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Als Lehrling bekommen viele kaum mehr als ein Taschengeld und dabei haben sie praktisch die gleichen Ausgaben wie jemand, der seinen Berufsabschluss bereits in der Tasche hat. Wer wegen der Miete oder den Kosten für ein Auto für die Fahrt zum Ausbildungsplatz knapp bei Kasse ist, kann mithilfe einiger Anträge sein monatliches Budget anheben.

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Zuschuss von der Bundesagentur für Arbeit

Wenn ein Azubi unbedingt eine eigene Wohnung braucht, weil sein Ausbildungsplatz in einem anderem Ort liegt als sein bisheriges Zuhause, kann er bei der Bundesagentur für Arbeit einen Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe stellen. Für den Antrag benötigt der Auszubildende einen gültigen Mietvertrag, einen Einkommensnachweis seiner Eltern oder seines Lebenspartners und den Ausbildungsvertrag. Danach wird ermittelt, ob und in welcher Höhe ein Zuschuss gezahlt wird.

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Dauer der BAB

Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) wird für die gesamte Dauer der Ausbildung gezahlt und muss nach der Ausbildung nicht wieder erstattet werden. Allerdings gilt der Antrag nicht rückwirkend, sondern immer nur von dem Monat seiner Beantragung an. Sollte der Auszubildende aus einem Grund die Berufsausbildung abbrechen, entfällt die BAB, es sei denn, er hat die Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen unterbrochen. Wenn der Azubi aus bestimmten Gründen seinen Ausbildungsplatz wechselt, muss dieser Wechsel ebenfalls der Bundesagentur für Arbeit mitgeteilt werden, damit der BAB bestehen bleibt.

Kindergeld

Der Staat zahlt für ein Kind bis maximal zum 24. Lebensjahr ein Kindergeld und dieses Kindergeld steht allein dem Kind zu, weshalb die Eltern keinen Anspruch darauf haben. Wenn also ein Lehrling in eine eigene Wohnung zieht, steht ihm auch das Kindergeld zu, was der Staat bisher an seine Eltern ausgezahlt hat. Sollten Eltern das Kindergeld nicht freiwillig abgeben, kann ein Azubi einen Antrag auf Direktauszahlung bei der Familienkasse stellen, damit ihm das Kindergeld direkt statt seiner Eltern ausgehändigt wird.

Wohngeld

Unter gewissen Umständen kann einem Auszubildenden auch noch Wohngeld zustehen, was ebenfalls bei der entsprechenden Behörde beantragt werden muss. Allerdings besteht nur eine Chance auf die Gewährung von Wohngeld, wenn die Zahlungen der Ausbildungsvergütung und der BAB nicht ausreichen. Dieser Fall entsteht jedoch in Grunde nur, wenn der oder die Auszubildende ein Kind zu versorgen und daher einen erhöhten Bedarf hat. Trotzdem sollte im Zweifelsfall immer ein Antrag gestellt werden, denn auch ein geringer Zuschuss kann manchmal hilfreich sein und Wohngeld muss nicht zurückgezahlt werden.

Bafög

Ein Antrag auf Bafög macht für einen normalen Auszubildenden oder einen Schüler kaum Sinn, da er nur gewährt wird, wenn der Auszubildende auf einer Berufsfachschule lernt. In diesen Fällen kann der Azubi einen Antrag auf Bafög stellen, wobei er diese Hilfsgelder nach Beendigung der Ausbildung nicht zurückzahlen muss. Die Ausbildung kann in den kaufmännischen, hauswirtschaftlichen, sozialpflegerischen, künstlerischen oder handwerklichen Berufen erfolgen, damit der Auszubildende eine Chance auf die Annahme seines Antrags hat.

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