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Eine schockierende Studie aus Dänemark stellt klar: Etwa jeder fünfte Jugendliche findet es absolut okay, Geschenke für Sex anzunehmen. Auch in Frankreich schlugen Experten bereits Alarm. Teilweise sollen sich Schülerinnen dort für nur 25 Euro auf dem Schulklo prostituieren. Sieht es in Deutschland ähnlich aus?

Mechtild Maurer, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung (ECPAT), erklärte in einem Interview mit der „Deutschen Welle“: „In Deutschland gibt es kaum Informationen zu Kinderprostitution, weil uns einfach das Wissen, die Fakten und die Zahlen fehlen.“

Liegt es daran, dass käufliche Sexualität unter Teenagern in Deutschland einfach kein Thema ist? Oder liegt es daran, dass die Gesellschaft wie bei vielen ähnlich brisanten Themen lieber wegschaut?

Fakt ist: Auch in Deutschland dringen häufiger Fälle an die Öffentlichkeit, in denen sich Minderjährige für sexuelle Handlungen verkaufen mussten.

Frankreich: beinahe 5.000 Schülerinnen betroffen

Möglicherweise bietet uns unser Nachbarland Frankreich einen kleinen, herben Vorgeschmack auf das, was in Deutschland passiert: Tatsächlich bezahlen in Frankreich sogar schon Kinder für Sex. An nahezu allen französischen Schulen lassen sich Mädchen für Sex bezahlen. Doch sie tun es meist nicht freiwillig…

In vielen Fällen wird den Mädchen einfach das Handy weggenommen und gesagt, dass sie es gegen Oralsex zurückhaben können. Was sich wie ein schlechter Witz anhört, ist jedoch die traurige Praxis. Die Polizei schätzt die Anzahl der Mädchen, die sich regelmäßig prostituieren müssen, auf etwa 5.000. Immer häufiger registrieren Ermittler Einträge aufgrund von Sexualstraftaten – manche sprechen von Vergewaltigung, andere von Prostitution.

Oralverkehr auf dem Schulklo für 25 Euro

Eine traurige Entwicklung: Seit mehreren Jahren lässt sich in Frankreich beobachten, dass immer mehr Jungendliche Sex als eine Ware betrachten – mit Liebe hat es kaum noch etwas zu tun. Noch viel drastischer ist allerdings die Tatsache, dass es sich hierbei schon um Kinder im Alter von zwölf bis 14 Jahren handelt.

Jungs reichen ihre Freundinnen für Geld an Kumpels weiter

„Das ist nicht so schlimm. Die echten Küsse bekomme ich von meinem Freund.“ Beinahe wie in echter Prostitution geht es bei manchen Teenagern zu. Die Mädchen, die für Geld weitergereicht werden, werden von ihren Freunden regelrecht zum Sex mit anderen gezwungen – als eine Art Liebesbeweis. Und das passiert ohne dass die Eltern etwas davon ahnen können.

Ähnliche Entwicklungen in der Schweiz

Nicht nur Frankreich ist betroffen. Auch ein weiteres Nachbarland schlägt Alarm: die Schweiz. Regula Schwager, Psychotherapeutin bei Castagna, einer Beratungsstelle für sexuell ausgebeutete Kinder und weibliche Jugendliche in Zürich, sagte aus, dass sich im Jahre 2014 gut 1.044 Kinder meldeten, die Opfer sexueller Ausbeutung geworden seien. Zudem wurden 120 jugendliche, männliche Täter gemeldet.

Bildquelle: © Kaspars Grinvalds – Fotolia.com

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