NEBENVERDIENST BEI ARBEITSLOSIGKEIT

Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, stürzen häufig in ein tiefes Loch. Arbeitslosigkeit beeinträchtigt ganz erheblich die Lebensplanung, reißt Familien aus ihren Perspektiven, ihren Wünschen, ihren Hoffnungen heraus. Plötzlich müssen sie mit sehr viel weniger Geld auskommen, können sich vieles nicht mehr leisten. Existentiell schwierig wird es insbesondere für Arbeitslose, die ein Haus oder eine Wohnung finanzieren. 

Arbeitslos zu werden ist für niemanden wünschenswert, dennoch gehört es leider mit zur Realität. Falls auch Sie einmal davon betroffen sein sollten, wenden Sie sich umgehend an die Bundesagentur für Arbeit. Generell steht allen Arbeitslosen zusätzlich zu den Leistungen der Bundesagentur für Arbeit die Option offen, einen Minijob anzunehmen. Allerdings muss die wöchentliche Arbeitszeit dieser Nebenbeschäftigung unter 15 Stunden liegen, denn Sie sollen ja der Bundesagentur für Arbeit für eine Vermittlung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.  Arbeitslose Menschen, die 15 Stunden und mehr wöchentlich arbeiten, zählen gemäß geltender Bestimmungen nicht mehr als arbeitslos und bekommen ihre Leistungen komplett gestrichen.

Wer ALG I oder II bezieht und eine Nebentätigkeit aufnimmt, ist verpflichtet, das Arbeitsamt hierüber zu unterrichten. Gegebenenfalls müssen Sie für diese Nebenbeschäftigung eine Lohnsteuerkarte beantragen. Die Entscheidung hierüber liegt bei Ihrem Arbeitgeber.  Er ist ferner verpflichtet, Sie bei der Minijobzentrale anzumelden und bezahlt für Sie Steuern und geringfügige Sozialversicherungsabgaben.

Für alle Minijobber gilt brutto für netto, also ohne jegliche Abgaben. Allerdings werden die Einnahmen aus der Nebentätigkeit auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Lediglich ein Freibetrag von 165 EUR dürfen arbeitslose Menschen für sich behalten.  Verdienen sie mehr, erhält die Bundesagentur für Arbeit den Rest.

Bei allen Nebentätigkeiten gilt die steuerfreie Einkommensgrenze von 400 EUR. Ein Nebenverdienst bei Arbeitslosigkeit gibt jedoch vielen Menschen eine Aufgabe, stärkt ihr Selbstbewusstsein und vermittelt ihnen das Gefühl, gebraucht zu werden. Mit ein bisschen Glück besteht vielleicht sogar die Möglichkeit, dass aus einem Minijob eine Teilzeit- oder Vollzeittätigkeit wird.

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