Horrorszenario Mann verbrennt sich in München in aller Öffentlichkeit
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München: In der Nacht zum Freitag übergoss sich ein Mann auf dem Marienplatz mit Benzin und setzte sich kurzerhand selbst in Brand. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, soll sich das Drama direkt vor dem Rathaus zugetragen haben.

Die Steinsäulen auf dem Marienplatz sind mit schwarzem Ruß bedeckt. Noch immer können die Einwohner nicht glauben, was sich hier vor Kurzem zugetragen hat. Ein 54-Jähriger übergoss sich selbst mit mehreren Litern Benzin und zündete sich anschließend an.

Passanten fanden den am Boden liegenden Mann. Sie waren zwar in der Lage, die Flammen zu löschen, doch als die Rettungskräfte eintrafen, war es für sie so gut wie unmöglich, noch etwas für den schwer verletzten Mann zu tun. Er verstarb etwa eine Stunde später in einer Spezialklinik in Folge seiner schlimmen Verbrennungen.

Die wesentlichen Hintergründe des grausamen Dramas blieben zunächst unklar. Wie die Ermittler mitteilten, soll der Mann mit seinem Auto auf den Platz in der Fußgängerzone gefahren sein.

Auf seinen Wagen hatte er mit einem Filzstift mehrere Parolen gekritzelt: „Nie wieder Krieg auf deutschem Boden“, lautete eine. Und eine andere: „Amri ist erst die Spitze des Eisberges“, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Anis Amri hatte den islamistischen Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember verübt, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen.

Dennoch geht die Polizei nicht von einem politischen Hintergrund der Selbstverbrennung aus. „Die Kollegen ermitteln in alle Richtungen“, erklärte die Sprecherin. Über das Motiv konnten die Ermittler noch keine Aussage treffen.

Bildquelle: © benekamp – Fotolia.com

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