Neugierige Gaffer hindern Rettungskräfte nach Unfall Mehrere Schwerverletzte
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Wieder kam es zu einem zu einem schrecklichen Unfall, bei dem dutzende Schaulustige die Rettungskräfte an ihrer Arbeit hinderten. Anstatt vor Ort Erste Hilfe zu leisten, erschwerten sie den Sanitätern das Durchkommen zu den Unfallopfern…

Weder Rettungsgasse noch Erste Hilfe: Zu diesem unmöglichen Vorfall kam es am Morgen auf der A5 bei Bad Hersfeld. Ein 79-Jähriger fuhr auf der falschen Bahn in entgegengesetzter Richtung. Der Geisterfahrer prallte frontal mit seinem Wagen in einen entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer.

Weil die anderen Verkehrsteilnehmer im Stau keine Rettungsgasse bildeten, mussten die Schwerverletzten wesentlich länger auf ihre Retter waren als nötig. Dies teilte ein Sprecher der Polizei mit.

Beide Fahrer sollen bei dem heftigen Zusammenprall schwer verletzt worden sein. Sie mussten mit schwerem Gerät aus den Autowracks geholt werden.

Mit Martinshorn und Blaulicht mussten sich die Sanitäter teilweise in Schrittgeschwindigkeit zwischen den im Stau stehenden Autos hindurchwinden, bevor sie zur Unfallstelle gelangen konnten. Für die Psyche eines Unfallopfers ist das eine unglaubliche Qual. Die Insassen waren allesamt eingeklemmt und warteten verzweifelt auf ihre Retter.

Einfach unverschämt: Niemand der anderen Fahrer in der Nähe leistete den Verletzten Erste Hilfe. Erst am Monat hatten rund 80 Schaulustige nach mehreren LKW-Auffahrunfällen mit einem Schwerverletzten auf der A6 nahe Nürnberg die Rettungskräfte an ihrer Arbeit gehindert. Ein Polizeisprecher nannte das Verhalten einen „katastrophalen Zustand“.

Bildquelle: © benjaminnolte – Fotolia.com

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