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IT-Sicherheit und Datenschutz waren noch nie so präsent wie heute. Mit dem Fortschritt der digitalen Welt sind nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Gefahren gestiegen, dass sensible Daten in falsche Hände geraten können.

Hackerangriffe gehören heute zum traurigen Alltag und zeigen, dass sogar vermeintlich hoch sichere IT-Systeme versagen können. Die Rolle der IT-Sicherheitsexperten wird also immer wichtiger. Und die Nachfrage nach ihnen steigt. Wer einen Job in der IT-Landschaft anstrebt, sollte die Tätigkeit als IT-Sicherheitsexperte daher auch in Erwägung ziehen.

Wir haben den Beruf genauer unter die Lupe genommen und Informationen rund um das Berufsbild, das Studium und das Gehalt von IT-Sicherheitsexperten zusammengefasst.

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Übersicht:

  • Was genau macht ein IT-Sicherheitsexperte?
  • Wo arbeiten IT-Sicherheitsexperten?
  • Studium der IT-Sicherheit
  • Grundständiges Studium IT-Sicherheit
  • Weiterführendes Studium IT-Sicherheit
  • IT-Sicherheitsexperte ohne Studium?
  • Gehalt von IT-Sicherheitsexperten

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Was genau macht ein IT-Sicherheitsexperte

Kurz gesagt: IT-Sicherheitsexperten sind für die Informationssicherheit und den Datenschutz verantwortlich. Dazu schreiben sie individuelle Programme zum Schutz von Daten. Um Systeme vor Angriffen aus dem Netz zu schützen, verbessern IT-Experten die Sicherheit der Systeme ständig weiter.

Zu den klassischen Aufgaben eines IT-Sicherheitsexperten gehört das Programmieren von Software für sichere IT-Systeme oder die Entwicklung kryptographischer Verfahren zur Ver- und Entschlüsselung von Informationen.

Als IT-Sicherheitsexperte entwirft man die Sicherheitsarchitektur und implementiert Software etwa unter der Berücksichtigung der Sicherheitsstandards nach ISO 27001.

Zu den zentralen Aufgaben gehören auch die Entwicklung und Durchführung von Sicherheitsscans und deren Auswertung.

Das Arbeitsgebiet von IT-Sicherheitsexperten ist sehr schnelllebig. Was heute noch funktioniert, kann morgen schon veraltet und verbesserungswürdig sein. Ein sehr gutes Gespür für Lücken im System und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen ist eine wichtige Voraussetzung, um langfristig in dem Beruf Erfolg zu haben.

Wo arbeiten IT-Sicherheitsexperten?

IT-Sicherheit ist heute wichtiger denn je. Unternehmen haben das erkannt und das Budget für IT-Sicherheit wird jährlich erhöht. So steigt nicht nur die Nachfrage nach IT-Sicherheitsexperten, es ergeben sich auch viele Einsatzmöglichkeiten.

Eine Möglichkeit ist die Tätigkeit als Datenschutzbeauftragter. Denn sensible Daten dürfen nicht ohne Einwilligung an Dritte weitergegeben, Kundeninformation nicht ohne Einwilligung gespeichert werden. Diese Richtlinien sind ab einer gewissen Unternehmensgröße nur durch einen Datenschutzbeauftragten gewährleistet. Als solcher findet man Einsatzfelder in der Industrie und Wirtschaft.

Auch die Arbeit bei Bundesbehörden oder als freiberufliche Sicherheitsberater ist möglich. Zudem ist das Fachwissen von IT-Sicherheitsexperten bei der Verfolgung, Beweissicherung und Aufklärung von Computerkriminalität gefragt.

Des Weiteren können IT-Sicherheitsexperten in der System- und Sicherheitsadministration bei allen Formen von Online-Diensten und bei der Realisierung von Online-Mediensystemen tätig werden oder bei der Planung von Langzeitarchiven mitwirken.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es in der IT-Sicherheit zwei Berufsmöglichkeiten gibt:

  • 1. Informationstechniker, die Soft- und Hardware für verschiedene Anwendungsgebiete – darunter auch für die IT-Sicherheit – herstellen und entwickeln
  • 2. Sicherheitsmanager, die mitunter für IT-Sicherheitsunternehmen tätig sind.

Die Frage nach der Sicherheit von IT-Systemen und Daten wird in der digitalen Informationslandschaft immer ein Thema bleiben. Das verspricht großartige Karrierechancen – vorausgesetzt, man verfügt über die richtige Ausbildung.

Die Voraussetzung für einen Job als IT-Sicherheitsexperte ist meist ein Informatikstudium. Hier erlernt man sämtliche Grundlagen, die für den Job einmal nötig sein werden.

Studium der IT-Sicherheit

Neben einem Informatik-Studium, das praktisch jede Universität hierzulande anbietet, haben einige Hochschulen mittlerweile spezielle Studienangebote für den Bereich IT-Sicherheit im Programm.

So bietet beispielsweise die Hochschule Aalen einen Bachelorstudiengang in IT-Sicherheit, an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen kann man seinen Master in digitaler Forensik machen.

Und an der Ruhr-Universität Bochum können gleich mehrere Studiengänge in dieser Richtung belegt werden. Außerdem gibt es zahlreiche Weiterbildungen und Zertifikate für diesen Bereich.

Auch in Rahmen von Fernstudiengängen kann IT-Sicherheit studiert werden.

Das Studium der IT-Sicherheit gliedert sich in der Regel in ein grundständiges Studium und ein weiterführendes Studium auf.

Grundständiges Studium

Das grundständige Studienfach IT-Sicherheit vermittelt wissenschaftliches Grundlagenwissen in System- und Softwaresicherheit, Informationstechnik und Computerwissenschaften, in Elektrotechnik sowie weiteren Grundlagenfächern.

Weiterführendes Studium

Das weiterführende Studienfach IT-Sicherheit vertieft die im grundständigen Studienfach und ggf. während einer Berufstätigkeit erworbenen Kenntnisse.

In der Regel spezialisiert man sich auf einen Themenbereich, z.B. Informationstechnik. Daneben gibt es auch Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum der IT-Sicherheit abdecken.

Im weiterführenden Studienfach IT-Sicherheit erfolgt in der Regel eine vertiefte Spezialisierung der im grundständigen Studium erworbenen Kenntnisse, z.B. in Informationstechnik, Netzwerk- und Systemsicherheit oder Internet-Sicherheit.

IT-Sicherheitsexperte ohne Studium?

Neben dem Studium gibt es noch Weiterbildungsoptionen, die es ermöglichen im Sektor der IT-Sicherheit tätig zu sein. So zum Beispiel zum IT-Sicherheitstechniker.

Als solcher ist man für das Erstellen von Konzepten, Finden von Lösungen und Betreuen von Projekten für sicherheitsrelevante Anlagen zuständig. Die Weiterbildung dauert in der Regel ein Jahr und vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Ausbildung im Informations- und Kommunikationssektor sowie Berufserfahrung.
Gehalt von IT-Sicherheitsexperten

Die Gehälter von IT-Sicherheitsexperten variieren zum Teil stark. Die wichtigsten Faktoren bei den Gehältern sind die Ausbildung, der Einsatzort und nicht zuletzt die Branche.

So liegen die aktuellen jährlichen Einstiegsgehälter in den neuen Bundesländern bei durchschnittlich 35.000 Euro, während in den alten Bundesländern im Durchschnitt 45.000 Euro als Einstieg drin sind.

Wie so oft, führt auch im IT-Bereich eine gute Ausbildung meist zu einem höheren Gehalt. Die Vergütung variiert aber deutlich in den unterschiedlichen Branchen.

Ein Wechsel der Branche (z. B. vom Gesundheitswesen in den Maschinenbau) kann durchaus mehrere Tausend Euro mehr Gehalt bringen. Auch die Größe des Unternehmens spielt eine Rolle:

Je größer das Unternehmen, desto höher die Vergütung. Nicht zuletzt ist die Berufserfahrung ein wichtiger Treiber.

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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