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Sport, Fitness und Gesundheit zählen zu den Trendthemen in Deutschland – wer sich hier beruflich orientieren möchte, setzt auf einen chancenreichen Zukunftsmarkt. Welche Anforderungen, Besonderheiten und Vorzüge die besten fünf Sportberufe bieten, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen wächst ebenso wie die Bereitschaft zu Sport – und mit ihr eine ganze Branche. Noch nie galt ein sportlicher Lifestyle als so attraktiv wie heute. Viele Menschen messen heute sogar ihre Schrittzahl und führen mit Hilfe von Apps Buch über ihre täglichen Bewegungseinheiten: Eine US-Studie belegte jetzt, dass mit Selbstoptimierungshilfen wie Schrittzählern bis zu 40% mehr Bewegung im Alltag gemessen wurde.

Sie motivieren außerdem dazu, die eigene Leistungen immer noch weiter zu steigern. Sport gilt als wichtiger Ausgleich für den Beruf, als Garant für ein gesundes und mobiles Leben, Gemeinschaft mit Gleichgesinnten und für eine attraktive Figur – in jedem Alter. Ein neues Bewusstsein, das sich auch in der Wirtschaft bemerkbar macht.

Interessante Führungspositionen im Sportwesen

Die Nachfrage an Dienstleistungen und Einrichtungen, die körperliche Bewegung anbieten, steigt, der Markt boomt. Auch für sportinteressierte Karrierebewusste sind im Rahmen dieser Entwicklung interessante Berufsbilder entstanden. Sowohl im kaufmännischen Bereich als auch im Management, für das ein duales Studium den Weg in die Führungsposition ebnet.

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1. Sport- und Fitnesskaufmann: Sportsgeist trifft Teamgeist

Nah am fitnessorientierten Kunden und mitten drin im wechselnden Geschehen: Der Sport- und Fitnesskaufmann arbeitet am Bildschirm, in der Kundenberatung und präsentiert so manche Sportübung auf der Matte persönlich. Diese vielfältigen Aufgaben machen den Reiz für sportbegeisterte junge Teamplayer aus, die bisher ihr Fitnessstudio ohnehin als zweites Zuhause betrachtet haben und dabei gerne kaufmännisch arbeiten möchten. Controlling, Vertragsabschlüsse und Personalwirtschaft gehören ebenfalls zum Berufsbild.

Im öffentlichen Dienst lockt ein höheres Gehalt

Das erste Ausbildungsjahr der dreijährigen Ausbildung wird mit etwa 700 Euro brutto monatlich vergütet, das zweite mit 750 Euro und das dritte mit 800 Euro brutto. Im Berufsleben ist für den Verdienst maßgeblich, wo der Sport- und Fitnesskaufmann angestellt ist. Das durchschnittliche Gehalt liegt deutschlandweit bei 1429 Euro brutto – im öffentlichen Dienst (zum Beispiel in Krankenhäusern oder Reha-Einrichtungen) kann dieses jedoch bis zu 2300 Euro betragen.

2. Physiotherapeut/in: Bewegung als Heilmittel

Ein Physiotherapeut sorgt dafür, dass seine Patienten nach Unfall, Krankheit oder anderen Beschwerden wortwörtlich schnell wieder auf den Beinen sind. Denn in seiner Ausbildung lernt er: Bewegung ist die beste Medizin! Neben zielgerichteten Übungen und Massagen ist die ganzheitliche Betreuung der Patienten von Bedeutung – hier ist Einfühlungsvermögen gefragt. Auch die eigene Fitness ist wichtig, da es sich um einen körperlich fordernden Beruf handelt. Ein medizinisches Attest weist diese nach.

Option Selbstständigkeit

Anatomische Kenntnisse sind die Voraussetzung, um den Beruf auszuüben. Diese erlernt ein zukünftiger Physiotherapeut in einer vierjährigen Ausbildung. Diese ist rein schulischer Natur und bietet daher kein Gehalt. Beim Berufseinstieg liegt der Verdienst bei 1600 Euro bis 2660 Euro brutto. Im öffentlichen Dienst ist hier das Gehalt nach Berufserfahrung gestaffelt. Auch die Zukunft als selbstständiger Physiotherapeut ist eine interessante Option.

3. Sportmanager

Ein Sportmanager hat ein duales Studium im Sportmanagement absolviert – zum Beispiel in Kombination mit der Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann – und arbeitet in der Geschäftsführung von Sportvereinen und Sportunternehmen. Der Fokus ist hier auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge gerichtet. Insofern besteht der Alltag in Verwaltungsaufgaben und in der Organisation in Fitnessstudios, Veranstaltungsagenturen und Sportvereinen. Dass ein Sportmanager dabei die Sport- und Fitnessszene bestens kennt und ein großes Interesse für diese mitbringt, versteht sich von selbst.

Mit Ehrgeiz in die Pole Position

Die Studienkosten werden vom Ausbildungsbetrieb übernommen – ein großer Pluspunkt. Innerhalb von vier Ausbildungsjahren steigert sich das Gehalt von 400 auf 900 Euro. 2000 bis 2600 Euro brutto bilden das durchschnittliche Einstiegsmonatsgehalt. Ein Masterabschluss sowie ein Konzern als Arbeitsstätte erhöhen die Chance auf einen attraktiven Verdienst – und auch offensiver Ehrgeiz im Betrieb zahlt sich aus.

4. Fitnesstrainer / FItnessstudioleiter

Für einen Fitnesstrainer ist Sport ein wichtiger Baustein in ihrem eigenen Leben – und eine Ausbildung zum Fitnesstrainer bietet die ideale Voraussetzung, diese Leidenschaft zum Beruf zu machen. Schließlich leitet der Trainer nicht nur an und erstellt individuelle Trainingspläne, sondern ist dabei auch selbst aktiv. Die Fitnessbranche boomt – und so bietet besonders die Leitung eines ganzen Gesundheitsunternehmens interessante Berufschancen.

Ein Fitnessstudio leiten

Eine Ausbildung zum Fitnesstrainer ist bei Landessportverbänden oder privaten Trägern möglich. Für junge Menschen mit Fachhochschulreife bietet sich ein duales Studium an: Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement bietet dies ausbildungsbegleitend als Fernstudium an. Für angehende Fitnesstrainer, die ihre Freizeit ohnehin gerne dem Thema Sport widmen, ist diese Doppelbelastung sicher tragbar. Sieben Semester lang stehen Trainingswissenschaften als Schwerpunkt auf dem Lehrplan, in denen auch die menschliche Anatomie und kundenorientierte Trainingsgestaltung beleuchtet werden.

5. Fachangestellte/r für Bäderbetriebe: Arbeitsplatz für Schwimmbegeisterte

Ein Fachangestellte/r für Bäderbetriebe beaufsichtigt nicht nur den täglichen Schwimmbadbetrieb und sorgt dabei für Sicherheit, sondern leitet Schwimmkurse, nimmt Schwimmabzeichen ab und ist für die Sauberkeit des Schwimmbades zuständig. Zum Beruf gehört es auch, als Ansprechpartner für die Badegäste da zu sein, erste Hilfe zu leisten und gefährliche Situationen zu erkennen und abzufangen. Zudem verfügt die Tätigkeit als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe auch über einen technischen Anteil, wenn es darum gilt, Filter zu wechseln oder technische Anlagen zu überprüfen.

Weiterbildungen, um das Gehalt zu erhöhen

Wer sich für die duale Ausbildung entscheidet, erlernt innerhalb von drei Jahren die dafür erforderlichen Kenntnisse und verdient vom ersten bis zum dritten Jahr zwischen 753 und 849 Euro brutto. Das Einstiegsgehalt liegt bei 1800 Euro brutto – hier können Weiterbildungen zum Beispiel als geprüfter Meister für Bäderbetriebe attraktive Verdienstchancen eröffnen.

Bildquelle: © Syda Productions – Fotolia.com

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