Geld verdienen am

So mancher Sammler hat schon den Fund seines Lebens machen dürfen. Körbeweise Pilze: Steinpilze, Pfifferlinge, Marone und viele weitere besondere Pilzsorten gedeihen hierzulande. Im Geschäft muss man teilweise selbst für kleine Mengen viel Geld bezahlen. Da könnte einem doch die geniale Idee kommen, seinen Fund zu verkaufen…

Kann man mit Pilzen Geld verdienen?

Ein äußerst verlockender Gedanke: Wer die Preise von teuren Pilzen kennt, der weiß, dass man mit dem ein oder anderen Fund ganz schön viel verdienen könnte.

Pilze sind äußerst begehrt. Täglich wandern tausende Menschen in Deutschland in die dichtesten und unberührtesten Wälder auf der Suche nach den feinen und wunderschönen Schätzen. Kein Wunder, dass man selbst häufig erst dann kommt, wenn es zu spät ist und die Pilze allesamt schon weggepflückt wurden. Doch Pilze wachsen äußerst schnell nach. An nur einem Tag kann sich der Durchmesser eines Steinpilzes um ein bis zwei Zentimeter vergrößern. So kommt es, dass man selbst trotz der vielen Suchenden gute Chancen hat, den Fund seines Lebens zu machen. Und tatsächlich: Nicht selten kommen die Sammler mit mehreren Kilogramm Pilzen nach Hause – mehr, als man selbst essen kann.

Wer dann an die Preise im Supermarkt denkt, der kann vor seinem geistigen Auge bereits die Scheine auf seinem Konto sehen…

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Wie viel Geld bekommt man für Pilze?

Nicht jeder Pilz ist essbar, und nicht alle Pilze eignen sich zum Verkauf. Doch für den richtigen Pilz können Sie ein wahres Vermögen bekommen. Restaurants zahlen für ein Kilo Steinpilze beispielsweise bei guter Qualität bis zu 50 Euro. Doch in Deutschland gibt es noch weitere Speisepilze, die wirklich teuer sind: Auch die Krause Glucke ist ein besonders gefragter Pilz, der auch in Deutschland zu finden ist. Für diesen Pilz zahlt man im Geschäft ganze 80 Euro pro Kilo.

Besonders interessant: Durch den Klimawandel begünstigt wurden nun auch erste Trüffel in Deutschland entdeckt. Die unterirdisch wachsenden Pilze kosten pro Kilogramm bis zu 9.000 Euro, in Japan sogar bis zu 15.000 Euro!

Pilze verkaufen

Team von Heimarbeit.de findet Pilze im Wert von 240 Euro!

Wir, das Team von Heimarbeit.de, waren an einem Samstagmorgen im Wald Pilze sammeln – rein aus Spaß – und hatten uns zu diesem Anlass ein kleines Fachbüchlein für einige Euro gekauft, in dem sämtliche in Deutschland wachsenden Pilze aufgeführt sind. So konnten wir als absolute Laien sichergehen, dass wir wirklich nur essbare Pilze einsammelten.

Zugegeben – so sehr wir es auch wollten – Steinpilze fanden wir nicht. Dafür allerdings einen äußerst merkwürdigen Pilz, den wir ohne das Büchlein vermutlich einfach unbeachtet hätten stehen lassen. Das Büchlein jedoch offenbarte uns, dass dieser Pilz sehr wohl essbar war, und zu allem Erstaunen fanden wir auch gleich ein äußerst großes Exemplar. Irgendwann begegnete uns ein anderer Sammler, der uns fragte, ob wir denn schon etwas gefunden hätten. Als er in unsere Tüte blickte und dazu die offensichtlichen Laien sah, die diesen Pilz gefunden hatten, sagte er zu uns, dass dieser Pilz nicht essbar sei und wir ihn schnellstens entsorgen sollten. Doch wir hatten seine weit aufgerissenen Augen bemerkt, mit denen er den Pilz angestarrt hatte. Wir wussten dank dem Buch genau, dass dieser Pilz – auch wenn er nicht unbedingt danach aussah – sehr wohl essbar war.

Kurze Zeit später fanden wir ein weiteres, ebenfalls äußerst großes Exemplar. Mit einer schweren Tüte verabschiedeten wir uns aus dem Wald und gucken gespannt im Internet nach, was man alles mit dem Pilz anstelle konnte. Dabei stolperten wir auch über den Preis. Wir konnten nicht fassen, was wir gefunden hatten: Es handelte sich um die eingangs erwähnte „Krause Glucke“, die gleich mit über 80 Euro pro Kilogramm zu Buche schlägt. Da wir etwas mehr als 3 Kilogramm gefunden hatten, verbuchten wir nun eine Pilzsammlung im Wert von über 240 Euro!

Darf man die Pilze verkaufen?

Leider nein. Der Staat schiebt mit dem Bundesartenschutzgesetz einen Riegel vor die Ausbeutung der Wälder. Mit Sicherheit geht es auch ein bisschen darum, den Pilzzüchtern keine unnötige Konkurrenz zu bescheren und die Schwarzarbeit einzudämmen. Somit ist der Verkauf von Pilzen leider verboten. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für Beeren, Nüsse und Pflanzen.

Bildquelle: © Printemps – Fotolia.com

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