Trennung zwei Zuhause und wie Kinder damit leben
Familie am

Ein Paar beschließt in Zukunft getrennte Wege zu gehen und besiegelt das Aus der Beziehung. Wenn das Paar allerdings ein Elternpaar ist, bedeutet das Aus auch gleichzeitig den Anfang einer neuen Zeit – für die Kinder. Sie müssen sich nach bei der Trennung in zwei neuen Lebensformen zu Recht finden. Nicht immer schaffen sie den Spagat.

Übersicht

  • Das Paar trennt sich, die Kinder teilen sich
  • Scheidungskinder sind längst keine Einzelfälle mehr
  • Viele fallen durch die Statistik
  • Die Entwicklung zeigt

Das Paar trennt sich, die Kinder teilen sich

Lange Zeit gilt die Scheidung als ein Schicksalsschlag für die Kinder. Mit der Scheidung geraten die Kinder in ein Dilemma, das weitreichende Folgen hat. Noch in den 60iger Jahren galten Scheidungskinder als mögliche Straftäter, so tief wurzelt das Schicksal.

Kinder von Alleinerziehenden landen nicht selten in Heimen, wenn die Sorge den Elternteil überforderte.

Das Paar trennt sich, die Kinder teilen sich. Da leiden kleine Kinder unter Bauchweh, reagieren ängstlich und in der Schule lassen die Noten nach. Größere Kinder revoltieren oft. Jungen in der Pubertät reagieren mit erhöhtem Risiko und Mädchen ziehen sich zurück.

Scheidungskinder sind längst keine Einzelfälle mehr

Auch wenn es sich die Elternpaare oft nicht leicht machen, Einzelfälle sind Scheidungskinder längst nicht mehr. Allein in den letzten fünfzehn Jahren teilten mehr als zwei Millionen Kinder dieses Schicksal. In den Städten findet da ein Scheidungskind in seiner Klasse längst mehr als einen Schicksalsgenossen.

Viele fallen durch die Statistik

Ganz unterschlagen in dieser Statistik sind die Kinder, die eine Beziehungstrennung ohne Trauschein der Eltern erleben oder die getrennte aber nicht geschiedene Eltern haben.

Sie sind in der Zahl nicht mit einbezogen, obwohl das die Statistik nicht unerheblich nach oben verändert. Wo aber die Kinder früher Leidensgenossen waren, teilen sie heute nur noch das Schicksal der Trennung.

Die Entwicklung zeigt

Eine Scheidung oder eher gesagt eine Trennung der Eltern ist in den Augen der Bevölkerung immer noch ein Zerwürfnis für die zarte Kinderseele. Dieser Meinung folgend scheuen viele Paare den letzten Schritt.

Sie haben sich auseinandergelebt, verstehen sich nicht mehr, gehen eigentlich getrennte Wege und ziehen die Konsequenz daraus nicht, um den Kindern nicht zu schaden.

Dabei zeigt die Entwicklung, dass die Trennung der Eltern längst nicht mehr so belastend für die Kinder sein muss, wie noch in den Jahren zuvor. Eine Studie belegt „Im Schnitt sind Trennungskinder langfristig weitaus weniger auffällig als Kinder aus Konfliktfamilien.“

Hier ist nur das „Wie“ und nicht das „Warum“ der Trennung entscheidend.

Wenn die Betroffenen im Wie verantwortungsbewusst sind, sich klar machen, dass sie beide Eltern sind und bleiben, gibt es viele Lebensformen, bei denen die Kinder unbeschadet mit der Trennung umgehen können.

Eltern teilen sich immer mehr die Betreuungszeiten, so dass Kinder in verschiedenen Lebensformen den Elternteil auch genießen können.

Bildquelle: © mizina – Fotolia.com

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