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Für viele ist es ein absoluter Traumberuf: Die Tätigkeit als Hoteltester. Schließlich kann man um die ganze Welt reisen, steigt in Luxushotels ab, entspannt am Pool, schlürft Cocktails und füllt zum Schluss ein paar Formulare aus. So jedenfalls, stellen es sich die meisten vor. Die Realität sieht allerdings ein wenig anders aus und vor allem der Weg bis dahin ist weiter und steiniger als sich manch einer vorstellen kann. Wie der Arbeitsalltag eines Hoteltesters aussieht und welche Voraussetzungen man für diesen Job mitbringen muss, haben wir für Sie recherchiert.

Hoteltester werden: Das müssen Sie wissen!Hoteltester

 

Urlaub auf Kosten anderer

Zwar verbringt ein Hoteltester seine Arbeitszeit in den verschiedensten Unterkünften auf der ganzen Welt, doch ganz so rosig wie sich die meisten den Job vorstellen ist es leider nicht. Die Unterkünfte der Tester sind in keinem Fall immer Luxushotels und ihre Aufgaben bestehen nicht daraus, sich am Pool die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

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Allgemein gesagt ist ein Hoteltester dafür zuständig, die Qualität des Hauses zu überprüfen. Dies tut er in den meisten Fällen aus der Sicht eines potentiellen Gastes. In der Regel gibt es zwei verschiedene Gründe, weshalb Hoteltester beauftragt werden.

Zum einen beauftragen renommierte Hotels selbst die Tester beziehungsweise lassen sie durch eine Serviceagentur beauftragen, um ein Feedback eines Außenstehenden zu erhalten. Das Ziel ist es hierbei, die Servicequalität des Hotels zu kontrollieren und nachhaltig zu verbessern.

Immer häufiger beauftragen aber auch externe, unabhängige Reisemagazine und Verbände die Tester, um im In- und Ausland beliebte Unterkünfte zu überprüfen. Die Veröffentlichung der Testergebnisse im Internet führt mitunter zu miserablem Marketing für die Hotels, da Urlaubsgäste auf das Urteil anderer Gäste und unabhängiger Tester vertrauen und dementsprechend ein anderes Hotel buchen.

Erhält ein Hoteltester einen Auftrag, dann überprüft er alle möglichen Serviceleistungen des Hotels. Dazu gehören unter anderem das Auftreten und die Freundlichkeit des Personals, die Qualität der Speisen und Getränke, das Verhalten an der Rezeption und selbstverständlich die Sauberkeit des Zimmers. Was genau überprüft wird, hängt aber von den Wünschen beziehungsweise den Ansprüchen des Auftraggebers an die Überprüfung ab.

Eine hart umkämpfte Branche

Leider muss von Anfang an gesagt werden, dass der Job des Hoteltesters nicht gerade der klassische Nebenjob ist. Es handelt sich dabei nicht einmal um einen Ausbildungsberuf. Stattdessen kann man viele verschiedene Wege gehen, die später zum Ziel führen – oder eben auch nicht, denn der Beruf ist hart umkämpft.

Klassischerweise können Hoteltester entweder ein abgeschlossenes Tourismus-Studium vorweisen oder haben eine Ausbildung als Hotelfachwirt oder Hotelkauffrau/-mann in der Tasche. Allerdings sind beide Optionen erst in Kombination mit langjähriger Berufserfahrung eine Grundvoraussetzung für die Arbeit als Hoteltester.

Der Vorteil, wenn man bereits einige Jahre in der Branche gearbeitet hat, ist nämlich, dass man alle Facetten des Hotelgeschäfts kennen gelernt hat. Das dort erworbene Wissen und der bereits geschulte Blick können die Arbeit als Hoteltester später erheblich erleichtern.

Leider stehen Bewerber selbst mit einer guten, fundierten Ausbildung vor einem elementaren Problem: Es gibt wesentlich mehr Interessenten als freie Arbeitsplätze. Deshalb reicht eine gute Ausbildung meist nicht aus.

Bewerber müssen außerdem eine besonders gute Beobachtungsgabe haben und über gute Sprachkenntnisse verfügen. Im besten Fall sprechen sie mehr als nur eine Fremdsprache. Darüber hinaus sollten sie ein wenig schauspielerisches Talent mitbringen; schließlich wollen sie unerkannt bleiben. Schlussendlich ist es eine Grundvoraussetzung gutes Benehmen und ein gepflegtes Erscheinungsbild vorweisen zu können.

Ein Traumberuf mit Haken

Wie man sieht, handelt es sich bei dem Beruf als Hoteltester zwar definitiv um einen Traumjob, allerdings muss man sich von der Wunschvorstellung lösen, die Tester würden dafür bezahlt werden, in 5-Sterne-Hotels Urlaub zu machen.

Noch dazu ist dieser Job Teil einer hart umkämpften Branche in der es sehr schwer ist Fuß zu fassen. Wer sich diesem Berufsziel also nicht zu hundert Prozent verschrieben hat, sollte eventuell vorher seine Alternativen überprüfen.

Bildquelle: © emaria – Fotolia.com

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