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In Deutschland sind derzeit etwa 10 Prozent der unter Fünfzehnjährigen von Asthma betroffen, etwa die Hälfte von ihnen bekam die Erkrankung bereits vor dem fünften Lebensjahr. Asthma gilt als unheilbar.

Schwedische Forscher haben in ihrer bisher größten Studie durch die Auswertung der Daten von einer Million Kindern herausgefunden, dass ein enger Kontakt zu Hunden das Asthma-Risiko deutlich senkt. Im Vergleich zu Kindern aus hundefreien Wohnungen waren Kinder mit sehr frühem Hundekontakt zu 13 Prozent weniger von Asthma betroffen. Kinder, die mit vielen verschiedenen Tierkontakten auf einem Bauernhof aufwuchsen, leiden sogar zu über 50 Prozent weniger an Asthma.

Übersicht:

  • Kontakt mit verschiedenen Keimen trainiert das Immunsystem
  • Falsche Lebensweise fördert Asthma
  • Die seelische Seite von Asthma
  • Der Hund als Therapie

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Kontakt mit verschiedenen Keimen trainiert das Immunsystem

Das zunehmende Auftreten von Asthma wird auch damit erklärt, dass zu viel Hygiene bei Kleinkindern eher schadet als nützt. Kinder brauchen den Kontakt mit Keimen, um ihr Immunsystem zu trainieren. Sind durch zu viele Hygiene-Massnahmen zu wenig Umweltkeime vorhanden, besteht die Gefahr, dass das Immunsystem schon auf harmlose Fremdstoffe übermäßig reagiert. Befindet sich ein Hund im Haushalt, ist es völlig unmöglich, ständig Verhältnisse wie in einem OP-Saal herzustellen und das kindliche Immunsystem wird mit unterschiedlichen Keimen aus der Umwelt konfrontiert, die es zur gesunden Entwicklung braucht. Je früher in Kind mit einem Hund in Kontakt kommt, desto mehr wird das Asthma-Risiko gemindert.

Falsche Lebensweise fördert Asthma

Kinder bewegen sich häufig zu wenig und gewöhnen sich dadurch automatisch eine flache Atmung an. Gleichmäßige sportliche Betätigung wie zum Beispiel Nordic Walking hat sich allgemein bei Asthma bewährt. Die Atemmuskulatur wird dadurch gekräftigt, die Sauerstoffversorgung verbessert und innere Spannungen werden über Bewegung abreagiert. All das wirkt dem Verkrampfen der Bronchien entgegen. Ein Hund kann hier eine große Hilfe sein, um selbst unmotivierte Bewegungsmuffel regelmäßig auf Trab zu bringen.

Die seelische Seite von Asthma

Asthma hat viel mit Anspannung und mangelnder Fähigkeit zur Entspannung zu tun. Von Asthma sind meist sensible Kinder betroffen, die sich in sozialen Kontakten schnell überfordert fühlen. Sie reagieren manchmal mit übergroßer Abwehr oder sind überempfindlich und fühlen sich oft zu Unrecht abgelehnt. Andere Gründe für Asthma können Leistungsdruck oder überfürsorgliche Eltern sein, die das Kind einengen und ihm die Luft zum Atmen nehmen oder das Kind kontrolliert sein Umfeld unbewusst durch Krankheit.

Der Hund als Therapie

Ein Hund ist der perfekte Freund und Seelentröster für Kinder und kann helfen, die seelischen Ursachen von Asthma zu beseitigen. Er hat immer Zeit und reagiert nie mit Ablehnung, ist nicht nachtragend, hört geduldig zu und kuschelt gern, sorgt für Abwechslung, hilft Kontakte zu knüpfen und Gesprächsstoff finden, bestraft nicht und stellt keine Bedingungen. Der enge Kontakt zu einem Hund kann bei Kindern die unterschiedlichsten seelischen Probleme bessern oder im günstigsten Fall komplett auflösen.

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