News am

Minijobber dürfen nur eine begrenzte Anzahl an Stunden arbeiten. Bei Überschreitung der erlaubten Stundenanzahl drohen Strafen bzw. veränderte Regelungen bzgl. steuerlicher Regelungen. Aufgrund des Mindestlohns sollten 450 Euro-Jobber auf eine Prüfung ihres Arbeitsvertrages bestehen. Der Verdienst von Babysittern und Putzhilfen sollte genau unter die Lupe genommen werden.

13 Wochenstunden für Minijobber

Aufgrund der neuen Gesetzeslage bzgl. des Mindestlohnes verdienen Minijobber wesentlich mehr. Wer Reinigungsfachkräfte oder Babysitter beschäftigt, sollte auf die Regelungen zum Mindestlohn achten. Minijobber sollten ihre Arbeitsverträge prüfen lassen. Erwachsene Minijobber erhalten ausnahmslos mindestens 8,50 Euro.

Wer vorher einen geringeren Stundenlohn erhalten hat, kann unter Umständen einen wesentlich höheren Lohn erhalten, sodass die Einkommensgrenze automatisch überschritten wird. Die Folge einer solchen Veränderung liegt darin, dass der Minijobber seinen Status verliert und automatisch zu einem Midjobber wird, wodurch die Sozialversicherungspflicht eintritt.

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Voraussetzung für den Wechsel vom Minijobber zum Midjobber

Minijobber werden unter bestimmten Voraussetzungen zu Midjobbern. Die Umwandelung vom Mini- in den Midjob erfolgt automatisch, falls die Wochenarbeitszeit 13 Stunden überschreitet bzw. die Monatsarbeitszeit 52 Stunden überschreitet. In diesem Fall handelt es sich nicht mehr um einen Minijob. Dies wird für den Minijobber teuer: Bisher waren Brutto- und Nettolohn identisch. Mit dem Eintritt in den Status als Midjobber werden Sozialabgaben für Kranken-, Renten-, Pflege- und die Arbeitslosenversicherung fällig.

Wissenswertes für Arbeitgeber

Bei Minijobs gilt, dass die Arbeitgeber darauf achten sollten, dass die vorgegebene Verdienstgrenze eingehalten wird. Sobald die Verdienstgrenze überschritten wird, muss der Minijob bei verschiedenen Institutionen wie der Krankenkasse angemeldet und bei der Minijob-Zentrale abgemeldet werden. Dies gilt sowohl für private als auch für gewerbliche Arbeitgeber.

Arbeitgeber sollten daran denken, dass der Mindestlohn von 8,50 Euro auch für Babysitter und Haushaltshilfen zu zahlen ist, die ihre Dienste für einen längeren Zeitraum anbieten. Eine Ausnahme stellen minderjährige Babysitter ohne Berufsausbildung dar: In diesem Fall muss der Mindestlohn nicht gezahlt werden. Im Allgemeinen dürfen auch mehrere Minijobs kombiniert werden: Hierbei gilt aber, dass die Gesamtsumme von 450 Euro und die Wochenarbeitszeit von 13 Stunden nicht überschritten werden dürfen.

Keine faulen Tricks

Die gesetzlichen Vorgaben für die Wochenarbeitszeit sollten strikt eingehalten werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten diese nicht durch „stillschweigende Regelungen“ umgehen. Wenn mehr Geld gezahlt wird als offiziell vereinbart wurde, können Nachforderungen der Sozialkassen in Höhe mehrerer hundert Euro anfallen.

Im Endeffekt gilt auch hier, dass „ehrlich am längsten währt“. Bei Fragen oder vorübergehenden Sondersituationen kann sich bei der Minijob-Zentrale über die gesetzlichen Einzelfall-Regelungen informiert werden. Unter Umständen greifen Sonderregelungen ein.

Bildquelle: © CG – Fotolia.com

1 Bewertungen
5.00 / 55 1