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Möchten Sie Geld verdienen, ohne dafür selbst arbeiten zu müssen? Werden Sie Thrombozytenspender! So einfach, wie Sie glauben, ist es allerdings nicht. Bevor Sie Blutbestandteile spenden und mit Ihren Blutplättchen Geld verdienen können, müssen Sie einige Tests bestehen.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Thrombozyten und deren Spende wissen sollten. Ebenso klären wir Sie darüber auf, was Blutplättchen-Spender verdienen können!

Was sind Thrombozyten und weshalb müssen sie gespendet werden?

Thrombozyten sind kleine farblose Blutplättchen, ohne Zellkern, die scheibenförmig aussehen und ca. 2 bis 4 Mikrometer groß sind. Sie haben eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen und können sozusagen als „Lebensretter“ bezeichnet werden. Immer dann, wenn Menschen blutende Wunden aufweisen, beginnen die scheibenförmigen Plättchen zu „arbeiten“.

Sie sorgen für die Blutstillung / Blutgerinnung. Die Thrombozyten reihen sich fest aneinander und verschließen verletzte Gefäßwände von innen binnen kurzer Zeit, indem sie einen vorläufigen Blutpfropfen bilden, der nach und nach stabiler wird. Die kleinen Blutplättchen haben eine Überlebensdauer von minimal 5 bis maximal 9 Tagen. Danach werden die alten Thrombozyten in Milz und Leber beseitigt.

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Es gibt Menschen, bei denen die Thrombozyten nicht richtig funktionieren. Manchmal sind auch zu wenig Blutplättchen im menschlichen Körper vorhanden. In beiden Fällen kann dies ernste Folgen haben. Sofern die Thrombozyten-Funktion erheblich eingeschränkt ist, dauerte es sehr lange, bis Blutungen gestillt werden können, woraus ein großer Blutverlust resultiert.

Verletzt sich ein Mensch innerlich oder äußerlich schwer, der zu wenige Thrombozyten besitzt, und treten infolge der Verletzungen sehr starke Blutungen auf, die nicht sofort gestillt werden können, weil die verminderte Anzahl Blutplättchen zu schwach ist, um die defekten Gefäßwände zu verschließen, kann der enorme Blutverlust durchaus lebensbedrohlich werden.

Die im Knochenmark gebildeten Thrombozyten sind Bestandteile des menschlichen Blutes. Genau genommen handelt es sich hierbei um zelluläre Bestandteile, solche sind ebenfalls die roten Blutkörperchen (Erythrozyten genannt) und die weißen Blutkörperchen (Leukozyten genannt). Gesunde Menschen haben in der Regel einen Thrombozyten-Gehalt von etwa 150.000 bis 389.00 µl im Blut.

Jene eignen sich deshalb auch als Thrombozyten-Spender, zumal die entnommenen Blutplättchen binnen 72 Stunden wieder neu gebildet werden und somit die „gesunde Anzahl“ erhalten bleibt. Menschen mit einem Thrombozytenmangel können verbluten, falls sie keine lebenswichtige Blutplättchen-Spende erhalten.

Thrombozyten-Bestimmungen und notwendige Spenden

Ärzte hegen den Verdacht, dass die Anzahl von Blutplättchen zu gering sein könnte, bzw. die Thrombozyten nicht leistungsstark genug sind, wenn ein Patient schneller blutet als es eigentlich üblich. Diesbezüglich wäre es möglich, dass es sich um eine krankhaft gesteigerte Blutungsneigung handelt (fachsprachlich hämorrhagische Diathese genannt). In solchen Fällen kann eine Verminderung der Blutplättchenzahl vorliegen. Es können gleichwohl Blutgerinnungsstörungen oder eine Thrombozytopathie (Erkrankung der Blutplättchen) dahinter stecken.

Bei Thrombose-Patienten, die infolgedessen eine Heparintherapie machen, ist es wichtig, die Blutplättchen zu bestimmen als auch bei Patienten mit Wunden, deren Blutungen länger andauern als üblich. Eine Thrombozyten-Bestimmung findet zudem während einer Routine-Blutbilduntersuchung statt. Sie ist darüber hinaus dringend notwendig, wenn der Verdacht auf eine disseminierte intravasale Koagulopathie (DIC – Disseminated Intravascular Coagulation) besteht. Jene Patienten benötigen dringend eine Blutplättchen-Spende.

Es gibt Menschen, deren niedriger Thrombozyten-Wert die Folge von Erkrankungen ist. Bei akuter Leukämie zum Beispiel, als auch bei aplastischer Anämie, produziert der Körper zu wenige Blutplättchen. Ursachen für niedrige Werte können auch Infektionskrankheiten sein, Virusinfektionen, Leberzirrhosen bzw. chronische Leberkrankheiten (welche mitunter die Folge von akutem Alkoholmissbrauch sein können). Bei Blutplättchen-Mangel ist die Gabe von gespendetem Thrombozyten-Konzentrat zwingend notwendig, damit die betroffenen Patienten (deren Blutplättchen-Konzentration unterhalb von 50.000 pro Millionstel l Blut liegt) nicht verbluten. 

Wer kommt als Blutplättchen-Spender infrage?

Die Thrombozytenspende ist keine Vollblutspende. Von den Spendern werden nur bestimmte Bestandteile des Blutes benötigt, ähnlich wie es bei Blutplasmaspende der Fall ist. Thrombozytenspender werden in der Regel aus dem Blutplasmaspender-Kreis ausgewählt. Es kommen nur Personen infrage, die alle Kriterien der Plasmaspende erfüllen und überdies eine Thrombozyten-Konzentration von über 250.000 µl aufweisen.

Vor der eigentlichen Blutplättchenspende muss klar sein, dass der Spender allen Kriterien entspricht und zur Thrombozytenspende freigegeben ist. Hierfür ist eine Absprache zwischen der ärztlichen Leitung der Spenderdatei und des Entnahme-Arztes zwingend erforderlich. Ebenso sind die Befunde der Voruntersuchungen relevant als auch alle Angaben, die der freiwillige Spender auf einem Fragebogen wahrheitsgemäß beantwortet hat. Wichtige Faktoren sind in dem Zusammenhang familiär bedingte Krankheiten oder seltene Erkrankungen in der Familie des Spenders als auch Erbkrankheiten.

Weil es Patienten gibt, die längerfristig oder gar dauerhaft mit Blutplättchen-Spenden versorgt werden müssen, werden überdies Spenderlisten geführt, die Auskunft darüber geben, welcher spezifische Thrombozytenspender für den jeweiligen Patienten infrage kommt. Diesbezüglich müssen nicht nur die Blutgruppen übereinstimmen, ebenso die HLA-Merkmale. Nicht jeder Mensch kommt als Blutplättchen-Spender infrage, weshalb die Spenden der Personen, die alle Kriterien erfüllen, so ungemein wichtig sind.

Wie läuft die Blutplättchenspende ab?

Die spezielle Art der Blutspende ist ein aufwendiges Verfahren. Die Thrombozyten werden direkt aus dem Körper des Spenders gewonnen, der dafür an eine sogenannte Apheresemaschine angeschlossen wird. Das Blutplättchen-Spendenverfahren beträgt ca. 45 min bis 70 Minuten bzw. 60 bis 120 Minuten, je nach Patient.

An der Apheresemaschine wird dem Spender Vollblut entnommen, welches mittels Zellseparatoren in seine einzelnen Bestandteile zerlegt wird. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache Zellapherese genannt. Es wird jedoch nur das Thrombozytenkonzentrat aufgefangen. Die restlichen Bestandteile des Blutes werden wieder in den Blutkreislauf des Spenders zurückgeleitet. Nach Ablauf der Spenden-Prozedur sollten die Spender unbedingt entspannen, ausreichend Flüssigkeit (Getränke) zu sich nehmen. Es empfiehlt sich, wenigsten eine halbe Stunde zu warten, bevor der Thrombozytenspender wieder rege am Straßenverkehr teilnimmt.   

Wie oft kann gespendet werden?

Das Thrombozytenkonzentrat ist nicht länger als 4 bis max. 5 Tage haltbar, bei sachgemäßer Lagerung wohlbemerkt. Die Raumtemperatur sollte möglichst 22 Grad betragen, damit das entnommene Konzentrat nicht gerinnt. Diesbezüglich muss die Blutplättchen-Konserve ständig bewegt werden. Der Bedarf an Blutplättchenspenden ist jedoch sehr hoch. Spender können sich daher gerne alle 14 Tage im jeweiligen Klinikum melden, um Thrombozyten zu spenden. Wer zuzüglich als Blutspender Geld verdienen möchte, kann dies als Spender ebenfalls tun. Eine Vollblutspende kann parallel zur Thrombozytenspende durchgeführt werden. Jedoch sollten mindestens 2 Tage zwischen den unterschiedlichen Spendenverfahren liegen.

Wie viel Geld erhalten die Thrombozytenspender?

Blut spenden und Leben retten ist die Devise. Auch die Thrombozytenspende ist lebenswichtig, weshalb die freiwilligen Spender für ihren Einsatz belohnt werden. Die Prozedur ist nicht gerade jedermanns Sache, und weil ohnehin nicht jeder als Spender infrage kommt, gibt es dafür Geld. Für eine Blutplättchenspende werden im Schnitt bis zu 50,00 Euro bezahlt. Weil eine Thrombozytenspende 14-tägig möglich ist (was natürlich auch Flexibilität vom Spender verlangt), ergibt dies eine Summe von 100,00 Euro pro Monat.

Wer monatlich aller 14 Tage Thrombozyten spendet, kann im Jahr ca. 1.200,00 Euro als Blutplättchen-Spender verdienen. Weil parallel ebenso Vollblut gespendet werden kann, ist es möglich, noch mehr Geld zu verdienen. Für Vollblutspenden gibt es durchschnittlich 20,00 Euro. Frauen können 3 x jährlich Blut spenden. Männer bis zu 5 x pro Jahr. Blutplasmaspenden sind sogar bis zu 50 x pro Jahr möglich. Dafür gibt es pro Spende ca. 15,00 Euro. Die Aufwandsentschädigung – denn von einem Verdienst kann in diesen Fällen nicht gesprochen werden – kann (je nach Stadt bzw. Bundesland und Einrichtung) unterschiedlich hoch ausfallen.

Überdies belohnen Blutspendendienste die Spender zusätzlich mit Bonusbeträgen, die ab einer bestimmten Anzahl an Spenden ausgezahlt werden. Auch das Werben neuer Blut- und Thrombozytenspender wird belohnt. Pro Spender (sofern er alle Kriterien erfüllt) gibt es ca. 10,00 bis 15,00 Euro. Weiterhin werden die Personen, die Vollblut, Blutplasma oder Blutplättchen-Konzentrat spenden, zum Dank mit kostenlosem Essen und Trinken versorgt (abhängig von der jeweiligen Blutspendeneinrichtung) und erhalten mitunter kleine Geschenke.   

Bildquelle: © DOC RABE Media – Fotolia.com

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