Ein neues Paar Sneaker, ein Besuch im Kino, Eis essen mit Freunden, ein Tag im Schwimmbad: Das alles und viel mehr will bezahlt werden. Viele Kinder und Jugendliche bekommen Taschengeld von ihren Eltern, aber meist ist es ebenso schnell ausgegeben, wie man es erhalten hat. Für alle Kinder und Jugendliche, die Taschengeld verdienen wollen, gibt es verschiedene Optionen. Wir zeigen die 5 besten Möglichkeiten, das Taschengeld aufzubessern!

Nicht jeder Job ist geeignet

Die Ansprüche der Kinder und Jugendlichen haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt und nicht jedem Wunsch kann und möchte man als Eltern nachgeben. Da liegt es nahe, dass sich der Nachwuchs einen Job sucht, um das Taschengeld selber aufstocken zu können.

Weil Kinder und Jugendliche nicht nur zeitliche Begrenzungen haben, sondern auch arbeitsrechtlich einem besonderen Schutz unterliegen, kann man nicht mit jedem Job Taschengeld verdienen. Sinnvoll sind vor allem Ferienjobs für jüngere Kinder und Nebenjobs für Jugendliche und junge Erwachsene, die sie nach der Schule ausüben können.

Arbeitsrechtliche Bestimmungen für Schülerjobs

Im Jugendarbeitsschutzgesetz (JarbSchG) ist genau festgehalten, ab welchem Alter und in welchem Umfang Kinder und Jugendliche arbeiten und Geld verdienen dürfen. Sofern keine besonderen Bestimmungen gelten dürfen Kinder und Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr (unter Einwilligung der Eltern) eine leichte Beschäftigung aufnehmen. Einer sogenannte Erwachsenenarbeit dürfen sie bis zum 18. Lebensjahr nicht nachgehen.

Die Arbeitszeit darf pro Tag maximal zwei Stunden betragen und fünf Tage in der Woche nicht überschreiten. Darüber hinaus darf die Arbeit nicht während der Schulzeit ausgeführt werden. Grundsätzlich sollte die Arbeitszeit zwischen 8 und 18 Uhr liegen. In der Gastronomie sind die Arbeitszeiten anders geregelt.

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Was versteht man unter leichter Beschäftigung?

Kinder und Jugendliche, die sich Taschengeld verdienen möchte, dürfen grundsätzlich nur einer leichten Tätigkeit nachgehen. Im Jugendarbeitsschutzgesetz ist dazu festgehalten, dass folgende Arbeiten ab einem Alter von 14 Jahren ausgeführt werden dürfen: Austragen von Zeitung und Zeitschriften, Mithilfe in Haushalt und Garten (z.B. Einkaufshilfen), Botengänge, Betreuung von Kindern (Babysitting), Nachhilfeunterricht, Tierbetreuung sowie die Unterstützung landwirtschaftlicher Prozesse (z.B. Feldbestellung, Versorgung von Tieren).

1. Babysitting: Guter Stundenlohn, aber leider am Wochenende

  • Möglicher Verdienst: Zwischen 9 und 14 Euro
  • Arbeitszeiten: Meist abends oder am Wochenende

Die Betreuung von Kinder gehört zu den Standardjobs von Kindern und Jugendlichen, die sich Taschengeld verdienen möchten. Und Babysitting ist ein durchaus lukrativer Nebenverdienst für Schüler. In Deutschland zahlen Eltern durchschnittlich 9 bis 10 Euro pro Stunde.

Manchmal sind auch 12 oder 14 Euro möglich. Das hängt meist ganz von den Eltern und den „Leistungen“ des Babysitters ab. Überlegt man einmal, dass z.B. Friseure mitunter nur 8,50 oder 9 Euro in der Stunde verdienen und das Gehalt noch versteuern müssen, ist der Job des Babysitters durchaus lukrativ.

Als Babysitter, nicht als Tagesmutter oder Kindermädchen, arbeitet man für gewöhnlich zwischen ein bis drei Stunden. Die meisten Eltern suchen einen Babysitter, um entspannt Erledigungen machen oder ausgehen zu können. Je nach Vereinbarung findet dies gegen Nachmittag oder Abend statt, häufig auch am Wochenende. Vor allem Jugendliche, die anfangen selber am Wochenende auszugehen und sich mit Freunden zu treffen, verlieren das Interesse am Babysitting. Dennoch bleibt es ein guter Job, um das Taschengeld aufzustocken. Mehr erfahren 

2. Nachhilfe: Andere Schüler „unterrichten“

  • Möglicher Verdienst: Zwischen 10 und 15 Euro
  • Arbeitszeiten: Nachmittags und abends

Viele Kinder und Jugendliche, die in der Schule gut abschneiden, können anderen Schülern Nachhilfe geben. Der Nebenjob als Nachhilfelehrer ist nicht nur eine Möglichkeit, das Taschengeld aufzubessern, sondern gleichzeitig auch selber fit im Unterrichtsstoff zu bleiben. Je nach Vereinbarung sind Stundenlöhne zwischen 10 und 15 Euro möglich. Hier spielt natürlich die Erfahrung als Nachhilfelehrer eine wichtige Rolle.

Ebenso achten Eltern auf die Noten des Nachhilfelehrers. Da sowohl Nachhilfelehrer als auch Schüler von Vormittags bis zum frühen Nachmittag in der Schule sind, beginnt die Nachhilfe meist am Nachmittag oder am frühen Abend. Eine „Stunde“ dauert für gewöhnlich 45 Minuten. Mehr erfahren

3. Gastronomie: Ob Café oder Schnellrestaurant

  • Möglicher Verdienst: zwischen 6 und 12 Euro, teilweise plus Trinkgeld
  • Arbeitszeiten: Nachmittags, abends, am Wochenende

Die Gastronomie ist ein breites Feld, in der Schüler Nebenjobs finden können. Ob man sich als Kellner in einem Café, als Küchenhilfe im Restaurant, als Pizzalieferant oder als Mitarbeiter im Schnellrestaurant bewirbt, viele Arbeitgeber haben eine kleine Stelle zu besetzen. Oftmals ist es sinnvoll, sich persönlich vorzustellen und direkt nach einem Nebenjob zu fragen. Beim Kellnern kann man zwischen sieben und 12 Euro pro Stunde verdienen.

Mit viel Freundlichkeit und Spaß kann man sich zusätzlich ein gutes Trinkgeld verdienen, das nicht zwangsweise steuerpflichtig ist. Als Küchenhilfe wird man sicherlich selten Trinkgeld bekommen, doch der Stundenlohn liegt immerhin schon zwischen 8,50 und 10 Euro. Mit einem Minijob in einem der bekannten Schnellrestaurants verdient man etwa sechs bis sieben Euro. Für die Arbeit an Feiertagen erhält man einen Zuschlag von bis zu 100 %. Mehr erfahren

4. Handel: Supermarkt und Einzelhandel

  • Möglicher Verdienst: 5 bis 8 Euro
  • Arbeitszeiten: unterschiedlich

Bei vielen Schülern sind Jobs in Supermärkten oder Geschäften beliebt, da man hier mit dem Regalauffüllen einen relativ entspannten Nebenjob macht. Häufig wird man auch dazu eingesetzt, das Lager aufzuräumen oder abgelaufene Konsumgüter aus den Regalen zu entfernen. Im Durchschnitt kann man hier zwischen fünf und acht Euro pro Stunde verdienen. Viele Supermärkte und Geschäfte möchten, dass die neue Ware nach Möglichkeit vor oder nach Ladeneröffnung in die Regale kommt.

Für Schüler (zumindest der Mittelstufe) könnte dies schwierig werden, da sie bis Mittags in der Schule sind. Oberstufenschüler haben hingegen häufiger mal frei und können so auch vormittags arbeiten. Wer einen Job als Regalauffüller oder ähnliches sucht, muss daher meist viel Geduld mitbringen, denn nicht jedes Handelsgeschäft lässt Schüler nachmittags arbeiten. Auch wenn dies den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Mehr erfahren

5. Umfragen beantworten und Taschengeld verdienen

  • Möglicher Verdienst: bis zu 10 Euro pro Umfrage
  • Arbeitszeiten: Flexibel von Zuhause aus

Informationen über Konsumenten sind für Unternehmen bares Geld wert, im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie bezahlen dafür, dass man an Umfragen teilnimmt. Im Internet kann man sich auf verschiedenen Portalen registrieren und Umfragen zu verschiedenen Produkten oder Dienstleistungen ausfüllen. Je nach Dauer der Umfrage kann man bis zu 10 Euro pro Umfrage verdienen. Teilweise sogar ein bisschen mehr, aber das dürfte nur die Ausnahme sein.

Hat man einen seriösen Anbieter gefunden, der das Geld beispielsweise auszahlt und nicht in Gutscheinen verteilt, kann man gut und gerne pro Tag einige Umfragen beantworten. Das Gute daran: Die Arbeitszeiten kann sich jeder Teilnehmer selber einteilen. Hat man also einmal für Klassenarbeiten und Tests zu lernen, kann man problemlos einige Zeit aussetzen. Alle Anbieter

Bildquelle: © contrastwerkstatt – Fotolia.com

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