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Vielseitig, gut bezahlt und kommunikativ: Kaufmännische Berufe sind beliebt und in vielen unterschiedlichen Branchen der Wirtschaft gefragt. Hier sind die Top 5 Deutschlands! Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Vorteile die besten kaufmännischen Berufe auszeichnen.

1. Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen:

Vielseitige Aufgaben, Gleitzeit-Vorteil und tolle Karrierechancen

Ob KFZ-Versicherung oder private Altersvorsorge: Jeder Deutsche investiert stolze 2219 Euro im Jahr in Versicherungsprodukte. Sieben Millionen Deutsche haben Geld in Immobilien angelegt. Ein Riesenmarkt, der sich ständig wandelt. Welche Versicherungen und Kapitalanlagen für wen sinnvoll und individuell am besten geeignet sind, weiß der Kaufmann für Versicherungen und Finanzen. Ein kommunikativer Beruf, in dessen Rahmen er private und gewerbliche Kunden berät, Versicherungsangebote erstellt und Verträge ausarbeitet sowie Schaden- und Leistungsfälle bearbeitet.

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Controlling und Rechnungswesen gehören auch zu seinem Aufgabenfeld. Damit eröffnen sich zahlreiche Karrierechancen: bei Versicherungsgesellschaften und -maklern, Finanzdienstleistern, Kreditinstituten, in der Unternehmensberatung oder in den Finanzabteilungen von Wirtschaftsunternehmen. Gleitzeitregelungen zählen häufig zu den Vorzügen der Beschäftigung.

Voraussetzung für die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen ist ein Realschulabschluss oder Abitur. Überdurchschnittlich gut bezahlt, liegt der Durchschnittslohn im ersten Lehrjahr bei 869 Euro, im zweiten bei 935 Euro und im dritten bei 1002 Euro, dazu kommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt die Spezialisierung auf eine der beiden Fachrichtungen – Boni belohnen den guten Abschluss.

Das Brutto-Einstiegsgehalt von 1800 und 2700 Euro steigert sich mit 12-jähriger Berufserfahrung laut Tarif auf 3000 Euro Bruttomonatslohn. Seinen Berufsweg kann ein Kaufmann für Versicherungen und Finanzen in den Bereichen Revision und Controlling in einem großen Unternehmen wirtschaftlich besonders erfolgreich und einträglich gestalten. Auch Weiterbildungen zum Betriebs- oder Fachwirt kurbeln die Karriere an.

2. Bankkaufmann/Bankkauffrau

Mit gutem Gehalt und Zusatzleistungen in den geregelten Feierabend

Attraktive Arbeitszeiten, viel Kundenkontakt und ein gutes Gehalt: Diese Vorzüge genießt ein Bankkaufmann – und muss sich um seine berufliche Zukunft nicht weiter sorgen. Denn Banken sind unverzichtbare Regulatoren in der Finanzwelt, die trotz voranschreitender Digitalisierung für Sicherheit und Kontinuität stehen. Ein Bankkaufmann berät seine Kunden und verkauft ihnen passende Produkte, erstellt Finanzkonzepte und eröffnet Konten. Kreditgeschäft, Zahlungsverkehr, Marketing und Personalwesen bilden unter anderem die Schwerpunkte der Ausbildung, für die das Abitur die ideale Voraussetzung bildet.

Einige Bankinstitute beschränken in diesem Fall die Dauer der Ausbildung auf nur zwei Jahre, während das Brutto-Gehalt im ersten Lehrjahr durchschnittlich 800 Euro beträgt und dann auf 880 Euro brutto angehoben wird. Als Einstiegsgehalt sind 1800 bis 2100 Euro brutto üblich, meist wird nach Tarif bezahlt. Dieser sieht vor, dass sich mit wachsender Berufserfahrung und in leitender Position das Gehalt steigert.

So verdient ein Filialeiter im Privatkundenbereich mit mehrjähriger Berufserfahrung etwa 3800 Euro brutto. Auch Fortbildungen zahlen sich wortwörtlich aus. Ein ähnlicher Verdienst lässt sich zum Beispiel mit der Weiterbildung zum Fachkaufmann erzielen. Zusatzleistungen wie die Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 40 Euro während der Ausbildung und die betriebliche Altersvorsorge bilden ein attraktives Gesamtpaket.

3. IT-Systemkaufmann/-kauffrau

Spannende Aufgaben und Branchenvielfalt für kommunikative Computerbegeisterte

Technik trifft Beratung und Organisation: Der vielfältige Aufgabenbereich macht diesen Beruf so spannend. Ein IT-Systemkaufmann analysiert informationstechnische Anforderungen, plant, leitet und überprüft Prozesse und nimmt IT-Systeme in Betrieb. Auch die Beratung oder Schulung von Kunden ist ein interessanter Aspekt, der sich je nach Position und Anstellungsverhältnis ausbauen lässt.

Wer computerbegeistert ist, IT-Projekte steuern möchte und zugleich kommunikativ ist, trifft hier die ideale Berufswahl. Die schnelllebige Welt der IT erfordert dabei Begeisterung für neue Entwicklungen und die Bereitschaft, am Ball zu bleiben – auch im Rahmen von Fortbildungen. Diese Spezialisierungen wirken sich dabei positiv auf das Gehalt des IT-Systemkaufmanns aus: In der dreijährigen Ausbildung liegt das durchschnittliche Gehalt noch bei 825 Euro im ersten Lehrjahr und steigert sich bis 950 Euro im dritten Lehrjahr.

Ins Berufsleben startet ein IT-Systemkaufmann anschließend mit einem monatlich Gehalt von 1500 bis 1900 Euro brutto. Entscheidet sich der karrierebewusste Arbeitnehmer für Weiterbildungen zum Operativen oder Strategischen IT-Professional, darf dieser mindestens 3000 Euro brutto erwarten. Hier kann es sich lohnen, nicht auf tarifliche Bezahlung zu setzen, sondern das Gehalt frei zu verhandeln.

4. Immobilienkaufmann/-frau

Neben Provisionen lockt ein abwechslungsreicher Alltag

Die Verwaltung von Häusern und Wohnungen ist das Metier des Immobilienkaufmanns. Anders als ein Immobilienmakler liegt der Schwerpunkt nicht bei der Vermittlung von Wohnraum, sondern in der ganzheitlichen Betreuung eines Immobilienstandes – vom Finanzierungsplan bis zur Wohnungsbesichtigung. Dank solcher Außentermine gestaltet sich der Arbeitsalltag des Immobilienkaufmanns abwechslungsreich.

Neben der Verkaufs- und Gesprächsführung gehört auch das Einschätzen des Immobilienwertes, die Buchhaltung, das Erstellen von Exposés und Mietverträgen sowie die Kostenkalkulation zu seinen Aufgaben. Wer einen Realschulabschluss hat, kann mit der dreijährigen Ausbildung zum Immobilienkaufmann beginnen und sich über ein gutes Gehalt freuen: Bereits im ersten Lehrjahr beträgt dieses 730 Euro brutto, im zweiten 840 Euro und im dritten 950 Euro.

Das Gehalt als Berufseinsteiger schwankt zwischen 1800 und 2400 Euro brutto und ist auch in der folgenden Laufbahn stark von mehreren Kriterien abhängig. Dazu zählen das Bundesland mit seinen Lebenshaltungskosten sowie das Tätigkeitsfeld. So kann ein Provisionssystem im Bereich der Vermietung oder Verkauf das Gehalt von Immobilienkaufleuten leistungsabhängig erhöhen. Auch leitende Funktionen und Fortbildungen schlagen sich in einem höheren Einkommen nieder. So verdient  beispielsweise ein Immobilienfachwirt 3000 Euro brutto.

5. (Fremdsprachen-)Industriekaufmann/-frau

Top-Karrierechancen für Organisations- und Sprachtalente – auch im Ausland

Zahlen, Daten, Fakten: Der Industriekaufmann plant Betriebsabläufe und den Personaleinsatz in Unternehmen, koordiniert Termine – und das häufig auch über Ländergrenzen und Kontinente hinweg. Denn dieser Beruf ist häufig international angelegt, weshalb schon Auszubildende ihre komplette Lehrzeit im Ausland absolvieren können. Wer karriereorientiert ist, hat als Industriekaufmann schon früh Gelegenheit, den Werdegang in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Mit der kombinierten Ausbildung als Fremdsprachenindustriekaufmann erwerben Auszubildende den zusätzlichen Abschluss als Fremdsprachenkorrespondent und verbringen vier Wochen der Ausbildung in England. Die durchschnittliche Gehaltsspanne vom ersten bis zum dritten Lehrjahr liegt von 700 bis 900 Euro leicht unter dem des Industriekaufmanns, dafür sind die Kosten für die Weiterbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten und der Auslandsaufenthalt inklusive.

Das Einstiegsgehalt liegt bei beiden Ausbildungsvarianten zwischen 1800 und 2400 Euro brutto. Attraktiv sind die Weiterbildungsmöglichkeiten als Industriekaufmann: zum Beispiel mit einem berufsbegleitendem Studium zum Betriebswirt – mit einem Durchschnittseinkommen von 3500 Euro brutto.

Bildquelle: © Sergey Nivens – Fotolia.com

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