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Nicht nur Babys sollen vom Stillen profitieren: Laut einer Studie soll das Stillen auch den Müttern sehr gut tun. Sogar vor Brustkrebs soll regelmäßiges Stillen schützen…

Studie beweist: Stillen gesund für Kind und Mutter

Auch wenn sich zahlreiche Babylebensmittel-Hersteller noch immer dagegen wehren: Muttermilch ist und bleibt die beste Nahrung fürs Kind. Dies ist mittlerweile auch in den besser entwickelten Industrienationen durchgesickert – hier war die Stillrate in den letzten Jahrzehnten erstaunlich niedrig.

Eine neue Studie beweist nun zahlreiche Vorteile, die das regelmäßige Stillen des Kindes mit sich bringt: Unter anderem soll das Stillen die Kinder vor gefährlichen Infektionskrankheiten schützen und sie sogar schlauer machen.

Außerdem bringt das Stillen auch der Mutter selbst zahlreiche Vorteile ein. Eine im Fachblatt „Annals of Oncology“ veröffentliche Studie erklärte, dass das Stillen sogar vor Brustkrebs schützen kann.

Regelmäßiges Stillen reduziere das Risiko, an einer sehr aggressiven Form von Krebs zu erkranken, welche auch als „Triple-negativer Tumor“ bekannt ist. Von dieser Krebsform sind meist jüngere Frauen betroffen.

Die Chefin der Organisation „breastcancer.org“ und Leiterin der Studie erklärte dazu: „Schwangerschaft und Stillzeit sind wichtige Schritte im jahrzehntelangen Reifeprozess der weiblichen Brust.“ Nach neuesten Erkenntnissen solle erst das Stillen dazu führen, das die weibliche Brust erwachsen werde und somit nicht mehr untätig bleibe.

Zudem soll das Saugen des Babys Zellen in den Milchgängen verändern. Infolge dessen würde die Brust resistenter gegen Krebs werden.

Daneben zeigte eine andere Studie aus Kalifornien, dass Stillen langfristig vor einer Diabetes-Erkrankung schützen kann. Je länger eine Frau das Kind stillt, desto geringer soll ihr Risiko sein, an Diabetes zu erkranken.

Stillen löst wichtige Prozesse aus

Das Stillen lässt im Körper der Frau wichtige Prozesse beginnen, die dem Körper das Signal geben, dass die Schwangerschaft erfolgreich abgeschlossen wurde, damit sich dieser wieder auf ein gewohntes Leben nach der Geburt einstellen kann. Tatsächlich bezeichnen Experten die Stillzeit schließlich auch als viertes Trimester.

Das Stillen sorgt übrigens auch für eine erhöhte Fettverbrennung, die der Mutter dabei helfen kann, nach ihrer Schwangerschaft zurück in ihre ursprüngliche Form zu gelangen.

Stillrate in Europa weltweit am niedrigsten

In keiner anderen Gegend der Welt wird so wenig gestillt, wie hier. Viele Forscher versuchen nun mit Hochdruck den vermeintlichen Vorteilen von Babynahrung, die von vielen Unternehmen so hoch gelobt wird, entgegenzuwirken und auf die Vorzüge der natürlichen Versorgung des Babys aufmerksam zu machen.

Während in ärmeren Ländern bis zu 99 Prozent der Mütter ihre Kinder bis zum ersten Geburtstag stillen, sind es in Deutschland gerade einmal 23 Prozent. Noch schlechter sieht es in Großbritannien aus: Hier liegt die Stillrate während des ersten Lebensjahres gerade einmal bei unter einem Prozent.

Beitragsbildquelle: © LoloStock – Fotolia.com

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