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Die Arbeit der Medikamententester ist in unserer Gesellschaft stark umstritten. Zum einen ist die Teilnahme an klinischen Studien ein wichtiger Bestandteil des medizinischen Fortschritts, zum anderen setzt man seinen Körper beinahe leichtfertig hohen Risiken aus. Auf welcher Seite der Argumentation man steht, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, doch eins ist zweifelsfrei richtig: Hier lässt sich eine Menge Geld verdienen.

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Medikamententester werden: Das müssen Sie wissen!

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Medikamententester: Das müssen Sie wissen!

Vor der Markteinführung eines neuen und wirksamen Medikamentes ist in der letzten Testphase eine Anwendung am Menschen unverzichtbar. Sich als Medikamententester zur Verfügung zu stellen, ist gerade für junge und gesunde Menschen eine lukrative Nebeneinnahme, mit dem ein persönlicher Beitrag zum medizinischen Fortschritt geleistet wird. Im Folgenden erfahren Sie, wer Medikamententester werden kann und was es bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit zu beachten gilt.

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ÜBERSICHT

ALLGEMEINES ZUM MEDIKAMENTENTESTER

– Was macht der Medikamententester überhaupt?
– Wer führt Medikamententests durch?
– Wer kann Medikamententester werden?
– Hauptberuf oder Nebenjob?

TÄTIGKEIT MEDIKAMENTENTESTER IM PROFIL

– Wie Medikamententests durchgeführt werden
– Wissenswertes zur Voruntersuchung
– Verhalten des Probanden während des Testverlaufs
– Kosten und Entlohnung der Tätigkeit
– Risiken und Haftung

FAZIT ZUR ARBEIT ALS MEDIKAMENTENTESTER

– Handelt es sich um eine sinnvolle und lukrative Tätigkeit?
– Weitere Informationen offline und online einholen

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Allgemeines zum Medikamententester

– Was macht der Medikamententester überhaupt?

Jährlich werden neue Arzneimittel und Therapieformen auf den Markt gebracht, bei denen Pharmazeuten nichts dem Zufall überlassen. Der theoretischen Entwicklung von Wirkstoffen im Labor gehen Testphasen beispielsweise mit Mäusen voraus, die jedoch nur eingeschränkte Aussagekraft auf die Anwendung beim Menschen haben. Bevor ein neues Medikament zugelassen wird, muss das Pharmaunternehmen deshalb nachweisen, dass sein Präparat tatsächlich einen Nutzen bringt und eine Schädigung lediglich in abschätzbaren und seltenen Nebenwirkungen drohen kann. Genau deshalb wird ein Antesten „in vivo“, also an echten Menschen in einem wissenschaftlichen Rahmen notwendig.

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Als Medikamententester werden Personen bezeichnet, die sich für diesen Zweck zur Verfügung stellen. Abhängig von ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und der gesundheitlichen Vorgeschichte werden Sie von Pharmaunternehmen gezielt ausgewählt, um repräsentative Testreihen mit neuen Arzneimitteln durchführen zu können. Dies dient einerseits dem Nachweis der tatsächlichen Wirksamkeit des Präparates, zum anderen sollen Nebenwirkungen in Art und Ausmaß eingeschätzt werden können. Medikamententester leisten somit als Versuchspersonen echte Pionierarbeit, ohne die eine kontrollierte Markteinführung neuer Medikamente kaum möglich wäre.

– Wer führt Medikamententests durch?

Das Antesten von Medikamenten wird staatlich und privatwirtschaftlich durchgeführt. Den größeren Anteil stellen hierbei Unternehmen der Pharmaindustrie, die um die Entwicklung und Vermarktung neuer Medikamente bemüht sind. Zu den bekanntesten Namen der Branche gehören:

– Bayer
– Schering
– Bayersdorf
– Novartis

Da bei einer erfolgreichen Testphase ein neues Produkt auf den Markt gebracht werden kann, das im Idealfall sogar ein Alleinstellungsmerkmal hat, werden Medikamententests bei solchen Unternehmen großzügig vergütet. Ein geringerer aber dennoch attraktiver Verdienst wartet bei staatlichen Institutionen, die beispielsweise im Auftrag des Bundes- oder Landesministeriums für Gesundheit eine Überprüfung von Medikamenten auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen durchführen. Diese Arbeit ist für das gesellschaftliche Wohl unverzichtbar, stellt allerdings keine Pionierarbeit mehr dar.

– Wer kann Medikamententester werden?

Ein großer Teil an Medikamententests wird an jungen Menschen mit einem gesunden Organismus durchgeführt, da das Immunsystem hier mit potenziellen Nebenwirkungen deutlich besser umgehen kann. Gerade für Studenten in Medizin und Pharmazie stellt die Durchführung von Medikamententests einen attraktiven Nebenverdienst dar. Allerdings deckt die genannte Zielgruppe nicht alle Tests ab.

Müssen Spezialmedikamente für Kinder, Senioren oder seltene Krankheitsbilder angetestet werden, sind Probanden im entsprechenden Alter und gesundheitlichen Zustand für Tests zu suchen. Diese müssen unter Umständen unter deutlich strikteren Konditionen durchgeführt werden, um Leib und Leben der Testperson in keinster Weise zu gefährden. Bei seltenen Krankheitsbildern mit einer geringen Anzahl von Betroffenen werden Medikamententests häufig besser vergütet, um einen Anreiz zur Teilnahme zu schaffen.

Hauptberuf oder Nebenjob?

Abhängig von Art und Umfang der Testreihen sind Einnahmen im drei- oder vierstelligen Eurobereich pro Projekt keine Seltenheit. Einen Hauptberuf wird jedoch kein Tester hierauf aufbauen können. Zum einen fehlt die Gewissheit, regelmäßig als Zielgruppe für unterschiedliche Tests herangezogen zu werden, eine fortlaufende und gesicherte Einnahme sind Medikamententests somit nicht. Zum anderen ist zu bedenken, dass sich der Körper im Laufe der Jahren und zahlloser Tests verändert und schnell jüngere und fittere Probanden vorgezogen werden. Die Arbeit als Medikamententester sollte deshalb als reiner Nebenjob betrachtet werden, der projektbezogen jedoch stattlich entlohnt.

Tätigkeit Medikamententester im Profil

– Wie Medikamententests durchgeführt werden

Die Teilnahme an einer klinischen Studie gliedert sich in eine Voruntersuchung sowie den Test selbst. Durch die Voruntersuchung wird der allgemeine Gesundheitszustand des Probanden und dessen Eignung für die geplante Testreihe überprüft. Ist die Bewerbung auf die Testphase erfolgreich, hängt die konkrete Durchführung von Art und Aufbau des Medikamententests ab. Bei manchen Präparaten wird die einmalige Einnahme und die Beobachtung der direkten Reaktion ausreichen, andere Studien umfassen eine Teilnahme über mehrere Tage hinweg. Hier bleibt der Proband 24 Stunden in einem Krankenhaus oder Labor, damit zu jedem Zeitpunkt Reaktionen und Veränderungen gemessen werden können.

– Wissenswertes zur Voruntersuchung

Pharmaunternehmen und Behörden schreiben bei geplanten Medikamententests bereits ein eindeutiges Profil aus, welche Probanden konkret gesucht werden. Eine Bewerbung zur Voruntersuchung sollte nur angestrebt werden, wenn alle Rahmenbedingungen erfüllt sind. So gesund und fit der eigene Körper auch sein mag – bei manchen Tests werden gerade bestimmte Erkrankungen oder Schwächen für ein Antesten des Wirkstoffs unter realen Konditionen vorausgesetzt.

Bei der Voruntersuchung selbst wird neben der Eignung einer Person im Bezug auf die geplante Medikation der generelle Gesundheitszustand überprüft. Da beispielsweise als Tierversuchen potenzielle Nebenwirkungen bekannt sind, sollten die menschlichen Teilnehmer keine gesundheitlichen Schwächen in entsprechender Hinsicht aufweisen. Außerdem ist die Anamnese bzgl. anderer Erkrankungen wichtig, um potenzielle Wechselwirkungen und Auswirkungen auf vorliegende Krankheiten abschätzen zu können.

– Verhalten des Probanden während des Testverlaufs

Über den gesamten Zeitraum eines Medikamententests hinweg erhält der Proband klare Anweisungen, wie er sich zu verhalten hat. Dies gilt vorrangig für die konkrete Durchführung der Testreihe, die beispielsweise eine mehrfache Medikamenteneinnahme im Abstand mehrerer Minuten oder Stunden vorsieht. Neben der externen Beobachtung durch Wissenschaftler oder Mediziner ist die subjektive Schilderung des Probanden wichtig, der diese mündlich oder schriftlich festzuhalten hat. Teilnehmer sollten daher in der Lage sein, frei über ihren Körper und Gesundheitszustand sprechen zu können und potenzielle Veränderungen genau zu beschreiben.

Auch die äußeren Umstände des Medikamententests werden vorgegeben und können die gewohnte Lebensweise während der Testphase erheblich beeinflussen. Alkohol und andere Drogen sind selbstverständlich tabu, doch auch Faktoren wie Stress, Schlafmangel, Hunger oder Langeweile spielen bei längeren Teststrecken ein. Im Sinne der Medizin stellen sich Probanden in dieser Hinsicht freiwillig zur Verfügung, Präparate unter verschiedenen Konditionen anzutesten und bewusst gegen ihre Gewohnheiten zu handeln.

– Kosten und Entlohnung der Tätigkeit

Wer die Verdienste der Pharmaindustrie kennt, wundert sich nicht, dass ein Medikamententester stattlich entlohnt wird. Ein Lohn zwischen 100 und 250 Euro für einen Tag der Teilnahme ist keine Seltenheit. Bei einem groß angelegten Projekte mit einer Betreuung über mehrere Tage hinweg werden gerne 2.000 bis 3.000 Euro gezahlt. Die genaue Entlohnung ist vertraglich geregelt und deckt verschiedene Sonderfälle ab. Beispielsweise ist es möglich, dass Probanden den Test aus gesundheitlichen Gründen mittendrin abbrechen müssen. Hier ist zu klären, ob dennoch das gesamte Teilnahmehonorar ausgezahlt wird.

Wichtig ist, dass kein seriöser Anbieter von Medikamententests Geld vom Probanden im Vorfeld verlangt. Selbst wenn sich dieser zur Voruntersuchung meldet und anschließend nicht für den Test infrage kommt, wird das Pharmaunternehmen einen kleinen Betrag als Aufwandsentschädigung zahlen. Bei konkretem Interesse an einer Teilnahme sollte deshalb vor einer Anmeldung geschaut werden, ob das suchende Unternehmen branchenweit bekannt und seriös ist.

– Risiken und Haftung

Durch die kontrollierten Bedingungen und stetige Beobachtung durch Ärzte und Pharmazeuten läuft ein überwältigend großer Anteil an Medikamententests absolut reibungslos ab. Zwar erleiden viele Probanden gewisse Nebenwirkungen, diese sind für den Organismus jedoch nicht gefährlich und werden direkt in den Beipackzettel bei Marktreife des Medikamentes übernommen. In seltenen Fällen kommt es jedoch zu ernsthaften Schäden: Der Proband schlägt negativ auf den zugeführten Wirkstoff an, im schlimmsten Fall findet eine dauerhafte Schädigung des Körpers statt.

Alle seriösen Pharmaunternehmen und Institutionen sind für diesen Fall umfassend abgesichert und entschädigen den Probanden für alle erlittenen Schäden in vollem Umfang. Dies kann in absoluten Extremfällen bis zur Zahlung einer lebenslangen Ersatzrente reichen, da der Proband körperliche oder geistige Fähigkeiten durch den Test eingebüßt hat. Auch aus dem Grund, viele Millionen Euro als Schadenersatz zahlen zu müssen, werden Pharmaunternehmen nicht voreilig Wirkstoffe am Menschen testen. Stattdessen wird eine Verträglichkeit von nahezu 100 % erwartet, genauso wie die absolute Kontrollierbarkeit der Nebenwirkungen.

Fazit zur Arbeit als Medikamententester

– Handelt es sich um eine sinnvolle und lukrative Tätigkeit?

Setzt man Aufwand und Entlohnung ins Verhältnis, handelt es sich bei der Tätigkeit als Medikamententester um einen der lukrativsten Nebenjobs überhaupt. Mit einer Teilnahme leisten Probanden einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Weiterentwicklung, wobei eine Anmeldung zu Tests längst nicht nur kerngesunden Menschen offensteht. Auch wenn ein geringes Restrisiko während der Testphase bleibt, ist die Durchführung von Tests besser als ihr Ruf. Außerdem entspricht sie der gesellschaftlichen Verantwortung der Pharmaunternehmen, die kaum ein Medikament auf den Markt bringen dürften, das nicht zuvor ausgiebig am Menschen getestet wurde.

– Weitere Informationen offline und online einholen

Wenn Sie Interesse an der Arbeit als Medikamententester haben, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Teilnahme offen. Ein direkter Weg führt zu den Universitäten und Uni-Kliniken in Deutschland, an denen häufig mit Aushängen gezielt nach neuen Testern gesucht wird. Bei einer Recherche im Internet lohnt ein Blick auf Webseiten der oben genannten Unternehmen und weiterer Branchengrößen sowie Behörden und Institutionen aus dem Gesundheitswesen. Hierneben widmen sich verschiedene Plattformen im Netz ausschließlich dem Thema Medikamententests und fassen viele nützliche Adressen online zusammen, ergänzt um die jeweiligen Ansprechpartner und aktuelle Gesuche.

Klinische Studien für die Forschung

Pharmaunternehmen entwickeln laufend neue Medikamente. Diese sind auch notwendig, um Krankheiten schneller und effektiver heilen zu können. Allerdings sind die Risiken der neuen Arzneimittel in der Anfangsphase zum Teil unkalkulierbar. Deshalb dürfen die Medikamente nicht an Patienten vergeben werden, sofern vorher keine ausreichenden Tests durchgeführt wurden.

Deshalb sind Pharmaunternehmen ständig auf der Suche nach Medikamententestern, die sich bereit erklären, die Arzneimittel am eigenen Leib zu testen – selbstverständlich gegen ein entsprechendes Honorar. Innerhalb dieser Testphasen können die Schwachstellen der Medikamente erkannt und behoben werden, was dazu führt, dass sie schneller auf dem Markt eingeführt werden können.

Diese Art des Nebenjobs ist besonders bei Studenten beliebt, doch auch ältere Menschen greifen häufig auf diese Art des Nebenverdienstes zurück. Denn hier lässt sich mit relativ wenig Aufwand und in relativ kurzer Zeit ein sehr attraktiver Verdienst erzielen.

Im Normalfall keine ernsthaften Risiken

So beängstigend es auch klingen mag, im Grunde genommen stellen Medikamententester ihren Körper zur Verfügung, um die Auswirkungen der neuen Medikamente auf einen gesunden Organismus zu testen. Damit die Nebenwirkungen bestmöglich dokumentiert und letztendlich auch behandelt werden können, werden klinische Studien häufig stationär durchgeführt.

Viele Medikamententester sorgen sich deshalb um mögliche Folgeschäden, die durch die Einnahme des Arzneimittels auftreten können. Zugegebenermaßen ist diese Sorge nicht völlig unbegründet, denn schließlich haben die klinischen Studien das Ziel eventuelle Nebenwirkungen zu testen.

Zwar lassen sich Nebenwirkungen, auch der unangenehmeren Art, nie komplett ausschließen, doch in der Regel müssen Medikamententester keine ernsthaften Risiken befürchten. Auch wenn mit der klinischen Studie abschließende Tests durchgeführt werden, haben die Arzneimittel doch bereits eine lange Entwicklungsphase hinter sich.

Voraussetzungen für die Teilnahme

Für die meisten klinischen Studien werden Menschen gesucht, die über eine gute gesundheitliche Verfassung verfügen. Für bestimmte Tests werden allerdings auch Personen mit speziellen Krankheiten, wie Rheuma oder Diabetes gesucht. In einem solchen Fall befindet sich das Medikament aber meist in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase.

Wer an einer Studie teilnehmen möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es einige Zeit in Anspruch nimmt. Der Medikamententester sollte sowohl Zeit für die eigentliche Studie, als auch für die Vor- und Nachuntersuchungen haben.

Was das Alter betrifft gibt es in der Regel keine Einschränkungen, denn die gewünschte Altersgruppe hängt einzig und allein von der betreffenden Studie ab. Allerdings hat es meist einen Einfluss auf die Teilnahme, ob man raucht oder nicht. Doch auch dies ist von Studie zu Studie anders.

Die Bezahlung ist im Normalfall wesentlich höher als bei anderen Jobs mit vergleichbarem Zeitaufwand. Die exakte Höhe der Vergütung ist allerdings abhängig vom Entwicklungsstand des Arzneimittels. Je höher das Risiko bei der Einnahme des Medikaments ist, desto höher ist auch die Vergütung.

Bildquelle: © Dan Race – Fotolia.com

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