Nebenjob am

Nicht nur der 450-Euro-Job hat viele Vorteile zu bieten. Auch beim Midijob kann man eine Menge an Sozialversicherungsbeiträgen sparen. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, was genau ein Midijob ist, welche besonderen Vorteile er hat und was die besten fünf Midijobs in Deutschland sind.

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Was ist ein Midijob?

Sicher kennen Sie bereits den 450-Euro-Job und seine Vorteile. Verdient man monatlich bis zu 450 Euro, so muss man keine Sozialversicherungsabgaben leisten. Das ist ein großer Vorteil, denn dadurch hat man am Ende des Monat deutlich mehr Netto vom Brutto. Hier erfahren Sie mehr zum Thema 450-Euro-Job… 

Wem 450 Euro pro Monat allerdings nicht reichen, für den könnte die Midijob-Variante interessant werden. Beim Midijob hat man ebenfalls eine ganze Menge an Vorteilen, die dafür sorgen, dass man am Ende des Monats mehr Netto vom Brutto erhält, als in einem ganz gewöhnlichen Vollzeit-Arbeitsverhältnis.

Ähnlich wie der 450-Euro-Job wird der Midijob am monatlichen Einkommen bemessen. Der Midijob beginnt dort, wo der Minijob oder 450-Euro-Job aufhört. Nämlich bei 450,01 Euro Monatslohn, und endet bei einem Verdienst von 850 Euro pro Monat. Wenn Sie regelmäßig innerhalb dieser Grenze verdienen, dann sind Sie rechtlich gesehen auch innerhalb eines Midijobs beschäftigt.

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Das sind die Vorteile des Midijobs

Wer innerhalb eines Midijobs tätig ist, der genießt besondere Vorteile: So ist man beispielsweise komplett sozialversichert und zahlt hierfür einen vergünstigten Beitrag. Einzige Voraussetzung ist, dass der Midijob bei der zuständigen Krankenkasse des Arbeitnehmers gemeldet wird. 

Ist man ein eingeschriebener Student, so muss man dank der Werkstudentenreglungen sogar noch weniger Abgaben leisten und genießt dennoch den vollen Sozialversicherungsschutz!

Was sollte man beim Midijob beachten?

  • Im Midijob darf man über 450 Euro pro Monat verdienen, maximal aber 850 Euro
  • Anders als die Minijobs sind Midijobs sozialversicherungspflichtig, dafür zahlt man aber nur einen sehr geringen Beitrag und genießt dennoch den vollen Versicherungsschutz
  • Wenn man mehreren Beschäftigungsverhältnissen nachgeht, so zählt die Summe der Einkünfte für die 850-Euro-Grenze
  • Äußerst wichtig: Je mehr man in einem Midijob verdient, desto höher steigt der Beitrag zur Sozialversicherung (Gleitzone)

Der Clou des Midijobs: Die Gleitzone

Für Verdienste, die zwischen 450 Euro und 850 Euro im Monat liegen, gibt es eine besondere gesetzliche Regelung in Hinblick auf die Sozialversicherung:

Ein 450-Euro-Job ist nicht versicherungspflichtig. Ein normales Angestelltenverhältnis ist natürlich ganz normal und voll sozialversicherungspflichtig. Hier zahlt man festgelegte prozentuale Abgaben. Für die Zone zwischen einem Minijob und einem ganz normalen Angestelltenverhältnis gibt es eine besondere Übergangsregelung, die als Gleitzone bezeichnet wird. Innerhalb dieser Gleitzone ist man rundum sozialversichert, hat aber verschiedene Beiträge hierfür zu leisten. Je nach dem, wie viel man verdient.

Das bedeutet, dass ein Arbeitnehmer mit einem Monatsverdienst von 550 Euro einen geringeren Beitrag zur Sozialversicherung leistet, als ein Arbeitnehmer, der 700 Euro verdient hat. 

Der Anteil der Sozialversicherungsabgaben steigt schrittweise bis zur 850-Euro-Grenze des Midijobs kontinuierlich an. Ab 850 Euro Monatsgehalt hat man die volle Beitragshöhe erreicht. Und so sieht das Ganze in Zahlen aus:

Midijob VerdienstWelche Vorteile hat der Midijob gegenüber dem 450-Euro-Job?

Ein Midijob kann viele Vorteile haben. Selbst gegenüber dem Mini- oder 450-Euro-Job:

  • im Midijob ist man rundum sozialversichert
  • nach einer 12-monatigen Beschäftigung hat man einen Anspruch auf Arbeitslosengeld
  • im Krankheitsfall hat man einen Anspruch auf Krankengeld, der Arbeitgeber zahlt Ihnen also weiterhin (maximal sechs Wochen) Gehalt, wenn Sie krank sind und nicht arbeiten können
  • im Midijob ist man automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert, wodurch man später einmal eine höhere Rente bekommt
  • Besonders interessant für Mütter ist, dass in einem Midijob bei einem Verdienst von knapp über 450 Euro im Monat bereits 13 Euro Mutterschaftsgeld vom Staat pro Kalendertag gezahlt werden

Vorsicht: Es gibt auch Ausnahmen beim Gehalt

Da die Midijob-Regelung maßgeblich über die Gehaltshöhe geregelt wird, könnte man meinen, dass auch Azubis und Teilnehmer eines freiwilligen sozialen Jahres in diese Regelung fallen. Leider ist das nicht so. Sie sind eine Ausnahme, welche die Midijob-Regelung nicht betrifft. Ebenso ausgenommen sind Arbeitnehmer, die neben ihrem versicherungspflichtigen Hauptjob einem zusätzlichen Midijob nachgehen. Bei ihnen werden die Sozialversicherungsbeiträge über den Gesamtverdienst berechnet.

Das sind die Top 5 Midijobs in Deutschland

Wir haben für Sie recherchiert, welche die besten Midijobs in Deutschland sind und ein aussagekräftiges Ranking erstellt. Hier sind die Top 5:

Platz 5: Bauhelfer

Die Tätigkeit des Bauhelfers gibt es schon seit vielen Jahrzehnten, womit er definitiv zu den klassischen Nebenjobs in Deutschland gehört. Helfer auf dem Bau werden im Grunde genommen immer gebraucht. Auch wenn der Ruf durch die hohe Belastungsgrenze nicht sonderlich gut ist, kann man in diesem Job eine Menge Geld verdienen. Als Midijob ist dieser Job besonders für kräftige und sportliche Typen geeignet.

Und so geht es:

Ein Bauhelfer bekommt meist die folgenden Aufgabenbereiche zugeteilt: Ob auf der Baustelle oder aber beim Abriss von Gebäuden – es gibt immer Geräte oder Materialien, die per Hand transportiert werden müssen. Dieser Aufgabe kommt in der Regel der Bauhelfer nach. Auch einfachere Arbeiten kann der Bauhelfer innerhalb des Midijobs verrichten. Wobei das Wort „einfach“ eher den Qualifikationsgrad beschreibt, der für diese Tätigkeiten erforderlich ist. In der Regel reicht nämlich eine Kurzeinweisung durch den vorgesetzten Arbeitskollegen. Häufig darf der Bauhelfer auch Erdbewegungsarbeiten tätigen.

Ausbildung und Kompetenzen:

Wichtig ist für diesen Job natürlich, dass man in einer guten und kräftigen körperlichen Verfassung ist. Andernfalls hat man auch nur schlechte Aussichten einen solchen Midijob zu bekommen. Hohe Belastbarkeit ist auf dem Bau schließlich unerlässlich.

Eine entsprechende Ausbildung hingegen ist zwar gerngesehen aber nicht zwingend erforderlich. Die Aufgaben sind meist so einfach und verständlich, dass auch ein Laie mithilfe kurzer Einweisung weiß, was zutun ist.

Lohn und Verdienst:

Entlohnt wird man als Bauhelfer für jede Stunde, die man auf dem Bau eingeteilt ist. Dabei werden in der Regel Stundenlöhne von bis zu 10 Euro gezahlt.

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Platz 4: Haushaltshilfe

Dieser Job ist eher etwas für die Zartbesaiteten, für die ein Job als Bauhelfer nicht infrage kommt. Auch als Haushaltshilfe kann man nämlich optimal in einem Midijob-Arbeitsverhältnis Geld verdienen. Dabei übernimmt man die verschiedenen Aufgaben, die eben in einem Haushalt anfallen können. Es spielt keine Rolle, ob Sie für einen Studenten oder für eine berufstätige mehrköpfige Familie arbeiten. Alles ist möglich!

Und so geht es:

Jeder Haushalt ist individuell und muss somit anders geführt werden. Damit erfordert dieser Job einiges an Fingerspitzengefühl. Doch keine Sorge, der Wohnungsbesitzer wird Sie in alle Feinheiten einweisen. Eine Haushaltshilfe kümmert sich nämlich in erster Linie zwar um den Haushalt, kann jedoch auch Aufgaben als Hilfskraft für gesundheitlich Angeschlagene übernehmen. Das betrifft häufig ältere Personen, die nicht nur Hilfe im Haushalt benötigen, sondern auch beim Einkauf oder beim Spaziergang.

Die Arbeitszeiten in diesem Job können äußerst variabel sein. Geht es beispielsweise lediglich um das Säubern der Wohnung, so reichen oftmals einige wenige Stunden pro Woche der Hilfsleistung aus. Anders hingegen kann es sich verhalten, wenn Sie als Hilfskraft für weitere Aufgaben gebucht werden. Zum Beispiel als Einkaufshilfe, als Hausaufgabenhilfe für die Kinder oder als Betreuung bei älteren Personen. Teilweise gibt es sogar Einstellungen über mehrere Tage, wobei Ihnen natürlich auch eine gute Übernachtungsmöglichkeit geboten wird. So kommen Sie in nur wenigen Tagen auf einen äußerst guten Verdienst innerhalb des Midijobs.

Ausbildung und Kompetenzen:

Für diesen Midijob sind in der Regel ebenfalls keine besonderen Kenntnisse oder Ausbildungsverhältnisse gewünscht. Allerdings sollte man sich mit der Instandhaltung des Haushalts gut auskennen. Im Umgang mit Kindern oder älteren Personen empfiehlt es sich zudem über eine ausreichende Sozialkompetenz zu verfügen.

Lohn und Verdienst:

Dieser Job wird meist pro Stunde vergütet. Dabei können Sie einen Lohn von bis zu 12 Euro je Stunde erzielen. Beinhaltet Ihr Aufgabenbereich auch die Übernachtung bei einer Familie, so werden Sie meist auch für die Nachtruhe bezahlt. Allerdings gibt es hier meist nicht den vollen Stundenlohn, sondern etwa die Hälfte. 

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Platz 3: Umzugshelfer

Eine weitere wirklich erstklassige Möglichkeit für einen Midijob in Deutschland besteht darin, als Umzugshelfer tätig zu werden. Pro Jahr ziehen allein in Deutschland beinahme 10 Millionen Menschen um! Klar, dass bei einer so hohen Anzahl auch viele kräftige Umzugshelfer gebraucht werden. Als Umzugshelfer könnten Sie sich naütrlich auch selbstständig machen. Viel einfacher ist es allerdings sich einfach einem Untenrehmen anzuschließen und innerhalb eines Midijobs tätig zu werden.

Und so geht es:

Wenn Sie sich einem Unternehmen als Umzugshelfer anschließen, dann sorgt das Unternehmen selbst für die Aufträge und schickt Sie dann zum Einsatzort. Dort erwartet Sie natürlich jede Menge harte Arbeit. Doch für den ein oder anderen kann das eine äußerst attraktive Möglichkeit sein, gutes Geld zu verdienen. Meist stellt das Unternehmen auch gleich die Transportmittel sowie Arbeitsgeräte wie Sackkarren oder ähnliches zur Verfügung, was bei Umzügen natürlich äußerst wichtig sein kann. Zusammen mit einem kleinen Team begeben Sie sich an den Wohnort, an dem der Kunde ausziehen möchte. Dort verladen Sie Möbelstück für Möbelstück in den Transportlaster. Die Möbel werden dann zum Zielort des Umzugs gefahren, wo Sie diese wieder ausladen und an die letztendliche Bestimmungsposition in der neuen Wohnung bringen. Manchmal müssen die Möbel auch auseinander und wieder zusammengebaut werden.

Ausbildung und Kompetenzen:

Neben kräftigen Händen und einer guten Ausdauer für schwere Arbeiten sollten Sie unbedingt auch einiges an technischem und mechanischem Verständnis besitzen. Sie sollten ein Gespür für sinnvolle Tragewinkel haben, um sich die Arbeit zu erleichtern. Teilweise muss man mit den Möbeln um schmale Ecken abbiegen. Ein Profi weiß natürlich immer bescheid und wird Ihnen im Zweifelsfall auch weiterhelfen.

Lohn und Verdienst:

Bei schweren Umzügen kann der Umzugshelfer innerhalb eines Midijobs bis zu 12 Euro pro Stunde erhalten.

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Platz 2: Lagerhelfer

Arbeiten im Verborgenen: Lagerarbeiter verrichten ihr Handwerk nicht im Kundenbereich, sondern versteckt hinter dicken Trennwänden und abgeschirmten Bereichen. Ob im Einzelhandel oder in der Industrie – im Lager werden alle notwendigen Produkte und Materialien gelagert, bis sie entweder weiterverarbeitet oder gar verkauft werden. Natürlich werden die Lager auch regelmäßig mit einem gewaltigen Nachschub an Waren versorgt. Kein Wunder, dass auch hier jede Menge Personal gebraucht wird. Ideal für einen Midijob!

Und so geht es:

Lager gibt es in allen Größen und für nahezu jeden Zweck. Es gibt Lager für Kleidung, für Chemikalien, für Materialien, für Lebensmittel, etc. Je nach Zweck des Lagers müssen auch die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur stimmen. Gerade für Lebensmittel ist das besonders wichtig. So gibt es beispielsweise Tiefkühllager, deren Temperatur Minus 25 Grad Celsius beträgt. 

Die Hilfskräfte, die für die Lagerarbeiten eingeteilt sind, werden den Arbeitsbedingungen entsprechend bestens eingekleidet und ausgestattet. So gibt es für die Tiefkühlarbeiter beispielsweise spezielle Kälteschutzkleidung.

Die eigentliche Herausforderung für einen Lagerarbeiter besteht nun darin, die Ware, die meist in Kartons verpackt ist, von den Lieferpaletten zu verladen und in das Lager zu transportieren. Im Lager werden die Waren dann nach logistischen Gesichtspunkten sortiert und aufgeschichtet. Alte Ware kommt zum Beispiel immer nach vorne, damit sie griffbereit ist. Neue Ware hingegen kommt nach hinten und rückt mit der Zeit immer weiter nach vorne, bis auch sie gebraucht wird. Oftmals gehört zur Lagerarbeit auch, dass die Ware durchgezählt wird.

Ausbildung und Kompetenzen:

Eine richtige Ausbildung braucht man für diesen Midijob natürlich nicht. Wichtig ist hingegen, dass man körperlich belastbar ist und mit Temperaturschwankungen umgehen kann. Auch zeitliche Flexibilität ist entscheidend in diesem Job, wenn beispielsweise im Schichtbetrieb gearbeitet wird.

Lohn und Verdienst:

Die besonderen Arbeitsbedingungen erschweren diesen Job. Auch die Arbeit im Tiefkühllager ist nicht einfach, bedingt durch die extremen Temperaturen. Das führt allerdings dazu, dass man als Lagerhelfer wirklich gut verdienen kann. Einige Unternehmen zahlen ihren Lagerhelfern bis zu 14 Euro pro Stunde! 

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Platz 1: Kassierer

Nun zum Gewinner der Midijobs: Kaum ein anderer Job in Deutschland ist so gefragt wie der Job als Kassierer. Das sollte einen auch nicht wundern, wenn man bedenkt, wie viele Jobangebote als Kassierer es in Deutschland gibt.

Kassierer werden allerdings nicht nur an den Supermarktkassen gebraucht. Sie kommen auch in vielen anderen Bereichen zum Einsatz. Beispielsweise bei Banken.

Und so geht es:

Heutzutage arbeiten Kassierer meist an modernen Scannerkassen. Anders als vor vielen Jahren läuft das Kassieren größtenteils automatisch ab. Beim Scanvorgang lässt der Kassierer die Waren nacheinander über das Fließband zur Scanvorrichtung laufen und positioniert die Ware mit einer geschickten Drehbewegung schließlich so, dass der Barcode vom Scanner erfasst werden kann. Wer den Bogen raus hat macht das Ganze innerhalb weniger Sekundenbruchteile, bis schließlich abkassiert werden kann. Zusammengerechnet wird der komplette Einkauf vom Gerät. Zahlt der Kunde mit Bargeld, so muss der Kassierer nur noch einmal nachzählen und das Wechselgeld rausgeben.

Ausbildung und Kompetenzen:

Teilweise arbeitet man mit viel Geld. Daher ist es wichtig, dass man äußerst zuverlässig seine Arbeit verrichtet. Auch flinke und präzise Handfertigkeiten sind nicht verkehrt für diesen Midijob. Außerdem sollte man sich als äußerst teamfähig erweisen. Eine richtige Ausbildung hingegen ist nicht erforderlich.

Lohn und Verdienst:

Der Verdienst, den man innerhalb eines Midijobs erhalten kann, variiert von Unternehmen zu Unternehmen. Gehört man einem Betrieb beispielsweise auch etwas länger an und übernimmt weitere Aufgaben, so kann man in diesem Job bis zu 14 Euro pro Stunde bekommen!

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Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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