SENIORENBETREUER

Wenn ältere Menschen Unterstützung brauchen, sie einsam sind, da der Partner verstorben ist und sie nicht mehr in der Lage sind selbstständig und alleine zu handeln, bedarf es einer Person, die unterstützend unter die Arme greift, die bei Problemen im Alltag hilft und die sich vor allem Zeit nimmt, sich liebevoll und voller Fürsorge um die zu betreuende Person zu kümmern. In solchen Fällen, die unerwartet und plötzlich kommen, sind Seniorenbetreuer da, um sich um ältere Menschen zu sorgen. Oftmals sind die Angehörigen und Verwandten älterer Menschen beruflich gehindert, wohnen weit weg, stehen aktiv im Leben und können nicht rund um die Uhr für sie da sein.

Doch meist ist die Vorstellung in ein Alters- oder Pflegeheim zu ziehen mit großer Angst verbunden. Sie möchten nicht aus ihrem Umfeld gerissen werden und so lange es möglich ist, in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Im eigenen Zuhause fühlt man sich wohl und geborgen. Dort hat man sein Leben verbracht und verknüpft vor allem Erinnerungen mit den Räumlichkeiten. Die Akzeptanz dieses Wunsches ist möglich, indem man einen Seniorenbetreuer einstellt.  Nicht nur die Vertrautheit mit der gewohnten Umgebung ist ein Vorteil, den der Dienst eines Seniorenbetreuers erfüllt, auch wird ein Vertrauensverhältnis zwischen den Personen geschaffen und der Betreuer entwickelt sich zu einer Bezugsperson für die hilfsbedürftige Person.

Dadurch wird ermöglicht, dass sich der ältere Mensch weiterhin wohlfühlt und sein Leben halbwegs normal weiterführen kann. Vorteilhaft ist die Seniorenbetreuung auch aus finanzieller Sicht, da Pflege- und Altersheime oftmals teurer sind. Da sich im Bestfall Angehörige und Seniorenbetreuer die Zeit aufteilen, ist es meist nicht nötig den Betreuer ganztäglich einzustellen.

Da ein Seniorenbetreuer keine pflegerischen Dienstleistungen im eigentlichen Sinne durchführt, werden lediglich Qualifikationen oder Weiterbildungen vorausgesetzt. Eine Ausbildung, um die Tätigkeit des Seniorenbetreuers auszuführen, ist nicht notwendig. Um dennoch eine Qualifikation nachweisen zu können, empfiehlt sich ein Zertifikatslehrgang, bei dem man sich Kenntnisse über rechtliche und finanzielle Bedingungen, Tipps zur Alltagsgestaltung oder zum Umgang mit Senioren aneignen kann.

Der liebevolle und verantwortungsvolle Umgang mit den Senioren ist essentiell, um eine Vertrauensbasis zu schaffen. Zudem ist es wichtig sich ausgiebig um die Senioren zu kümmern, ihnen zuzuhören und mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Ebenfalls sollte ein Betreuer ein offenes Ohr für Probleme haben. Demnach gehört nicht nur die soziale Betreuung zur Aufgabe eines Seniorenbetreuers, auch die helfende Hand im Haushalt ist unerlässlich. Alltägliche Dinge wie Kochen, Putzen und Aufräumen sind für viele ältere Menschen durch zunehmende körperliche Einschränkungen und Belastungen unmöglich, wobei ein Betreuer eine Entlastung darstellen kann.

Um einen geeigneten Dienstleister zu finden, ist es empfehlenswert sich an deren Träger zu wenden und Informationsgespräche durchzuführen. Um eine hohe Qualifizierung und Erfahrung im Umgang mit älteren Menschen nachweisen zu können, kann darauf geachtet werden, dass der verantwortliche Träger ein Qualitätssiegel besitzt. Denn die Aufgaben eines Seniorenbetreuers sind nicht mit einer reinen Freizeitbeschäftigung zu vergleichen, sondern sind mit einer großen Verantwortung verknüpft.

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