Geld verdienen am

Einfach und schnell soll man mit diesem Trick Geld verdienen können! Und tatsächlich, es scheint zu funktionieren. Viele eBay-Verkäufer machen sich das Leben leicht und verkaufen Artikel aus Amazon-Shops einfach über eBay weiter – für mehr Geld. Das sorgt natürlich auch für jede Menge Ärger… Wie diese Variante des schnellen Geldes genau funktioniert und warum man lieber die Finder davon lassen sollte, erfahren Sie in den nachfolgenden Abschnitten. Das Redaktionsteam von Heimarbeit.de wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Das alles finden Sie in diesem Artikel:

  • Clevere eBay-Verkäufer nutzen Preisunterschiede zu Amazon
  • So funktioniert die Arbitrage
  • Bei eBay verkauft, von Amazon versendet
  • Vorteile dieser Art des Weiterverkaufs
  • Nachteile dieser Art des Weiterverkaufs
  • Wie geht es weiter?
  • Lohnt sich ein Weiterverkauf über eBay? Wohl kaum…

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Clevere eBay-Verkäufer nutzen Preisunterschiede zu Amazon

Unglaublich aber wahr: Scheinbar nutzen einige eBay-Verkäufer die Preisunterschiede von Amazon zu eBay. Normalerweise würde man annehmen, dass im Internet ein Kampf der Shops um den niedrigsten Preis tobt, um die pingeligen Kunden zufrieden zu stellen, die das Netz nach dem günstigsten Preis für ein bestimmtes Produkt durchforsten. Aber wie es aussieht, ticken längst nicht alle so.

Eine ganze Menge Personen scheinen noch an bestimmten Handelsplattformen zu kleben und diese regelmäßig zu nutzen, ohne die preislichen Unterschiede zu anderen zu überprüfen.

Clevere Verkäufer sind nun auf die Idee gekommen, den Preisunterschied für sich zu nutzen. Sie stellen Angebote auf eBay ein, die eigentlich von Amazon kommen. Sie verkaufen sozusagen Produkte von Amazon über eBay weiter – und zwar mit einem Preisaufschlag. Den Versand übernimmt dann trotzdem der Amazon-Händler.

So funktioniert die Arbitrage

Bei Amazon und eBay gibt es Millionen verschiedener Angebote. Bei den beiden Internetplattformen handelt es sich um zwei verschiedene Unternehmen mit jeweils anderen geschäftlichen Ansätzen. Und dennoch sind sich beide Unternehmen ziemlich ähnlich in einigen ganz bestimmten Sachen.

Artikel, die man auf Amazon zum Verkauf findet, gibt es teilweise auch eBay auf. Und sogar mit ein und der selben Beschreibung. Allerdings mit einem kleinen preislichen Unterschied. Bei eBay kostet derselbe Artikel, den man auch auf Amazon finden kann, etwa 5 Euro mehr.

Natürlich ist das längst nicht bei allen Artikel so, aber scheinbar haben sich einige Verkäufer auf eBay ein Geschäftsmodell ausgedacht, bei dem sie Amazon-Artikel nehmen und diese eins zu eins bei eBay einstellen. Nur eben für einen höheren Preis. Sie nutzen eBay, um Produkte aus dem Amazon-Shop dort weiterzuverkaufen und um mit einem erhöhten Preis Gewinn zu machen.

Tausende von Artikel werden mittlerweile auf diese Weise über eBay vertrieben, die aber eigentlich bei Amazon für einen Bruchteil des Preises verfügbar gewesen wären.

Bei eBay verkauft, von Amazon versendet

Würde nun ein eBay-Kunde einen Artikel auf der Plattform kaufen, der aber eigentlich von Amazon stammt und bei eBay lediglich teurer zum Verkauf eingestellt war, würde eine ziemlich interessante Kette in Gang gesetzt werden:

  • 1. Der eBay-Verkäufer bekommt nach dem Kauf das Geld vom Kunden für das Produkt.
  • 2. Nun bestellt der eBay-Verkäufer das günstigere Produkt bei Amazon (das ja identisch ist).
  • 3. Anstatt das Produkt an sich selbst schicken zu lassen, lässt der eBay-Verkäufer das Produkt vom Amazon-Verkäufer an den ursprünglichen Käufer verschicken.

So werden Zweifel beseitigt

Wenn der eBay-Käufer nun sieht, dass bei der Paketzustellung das Paket nicht etwa vom eBay-Verkäufer, sondern vom Amazon-Verkäufer ein Label trägt, könnte es sein, dass er als Käufer skeptisch wird. In einem solchen Fall hilft dem Verkäufer ein ziemlich einfaches Argument:

„Der Umwelt zuliebe werden gebrauchte Kartons einfach wiederverwendet.“

Vorteile dieser Art des Weiterverkaufs

Fünf Euro sind nicht gerade viel – verkauft man allerdings mehrere Hundert bis Tausend Produkte pro Monat, sind 5 Euro Marge gar nicht mal so wenig. Der größte Vorteil für den „Weiterverkäufer“ besteht allerdings darin, dass für ihn ein Großteil der Kosten und der Mühen, die ein Shop normalerweise hat, erspart bleiben.

Der Verkäufer, der den Amazon-Artikel auf eBay einfach weiterverkauft, braucht kein eigenes Lager, da die Ware schließlich beim Amazon-Verkäufer lagert. Auch um den Versand muss sich der eBay-Verkäufer nicht kümmern. Das spart nicht nur jede Menge Zeit und Aufwand, sondern auch Geld.

Nachteile dieser Art des Weiterverkaufs

Leider gibt es auch einige Nachteile dieser Art des Verkaufs. Letztendlich wird dadurch nämlich dem Amazon-Verkäufer geschadet, indem die Bewertung sowie die Bekanntheit des Handels an den eBay-Verkäufer weitergeht. Ein weiteres großes Problem sind die deutlich erhöhten Rücksendungen, wie ein Amazon-Verkäufer, der selbst zum Opfer solcher Weiterverkäufe wurde, bekannt gab. Nach seinen Aussagen seien die Reklamationen so stark gestiegen, dass dies den Verkäufer bei Amazon teilweise sogar einige Tausend Euro an Umsatz kostete.

Löst nämlich ein Kunde von eBay eine Rücksendung aus, so holt sich der eBay-Verkäufer einfach ein Return-Label bei Amazon und schickt dieses an den eBay-Kunden. Gleichzeitig verlangt er aber auch bis zu 20 Prozent des Artikelwertes als Lagerauffüllgebühr vom Kunden.

Und auch Amazon verlangt wiederum eine Gebühr von seinem Händler, da er es ja schließlich verkauft hat. Der einzige, der an diesem Durcheinander verdient, ist dabei der eBay-Verkäufer, der die Ware von Amazon weiterverkauft hat. Alle anderen machen Minus: der eBay-Käufer sowie der Amazon-Händler.

Wie geht es weiter?

Natürlich versuchen die Amazon-Verkäufer bei einem solchen Vorgehen zurückzuschlagen. Das Problem allerdings ist, dass das Arbitrage-Modell (Amazon-Produkte über eBay teurer weiterverkaufen) nicht gegen die Richtlinien der beiden Marktplätze verstößt. Aus rechtlicher Sicht ist es für die Amazon-Verkäufer also schwierig, gegen die eBay-Verkäufer vorzugehen, die sich an den Amazon-Produkten bereichern.

Eine Möglichkeit ist, dass die Verkäufer bei Amazon ihre Produkte teilweise teurer machen. Dadurch sollen Verluste durch Rücksendungen aufgefangen werden können. Neuere Versionen der Produkte werden dann in den eigenen Shops sowie im stationären Handel dafür günstiger angeboten.

Starker Konter: Ein betroffener Amazon-Verkäufer schlägt eiskalt gegen die eBay-Verkäufer zurück: Sobald er ein Produkt, das von ihm stammt, bei eBay sieht, kauft er es. Gleichzeitig erhöht er in seinem Shop den Preis um ein Vielfaches für das Produkt. Der eBay-Verkäufer hat nun keine andere Wahl, als das viel teurere Produkt vom Amazon-Händler zu kaufen und damit einen bitteren Verlust zu machen.

Lohnt sich ein Weiterverkauf über eBay? Wohl kaum…

Ein Weiterverkauf über eBay hat zwar seine Vorteile, allerdings muss man auch sagen, dass ein solches Geschäftsmodell sehr egoistischer Natur entspringt. Wer rücksichtslos Profit machen möchte und dabei auf den Verdienst der Shops pfeifen möchte, auf dessen Kosten der eigene Shop besteht, kann dies gern tun.

Allerdings muss man auch mit den Risiken leben – schließlich lässt sich niemand gerne auf der Nase herumtanzen. Und schon gar nicht, wenn es ums Geschäft geht.

Wir können diese Art des schnellen Verdienstes darum auf keinen Fall gutheißen und empfehlen dringend, sich bessere Möglichkeiten des Geldverdienens heraus zu picken.

Bildquelle: © fotomek – Fotolia.com

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