ARBEITEN VON ZU HAUSE AUS – GEFAHREN

Es klingt verlockend: Statt im Supermarkt, der Metzgerei oder der Bar zu arbeiten, einfach von zu Hause aus Geld verdienen. Was auf den ersten Blick nach einer guten Idee klingt, kann durchaus Gefahren bergen.

Das Potential für eine gelungene Nebenbeschäftigung ist durchaus vorhanden: Man spart sich nicht nur Zeit und Stress, sondern kann sich auch flexibel seine Arbeit einteilen. Oft können auch Menschen, die auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Anstellung mehr finden oder die aufgrund von einer Behinderung oder einer Krankheit an die eigenen vier Wände gebunden sind, auf diesem Wege arbeiten. Doch häufig wird vor Anzeigen, die zu verlockend klingen, gewarnt. Egal ob in der Zeitung oder im Internet, immer wieder findet man Stellenangebote, die mit Monatseinkünften von mehreren Tausend Euro locken, auch ohne jeglichen Abschluss.

Auf was sollte man also achten, wenn man entsprechende Angebote entdeckt und sich darauf bewerben möchte? Der wichtigste Hinweis ist sicher: Realistisch bleiben. Wenn mehrere Tausend Euro Monatsverdienst versprochen werden, ist dies ist nicht nur schön, sondern auch häufig zu schön um wahr zu sein. Wenn es so einfach wäre, diese Summen von zu Hause aus zu verdienen, wäre der Anbieter in kurzer Zeit reich und könnte die Tätigkeiten auch selbst ausführen.

Eine weitere Gefahr, die lauert: Menschen, die verzweifelt nach einer Arbeit suchen, werden durch Anzeigen geködert und nach der ersten Kontaktaufnahme dazu gebracht, in Vorleistung zu treten. Dies bedeutet, dass sie einen Geldbetrag bezahlen, um beispielsweise Informationsmaterialien oder Testexemplare von Produkten zu erhalten. Dies alles mit dem Versprechen, dass sie in Zukunft damit Geld verdienen können. Eine weitere Regel lautet also: Nichts im Voraus bezahlen. Ein seriöser Arbeitgeber erwartet keine Geldzahlungen, bevor er jemanden einstellt.

Häufig wird als Kontakt auch eine Telefonnummer genannt, die kostenpflichtig ist. Hier gilt das gleiche: Wenn ein Unternehmer ernsthaft an neuen Mitarbeitern interessiert ist, wird er diese sicher nicht mit einer kostenpflichtigen Hotline abzocken.

Auch Seminare und Lehrgänge, die auf die spätere Tätigkeit vorbereiten sollen, werden im Laufe des Bewerbungsvorgangs empfohlen. Wenn diese kostenpflichtig sind, gilt das gleiche wie in allen anderen Fällen: Finger weg.

Grundsätzlich sollte man bei der Heimarbeit auch beachten, dass es sich häufig um selbständige Tätigkeiten handelt. Das heißt: Ein festes Monatsgehalt kann selten garantiert werden. Wenn die Auftragslage schlecht ist, wird auch kein Geld fließen. Anbieter, die dies versprechen, sind häufig nicht seriös. Denn Geschäftsleute wollen Geld verdienen, und keine Almosen verteilen. Daher sind feste Monatsgehälter im Bereich der Heimarbeit eher selten anzutreffen.

Man sollte sich jedoch nicht entmutigen lassen: Die Flexibilität von Heimarbeit kann durchaus Chancen bieten. Es gibt nicht nur schwarze Schafe auf dem Markt. Mit etwas Vorsicht und gesundem Menschenverstand kann man sich einen schönen Nebenverdienst von zu Hause aus sichern.

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