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Wer einen Nebenjob annimmt, der muss seinem Arbeitgeber über die Nebentätigkeit informieren. Normalerweise kann der Arbeitgeber die Nebentätigkeit nicht untersagen, denn was ein Arbeitnehmer nach Dienstschluss tut, ist seine eigene Sache. Enthält der Arbeitsvertrag eine Klausel, die einen Nebenjob verbietet, so ist das als nicht rechtens anzusehen. Ist aber der Arbeitnehmer verbeamtet oder im Öffentlichen Dienst tätig, so greift diese Klausel.

Einleitung:

Ausübung eines Nebenjobs
Genehmigung des Nebenjobs durch den Arbeitgeber
Wie viel darf man dazu verdienen
Anspruch des Nebenjobbers
Sozialversicherung
Gleiches Recht für alle

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Darf ein Arbeitnehmer einen Nebenjob ausüben?

Generell kann ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer einen Nebenjob nicht verbieten. Er kann aber im Arbeitsvertrag eine Klausel manifestieren, die den Arbeitnehmer verpflichtet, eine Nebentätigkeit seinem Arbeitgeber zu melden. Der Arbeitnehmer darf sich über diese Einschränkung nicht hinwegsetzen, selbst dann nicht, wenn es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt. In so einem Fall besteht eine Informationspflicht gegenüber dem Arbeitgeber.

Wie viel darf man dazu verdienen?

Ein Nebenjob der mit bis zu 400 Euro dotiert ist, ist steuerfrei. Nimmt nun beispielsweise ein Arbeitgeber mehrere Nebenjobs an und er verdient über 400 Euro damit, so muss er sich eine zweite Lohnsteuerkarte beim Finanzamt einholen. Allerdings gibt es Einschränkungen zu beachten, wonach der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter den Nebenjob verbieten kann. Das ist der Fall, wenn sich der Mitarbeiter bei seinen Nebenjobs so verausgabt, dass er in seinem Hauptberuf nur mit halber Kraft arbeiten kann. Gesetzlich geregelt ist die Arbeitszeit. So dürfen alle Arbeitsverhältnisse zusammen nur bis zehn Stunden betragen oder 48 Stunden in der Woche nicht überschreiten.

Was hat ein Nebenjobber für Ansprüche?

Es gelten die gleichen Regeln wie für einen Beschäftigten, der nur einen Arbeitsplatz hat. Dazu zählen die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Feiertagbezahlung, bezahlter Urlaub Mutterschutz. Betriebliche Sozialleistungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld gehören ebenfalls dazu. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall wird bezahlt, egal ob ein Unfall im Zusammenhang mit dem Nebenjob oder dem Hauptjob, passiert ist. So haben Nebenjobber aus allen beiden Beschäftigungen Anspruch auf Fortzahlung im Krankheitsfall.

Wie sieht es mit der Sozialversicherung aus?

Hat ein Arbeitnehmer mehrere Nebenjobs, so braucht er für den ersten Nebenjob keine Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen. Allerdings muss der monatliche Verdienst höchstens 450 Euro betragen.

Zwei Nebenjobs?

Hat ein Arbeitnehmer zwei Nebenjobs, dann wird für die Beitragsberechnung der Verdienst aus der versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung zusammengerechnet. Nur der erste Nebenjob bleibt also sozialabgabenfrei. Die Ausnahme ist die Arbeitslosenversicherung, bei der das Zusammenrechnen aus Haupt- und Nebenjob nicht greift.

Gleiches Recht für alle

Dazu wird auch bezahlter Erholungsurlaub gezählt. Generell gibt es einen Urlaubsanspruch, wenn Vollbeschäftigung besteht, 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche. Bei einem Minijob oder Nebenjob werden die Urlaubstage auf vereinbarten Werktag umgerechnet. Bei einer Erkrankung steht dem Nebenjobber ebenfalls Anspruch auf Lohnfortzahlung zu. Dazu zählen auch stationäre Kuren, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Fällt ein Arbeitstag auf einen Feiertag, so wird dem Arbeitnehmer der Feiertag berechnet, er muss ihn keineswegs nacharbeiten.

Was den Kündigungsschutz betrifft, so gelten für Nebenjobber die gleichen Bedingungen wie für den Vollzeitbeschäftigten.
Generell stehen Nebenjobber die gleichen Arbeitsverhältnisse wie einem Vollzeitbeschäftigten zu. Außerdem zahlt der Arbeitgeber einen pauschalierten Betrag zur Rentenversicherung von 15 %. Seit 2013 muss der Nebenjobber einen Eigenbetrag leisten. Dazu muss er den Arbeitgeberanteil aufstocken, so dass der Eigenanteil bei 3,9 % liegt.

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