Natur- oder Kunststein oder auch Glas und Keramik. Der Beruf ist vielfältig, denn neben Kommunikationsstärke im Kundenkontakt sind weitere spezielle Fertigkeiten gefragt. Ein Fliesen-/Platten- und Mosaikleger braucht ein künstlerisches Auge und Verständnis für die Farben- und Formenlehre sowie mathematisches Know-how für die Berechnungen, wenn es um das Verlegen von Fliesen oder Platten geht. Dabei ist Sorgfältigkeit entscheidend.

Mit anschließendem Studium bis zu 8000 Euro verdienen

Dieser Beruf zwingt einen einerseits wortwörtlich in die Knie, weil er häufig in Bodennähe ausgeübt wird, sorgt aber auf der anderen Seite für finanzielle Leichtigkeit: Schon im dritten Ausbildungsjahr kann ein Fliesen-/Platte- und Mosaikleger bis zu 1300 Euro brutto verdienen. Im Baugewerbe lässt sich ein Einstiegsgehalt von bis zu 2700 Euro erzielen, allerdings sind hier starke regionale Unterschiede zu verzeichnen. Weiterbildungen lassen das Gehalt in jedem Fall steigen: als Meister sind bis zu 4000 Euro brutto möglich, wer ein Studium des Bauingenieurwesens dranhängt, kann diesen Betrag noch verdoppeln.

4. Straßenbauer: ein einträgliches Pflaster

Wer als Straßenbauer arbeitet, ebnet sich mit Engagement und Zielstrebigkeit den Weg in eine rosige Zukunft. Denn das Gehalt liegt zum Ende der Ausbildung bereits bei 1300 Euro brutto und kann beim Berufseinstieg schon 2500 Euro brutto betragen. Da Straßenbauer auch nachts oder am Wochenende arbeiten müssen, um ruhige Verkehrszeiten zu nutzen, können sich die damit verbundenen Zuschläge auszahlen – ebenso wie Weiterbildungen und Spezialisierungen, etwa auf Erdbau.

Männertraum Baggerfahren

Baggern, planieren und pflastern stehen auf der Tagesordnung, um Straßen und Plätze im Auftrag von Bauunternehmern oder Bauämtern instandzusetzen oder neu anzulegen. Dabei ist körperliche Fitness und ein Führerschein gefragt, denn Straßenbauer setzen wortwörtlich viel in Bewegung. Dabei wird der Kindertraum vieler Männer, Bagger zu fahren, zur täglichen Realität.

5. Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer: Aktiver Umweltschutz

Wenn Gebäude neu errichtet oder aber saniert werden, sorgt der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer für Dämmschichten in Wänden, Decken und Fassaden – und dafür für aktiven Umweltschutz. Denn Dämmungen gewährleisten, dass so wenig Energie wie nötig verloren geht, dass Tauwasser oder Vereisungen auftreten oder dass Brände Schäden anrichten. Dafür fertigt der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer  aus Blechen und Kunststoffen Isolierverkleidungen, die er auch montiert. Diese können im Schallschutz auch die Akustik eines Raumes optimieren.

Das ideale Handwerkszeug, um das eigene Leben zu optimieren

Das Wissen um den Umweltschutz hilft nicht nur, das eigene Leben energieeffizient und damit kostengünstig zu gestalten (man denke nur an die Heizkosten): Es zahlt sich auch mit dem monatlichen Gehalt aus, und das von der Ausbildung an. Bis zu 1260 Euro brutto winken im ersten Lehrjahr, bis zu 3000 Euro mit Berufserfahrung. Wer dann noch in ein Studium als Bauingenieur investiert, kann bis zu 8200 Euro brutto im Monat verdienen.

Bildquelle: © Gina Sanders – Fotolia.com

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