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Auch, wenn die Finanzbranche immer wieder mit herber Kritik zu kämpfen hat – nicht zuletzt durch die globale Finanzkrise ab 2007– steht der Beruf des  Investmentbankers nach wie vor auf der Wunschliste vieler Hochschulabsolventen. Das ist nicht ganz abwegig, denn Gehälter und Karrieremöglichkeiten in der Branche sind nach wie vor sehr gut. Hier erfahren Sie alles über das Berufsbild Investmentbanker und wie Sie zu einem werden können.

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Übersicht

Das Berufsbild des Investmentbankers

Investmentbanker werden

  • Fachliche Voraussetzungen: Welche Ausbildung ist erforderlich?
  • Persönliche Eigenschaften: Zu wem passt der Beruf?
  • Ohne Studium Investmentbanker werden

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Die Verdienstmöglichkeiten

Das Berufsbild des Investmentbankers

Investmentbanker werden oft als Allrounder bezeichnet. Nicht zu unrecht, denn die Aufgaben eines Investmentbankers sind sehr vielfältig: Investmentbanker übernehmen u. a. die Vermögensverwaltung für ihre Kunden, fungieren als Fondsmanager, handeln mit Wertpapieren und unterstützen Unternehmen bei Kapitalaufnahmen, z. B. bei einem Börsengang.

Seit jeher investieren Privatpersonen, Unternehmen und Regierungen in die verschiedensten Finanzprodukte wie Aktien, Fonds oder Anleihen. Die Palette an Möglichkeiten ist groß und für viele oft unüberschaubar. Investmentbanker treten hier als Vermittler auf und helfen ihren Kunden dabei, ihr Geld intelligent zu investieren. Das Ziel: Eine möglichst hohe Rendite.

Investmentbanker werden

Der Beruf des Investmentbankers war bis zur Finanzkrise extrem beliebt. Anspruchsvolles Arbeiten, Traumgehälter, Bonuszahlungen, sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten und viele weitere Faktoren machten das Berufsziel attraktiv. Zwar hat der Ruf im Zuge der Finanzkrise gelitten, doch auch heute noch sind Investmentbanken interessante Arbeitgeber und dementsprechend kämpfen viele Bewerber um die begehrten Stellen.

Bei der Suche nach einer Anstellung ist man also immer noch einer von vielen. Deswegen sind die Anforderungen an Investmentbanker sehr hoch – sowohl auf fachlicher als auf persönlicher Ebene.

Wenn Sie vorhaben, Investmentbanker zu werden, sollten Sie im Idealfall Folgendes vorweisen können:

  • Sehr guter Schulabschluss
  • Überdurchschnittlicher Studienabschluss
  • Sehr gute Englischkenntnisse
  • Praktika in relevanten Bereichen
  • Auslandserfahrung
  • Engagement und soziale Kompetenz

Seinen Weg zum Investmentbanker ebnet man also bestenfalls bereits während der Schulzeit. Nicht nur die Auswahl der Kurse ist entscheidend, auch die anschließende Universitäts- und Studienwahl, Praktika und Networking sind wichtige Pfeiler für die zukünftige berufliche Laufbahn.

Fachliche Voraussetzungen: Welche Ausbildung ist erforderlich?

Der Weg zum Investmentbanker beginnt bestenfalls in der Schule. Wer bereits hier absehen kann, dass er in dieser Branche arbeiten möchte, sollte auf eine sehr gute Abiturnote hinarbeiten und außerschulisches Engagement zeigen. Erste Auslandserfahrungen im Rahmen eines Schüleraustausches sind empfehlenswert.

Im Anschluss absolviert man idealerweise ein wirtschaftliches Studium. Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftswissen, International Business u. a. Studiengänge bieten sich hier sehr gut an. Doch auch Mathematiker oder Ingenieure haben gute Chancen auf eine Anstellung bei einer Investmentbank. Die Annahme: Wer sich in quantitativen Wissenschaften wohlfühlt, kann analytisch denken und wird Finanzen leicht verstehen können.

Nicht zuletzt ist die Wahl der Universität ist wichtig. Achten Sie hier auf das Ranking und Ansehen der Hochschule.

Während des Studiums ist die Auswahl der Hauptfächer von großer Bedeutung. Vor allem dann, wenn kein wirtschaftliches Studium absolviert wird. Studenten sollten hier Schwerpunkte auf Bankbetriebslehre und Finanzierung legen. Des Weiteren sind Kenntnisse in den Bereichen Accounting, Unternehmensbewertung und M&A (Mergers & Acquisitions = Fusionen und Übernahmen) empfehlenswert.

Begleitend zum Studium sollten bereits erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern geknüpft werden. Praktika in diesem Bereich sind ein absolutes Muss. Auch Auslandssemester oder -aufenthalte sind von großem Vorteil. Bestenfalls in einer der Finanzmetropolen wie Frankfurt, London oder New York.

Ohne Studium Investmentbanker werden

Auch, wenn die fachlichen Anforderungen potenzieller Arbeitgeber sehr hoch sind, so muss ein Studium nicht immer der einzige Türöffner zur Investmentbranche sein. Das Berufsziel Investmentbanker können Sie auch erreichen, wenn Sie eine Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau erfolgreich abgeschlossen haben.

Traineestellen in Investmentabteilungen großer Banken eignen sich als ein gutes Sprungbrett, um die Grundlagen zu lernen und später als Investmentanker tätig zu sein. Auch eine berufsbegleitende Basis-Ausbildung beim Berufsverband der Investment Professionals (DVFA) kann absolviert werden, ist jedoch mit hohen Kosten verbunden.

Persönliche Eigenschaften: Zu wem passt der Beruf?

Investmentbanker müssen eine hohe soziale Kompetenz aufweisen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit pflegen sie langjährige Kundenbeziehungen, die auf Vertrauen und Respekt beruhen. Beides müssen Sie sich verschaffen können. Zum einen natürlich durch fachliches Know-how, zum anderen durch soziale Kompetenz. Einzelgänger werden in der Branche nicht überleben. Kommunikationsstarke Teamplayer sind gefragt.

Des Weiteren zeichnen sich Investmentbanker typischerweise dadurch aus, dass sie ehrgeizig und risikofreudig sind, den direkten Wettbewerb nicht scheuen und einen hohen Arbeitseinsatz zeigen. In der Investmentbranche wird hart gekämpft. Durchsetzungsvermögen, Selbstbewusstsein, ein souveränes Auftreten und Stressresistenz sind unabdingbar. Auch Zahlenaffinität und analytisches Denkvermögen zählen zu den Grundvoraussetzungen eines Investmentbankers.

Der persönliche Werdegang sollte widerspiegeln, dass man das „Zeug“ zum Investmentbanker hat. Auslandsaufenthalte zum Beispiel unterstreichen Eigenschaften wie Ehrgeiz, Neugierde oder Risikobereitschaft. Zudem können bessere Sprachkenntnisse erlangt werden. Das ist wichtig, denn Englisch steht in der Branche an der Tagesordnung.

Die Verdienstmöglichkeiten

Die Anforderungen an Investmentbanker sind hoch. Ein hohes Engagement – auch in Form von Überstunden – wird erwartet. 60- bis 80-Stunden-Wochen sind eher die Regel als die Ausnahme. Man muss diesen Job wollen, um diesen Gegebenheiten souverän zu begegnen.

Der Arbeitseinsatz wird jedoch entsprechend belohnt, vor allem wenn man im Ausland tätig ist. Dass Investmentbanker gut  verdienen, ist bekannt. Berufseinsteiger können abhängig vom Arbeitgeber, Anforderungen und Qualifikation mit Jahresgehältern von 40.000 Euro bis 75.000 Euro rechnen. Die Aufstiegsmöglichkeiten sind gut. Und mit ihnen die Gehaltsstufen. Mit der entsprechenden Berufserfahrung sind schnell sechsstellige Beträge erreicht. Je nach Erfahrung, Tätigkeit und Position sind auch Millionen-Gehälter in der Branche möglich.

Bildquelle: © benjaminnolte – Fotolia.com

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