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Mit einem Praktikum bei der Polizei können Sie einen Eindruck von der Arbeit als Polizist bekommen. Aber Praktikum ist nicht gleich Praktikum und auch der Polizeidienst hat die unterschiedlichsten Facetten.

Hier erfahren Sie, was Sie über ein Praktikum bei der Polizei wissen müssen und welche Perspektiven Ihnen das für die Ausbildung im Polizeidienst bringt.

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Überblick:

  • Polizei oder Sicherheitsdienst?
  • Polizeibehörden in Deutschland
  • Schülerpraktikum
  • Über ein Praktikum zur Polizei
  • Ausbildung bei der Polizei
  • Einstellungstest bei der Polizei
  • Der mittlere Dienst
  • Der gehobene Dienst
  • Der höhere Dienst
  • Quereinsteiger
  • Gehalt
  • Belastungen
  • Spitzensportler im Polizeidienst

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Polizei oder Sicherheitsdienst?

Der Begriff Polizei umfasst neben den staatlichen Stellen einige andere Sicherheitsorgane, die von Unternehmen beschäftigt werden. Dazu gehört unter anderem die Bahnpolizei. Auch die Feldjäger der Bundeswehr übernehmen polizeiliche Aufgaben.

Daneben gibt es eine Reihe privater Sicherheitskräfte, die für den Objektschutz oder die Aufklärung von Straftaten angeworben werden. Sie verfügen nur zum Teil über die gleichen Kompetenzen wie die Polizei. Mehr erfahren

Polizeibehörden in Deutschland

Im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Polizei in Deutschland relativ einfach strukturiert. Die zwei großen Behörden sind die Polizei der Bundesländer und die Bundespolizei, die bis 2005 als Bundesgrenzschutz bekannt war.

Weitere Polizeibehörden sind das Bundeskriminalamt und die Polizei des Deutschen Bundestags. Es kommt auf die jeweiligen Stellen an, ob und unter welchen Bedingungen Praktika angeboten werden.

Schülerpraktikum

Viele größere Polizeidienststellen bieten Schülern ab 15 Jahren, die keine Vorstrafen haben, die Möglichkeit ein Praktikum im Streifendienst zu absolvieren.

Es dauert ein bis zwei Tage oder bis zu mehreren Wochen. Dabei begleiten die Schüler die Beamten bei ihren Fahrten, erleben die Steuerung der Einsätze in der Zentrale mit und können sich ein Bild über die weiteren Aspekte der Polizeiarbeit machen.

Bevorzugt werden Bewerber genommen, die mindestens die mittlere Reife oder einen qualifizierenden Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung vorweisen können. Die Praktika werden meist in den Ferienzeiten angeboten.

Über ein Praktikum zur Polizei

Polizeibehörden, die ein Praktikum anbieten, können im Jahr nur ein paar Dutzend Schülerinnen und Schüler unterbringen.

Besonders begehrt sind die Plätze bei der Bundespolizei. Dieser zusätzliche Aufwand lohnt sich für die Behörden, denn eine Vielzahl der Praktikanten beginnt nach der Schule tatsächlich eine Ausbildung im Polizeidienst.

Erst danach bekommen die zukünftigen Polizeibeamten einen tieferen Einblick in die Arbeit. Bei einem Praktikum ist es aus Sicherheitsgründen und wegen der Geheimhaltungspflicht nicht möglich, dass man alle Aspekte mitbekommt, die zum Polizeialltag gehören.

Wer ein Praktikum macht, sollte also präzise Fragen stellen.

Ausbildung bei der Polizei

Wer sein Praktikum bei der Polizei hinter sich hat und eine Ausbildung beginnen möchte, muss sich für eine Laufbahn entscheiden. Es gibt hier den mittleren Dienst, den gehobenen Dienst und den höheren Dienst.

Unabhängig davon sollte man einige allgemeine Voraussetzungen erfüllen:

  • Keine Vorstrafen
  • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse
  • Bekenntnis zur freiheitlichen, demokratischen Grundordnung
  • Führerschein der Klasse B
  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Mindestgröße
  • Gesundheitliche Eignung

Da die Ausbildung zum Polizisten in den einzelnen Bundesländern teilweise unterschiedlich gehandhabt wird, unterscheiden sich auch die Einstiegsvoraussetzungen.

Informieren Sie sich frühzeitig, welche Bedingungen erfüllt werden müssen.

Einstellungstest bei der Polizei

Manche Polizeibehörden haben zusätzlich zur körperlichen Untersuchung einen Einstellungstest, in dem die unterschiedlichsten Wissensgebiete abgeprüft werden.

Man kann sich im Internet Informationen suchen, um sich auf den Test vorzubereiten. Es gibt auch kostenpflichtige Angebote dafür.

Der mittlere Dienst

Zum Polizeibeamten im mittleren Dienst kommt man in der Regel über eine Ausbildung von zweieinhalb Jahren. Diese beinhaltet eine fundierte theoretische Ausbildung und danach mehrere Einsatzpraktika, in denen vermittelt werden kann, wie man mit den verschiedensten Situationen umgeht.

Im mittleren Dienst wird man unter anderem beim Objektschutz und in größeren Polizeieinheiten eingesetzt.

Der gehobene Dienst

Für den gehobenen Dienst bietet die Bundespolizei einen Diplomstudiengang an, den man regulär in 3 Jahren absolviert.

Danach kann man für die unterschiedlichsten Tätigkeiten eingesetzt werden. Vom Streifendienst bis zu Führungspositionen in verschiedenen Abteilungen. Bei entsprechender Eignung kann man auch bei der GSG 9, zur See oder im Informationsdienst eingesetzt werden.

Der höhere Dienst

Um eine Karriere im höheren Dienst der Polizei zu beginnen, muss man ein entsprechendes Hochschulstudium abgeschlossen haben. Im höheren Dienst findet man Spezialisten für die verschiedensten Aufgaben und Beamten in leitenden Funktionen.

Als Quereinsteiger zur Polizei?

An manchen Standorten ist es möglich, dass Sie Ihre Ausbildung bei der Polizei bis in ein vergleichsweise hohes Alter beginnen (in München bis 34 Jahre).

Die Ausbildungsdauer ist dabei verkürzt, enthält aber die gleichen theoretischen Lerninhalte. Die Ausbildung endet mit einem achtwöchigen Berufspraktikum.

Gehalt bei der Polizei

Das Gehalt bei der Polizei hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Dazu zählen der Familienstand, die Besoldungsgruppe, das Bundesland und die Zahl der Kinder.

Einstiegsgehälter liegen bei etwa 700 Euro während der Ausbildung, ein verheirateter Polizeihauptmeister mit 2 Kindern in Bayern kann etwa 3.300 Euro bekommen.

Belastungen bei der Polizei

Als Polizeibeamter trägt man eine besondere Verantwortung. Man ist auch in der Freizeit gehalten, beispielhaft die Werte der Bundesrepublik Deutschland zu vertreten.

Während der Arbeitszeit wird man oft mit extremen Situationen konfrontiert. Der Beruf als Polizeibeamter ist körperlich fordernd. Dazu kommen weitere Belastungen wie der Schichtdienst und die häufigen Stresssituationen.

Spitzensportler im Polizeidienst

Neben der Bundeswehr ist der Polizeidienst eine gute Möglichkeit für Spitzensportler ihren Beruf mit ihrer sportlichen Karriere zu verbinden. Die Regelstudienzeit kann dabei von drei auf fünf Jahre verlängert werden.

Wenn sich Schüler, die im Bundeskader Sport treiben oder eine positive Prognose für diesen haben, für den Polizeiberuf interessieren, dann können sie zunächst mit einem längerem Praktikum bei der Polizei einsteigen und danach das Studium an ihre Bedürfnisse anpassen.

Bildquelle: © Wolfgang Cibura – Fotolia.com

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