FAHRZEUGÜBERFÜHRER

Ein Kunde einer Autovermietung hat einen Wagen für die Strecke von Berlin nach Hamburg gemietet und gibt es dort wieder zurück. Der Wagen wird nun aber wieder in Berlin gebraucht. An diesem Punkt kommt der Fahrzeugüberführer ins Spiel, der das Auto schnellstmöglich zurückbringen muss.

Der Job als Fahrzeugüberführer ist vor allem für Menschen interessant, die Spaß am Fahren haben. Das bedeutet, dass Sie als Fahrzeugüberführer ständig mit anderen Wagen fahren und viel auf den Straßen unterwegs sind. Sie lernen neue Strecken und Orte kennen. Wenn Ihnen das gefällt, ist dieser Job genau das Richtige für Sie.

Die Aufgabe eines Fahrzeugüberführers besteht darin, Fahrzeuge von einem bestimmten Ort zu einem Zielpunkt zu bringen. Transferfahrten können innerhalb einer Stadt oder innerhalb ganz Deutschlands erfolgen, so dass mehrere hundert Kilometer zurückgelegt werden müssen. Entsprechend viel Zeit kann eine Transferfahrt in Anspruch nehmen.

Ist das Ziel erreicht, kommt es bei der Übergabe des Fahrzeuges zum direkten Kundenkontakt. Da die Fahrzeugüberführer das Unternehmen repräsentieren, ist es wichtig, dass die Fahrer stets freundlich und kompetent wirken und ein gepflegtes Erscheinungsbild mitbringen. Die Übergabe bringt eine weitere Aufgabe mit sich: Das Abliefern des Fahrzeuges wird protokolliert, Schäden oder andere Besonderheiten müssen notiert werden. Ist der Auftrag erledigt, tritt der Fahrer den Rückweg entweder mit einem neuen Fahrzeug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Auch die Reinigung des Fahrzeuges kann zum Aufgabenbereich des Fahrzeugüberführers gehören.

Der Job als Fahrzeugüberführer kann in Vollzeit, aber auch als Nebenjob ausgeführt werden. Möchten Sie als Fahrzeugüberführer arbeiten, können Sie sich selbstständig machen oder bei einem Autohaus und Autoverleih anfragen. Pendler oder Studenten, die die Heimreise antreten, können ihre regelmäßige Fahrtstrecke beispielsweise nutzen, um Fahrzeuge zu überführen. So verbinden sie ihre Heimreise mit einem Job und verdienen zusätzliches Geld. Autohäuser stellen auch gerne Rentner ein, um die Fahrzeuge auf kürzeren Strecken zu überführen.

Voraussetzung, wenn sie sich als Fahrzeugüberführer bewerben, ist natürlich ein Führerschein. Um Ihre Chancen auf einen Job zu erhöhen, sollten Sie bereits mehrere Jahre Fahrpraxis und einen sichereren Fahrstil nachweisen können. Die Berechtigung zum Führen leichterer LKWs kann Ihnen weitere Vorteile im Bewerbungsprozess verschaffen.

Wichtig ist außerdem, dass Sie körperlich fit sind und beispielweise keine Rückenprobleme haben. In diesem Fall kann eine so lange Fahrt sehr ungemütlich werden. Möchten Sie als Fahrzeugüberführer arbeiten, sollten Sie zeitlich flexibel sein. Es kann vorkommen, dass Sie auch abends oder am Wochenende fahren müssen. Der Job verlangt von Ihnen einen guten Orientierungssinn, viel Konzentration und Zuverlässigkeit. Ihr Chef schenkt Ihnen viel Vertrauen und Verantwortung.

Die Bezahlung erfolgt auf unterschiedlichen Wegen. Entweder werden Sie mit einem Stundenlohn bis zu zehn Euro bezahlt, entsprechend der gefahrenen Wegstrecke oder pro überführtes Fahrzeug vergütet. Wenn der Fahrzeugüberführer nach Übergabe eines Wagens den Heimweg mit der Bahn antreten muss, wird in der Regel zusätzlich eine Aufwandsentschädigung fällig.

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