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Verliert eine Frau durch eine Fehlgeburt ihr Baby, so wird ihr on Experten meist dazu geraten, Medikamente gegen die Milchbildung einzunehmen. Amy Anders entschloss sich nach dem tragischen Verlust ihres Babys jedoch für das Gegenteil – und spendete unglaubliche 350 Liter Muttermilch für wohltätige Zwecke…

Sie versuchte, dem Tod ihres Babys einen Sinn zu geben

Für werdende Eltern gibt es wohl kaum etwas Schlimmeres: Ein Baby zu verlieren, ist eine der schmerzlichsten Erfahrungen, die man nur machen kann. Auch dann, wenn das Baby bereits während der Schwangerschaft gestorben ist…

Amy Anderson aus Maine in den USA hatte bereits zwei Fehlgeburten hinter sich, als sie von ihrem  Arzt die schlechte Nachricht bekam, dass nun mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar eine dritte Fehlgeburt folgen würde. Die bereits zweifache Mutter (zwei Söhne, 8 und 2 Jahre alt) war trotz der bisherigen Erfahrungen am Boden zerstört. Die traurige Botschaft erhielten sie und ihr Mann in der 15. Schwangerschaftswoche.

Durch eine Fehlbildung der Harnwege sei es fraglich, ob das Kind die Wochen bis zur Geburt überleben könnte, so der Art. Vier Wochen lang bangten Amy und ihr Mann um das Überleben ihres Kindes, doch dann kam die traurige Gewissheit. Der kleine Bryson schaffte es nicht und starb im Mutterleib ncoh bevor er das Tageslicht erblicken konnte. In der 20. Schwangerschaftswoche brachte Amy Bryson schließlich tot zur Welt.

Entgegen der Empfehlungen der Ärzte

Für gewöhnlich werden Frauen, die eine Fehlgeburt hatten, Medikamente verschrieben, durch die die Bildung von Muttermilch verhindert wird. Auch im Falle von Amy empfahl der Arzt die Einnahme entsprechender Medikamente. Doch Amy entschied sich bewusst dagegen. Sie hatte Größeres vor…

Gegenüber „today.com“ erklärte sie im Interview: „Ich dachte mir, okay – ich habe diese Milch. Nun muss ich überlegen, was ich damit mache.“

Eine großartige Idee

Also fasste sie einen Entschluss: Sie wollte die Milch regelmäßig abpumpen und sie Muttermilchbanken spenden. Muttermilchbanken können die gespendete Milch nutzen, um damit Babys zu versorgen, die zu früh zur Welt gekommen sind und deren Mütter noch nicht in der Lage sind, selbst Milch zu produzieren.

Das Spenden ihrer Muttermilch gab Amy Halt im Leben: Endlich hatte sie das Gefühl, dass der Tod ihres Sohnes nicht umsonst gewesen war. Im Interview erklärte sie, dass sie es als sehr tröstlich empfunden habe, regelmäßig Milch abzupumpen. „Es half mir, die Trauer zu verarbeiten.“

Unglaubliche 350 Liter Muttermilch

Ganze acht Monate lang pumpte Amy bei sich regelmäßig die Muttermilch ab und brachte sie zu verschiedenen Muttermilchbanken. Dabei kam eine ganze Menge zusammen: Insgesamt spendete sie in dieser Zeit 350 Liter Muttermilch. Laut ”today.com“ reicht diese Menge für rund 30.000 Baby-Mahlzeiten aus.

Allerdings empfanden längst nicht alle Beteiligten Amis Entschluss für gut: Um ihre Milch regelmäßig abpumpen zu können, musste sie während ihrer Arbeit Pausen einlegen. Stillende Mütter haben einen rechtlichen Anspruch darauf.

Doch in Amys Fall weigerte sich der Chef, weil ihr Baby tot war. Also kündigte Amy ihren Job und beschloss eine weitere, beeindruckende Sache: Sie wollte sich künftig dafür einsetzen, dass die bestehenden Gesetze entsprechend geändert werden.

Aus Amys Sicht spielt es keine Rolle, ob man im entsprechenden Moment ein Baby im Arm hält oder nicht. „Ich war eine Frau, die Milch produziert und körperliche Bedürfnisse hat.“

Bildquelle: © mmphoto – Fotolia.com

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