Ist ein Essen lecker, neigen wir dazu, viel zu viel davon zu essen. Was danach kommt, kennt wohl jeder: Das Essen liegt einem schwer im Magen und man hat das Gefühl, sich nicht mehr bewegen zu können. Doch vielleicht ist ja genau Bewegung das Beste, was man hier machen kann? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Verdauung auf natürliche Weise anregen können und geben Tipps für den Alltag.

Übersicht:

  • Die Verdauung
  • Verdauung natürlich anregen:
  • Leichte Bewegung
  • Viel trinken
  • Bauchmassage
  • Diese Lebensmittel sind gut für die Verdauung

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Die Verdauung

Die Bedeutung der Verdauung und der Darmtätigkeit wird von vielen Menschen unterschätzt. Aber erst durch die Verdauungsprozesse ist der Körper in der Lage, alle benötigten Stoffe aus der Nahrung zu extrahieren und die Nährstoffe somit für den Körper nutzbar zu machen.

Alle Stoffe, die dem Stoffwechsel nicht durch die Verdauungsprozesse zugeführt werden können, werden ungenutzt vom Körper ausgeschieden.

Für eine optimale Verdauung braucht unser Körper eine ausgewogene Nahrungszusammensetzung bestehend aus: Wasser, Ballaststoffen, Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Probleme bekommt unsere Verdauung hingegen bei zu viel Alkohol, zu viel fettigem Essen oder zu viel rotem Fleisch.

Wenn unser Darm in seiner Tätigkeit beeinträchtigt ist, sind Verdauungsprobleme oft die Folge. Unser Darm ist sehr sensibel. Wenn man also zu viel oder das Falsche ist und trinkt, reagiert der Magen-Darm-Trakt innerhalb kürzester Zeit.

Die Verdauung fängt übrigens schon im Mund an. Deswegen ist es wichtig, sich beim Essen Zeit zu nehmen und nicht zu hastig zu essen – vor allem nicht im Gehen, denn das stresst den Darm und den Bauch nur noch zusätzlich. Als Faustregel wird bei jedem Bissen etwa 20-35 x Kauen veranschlagt.

Wer Verdauungsproblemen vorbeugen möchte oder seine Verdauung auf natürliche Weise anregen will, der kann sich zum Beispiel folgender Tipps bedienen:

Leichte Bewegung

Liegt uns etwas schwer im Magen, neigen wir dazu, uns hinzulegen und zu leiden. Doch das hilft uns meist nicht weiter. Was viel besser ist: Leichte Bewegung.

Wer direkt nach dem Essen seine Verdauung anregen möchte, dem sei zu leichter Bewegung geraten. Bereits ein kurzer Spaziergang sorgt für ausreichend Bewegung, um den Darm in Schwung zu bringen. Durch die Bewegung zu Fuß wird der Darm und der Bauch massiert und stimuliert und hilft beim schnelleren Abtransport der Mahlzeit.

Doch nicht nur der Verdauungsspaziergang, sondern vor allem Seil- oder Trampolinspringen haben sich bewährt. Mit dem Hüpfen erzielt man in kurzer Zeit einen intensiven Effekt auf den Stoffwechsel. Und so geht´s: Springen Sie einfach einige Minuten locker auf der Stelle und ziehen Sie die Knie zwischendurch hoch zum Bauch.

Sport und Bewegungen die unseren Körper stärker belasten, sollten unmittelbar nach dem Essen jedoch vermieden werden. Zum einen drohen Seitenstechen, wenn der Mageninhalt zu sehr hin und her geschaukelt wird. Zum anderen zwingt größere Anstrengung den Körper die Muskeln mit mehr Blut zu versorgen, weshalb weniger Blut im Verdauungstrakt zur Verfügung steht. Somit wird die Verdauung nur unnötig verlangsamt und belastet.

2. Viel trinken

Wasser ist eines der wichtigsten Lösungs- und Transportmittel unseres Körpers. Magen und Darm brauchen genügend Flüssigkeit, um gut zu arbeiten. Trinken Sie daher 2-3 Liter täglich. Als Faustregel gilt: Mindestens 30 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, sollte man trinken.

Am besten geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnte Obstsäfte. Das erste Glas Wasser sollten Sie morgens auf nüchternen Magen leeren.

Auch Heilerde ist eine wirksame Magen-Darm-Kur: Lösen Sie einen Esslöffel davon in einem Glas Wasser auf und trinken Sie es morgens und abends vor dem Essen. Die Mineralstoffe binden Gifte und regen die Verdauung auf schonende Weise an.

3. Bauchmassage

Wer seinen Bauch nicht durch Bewegung massieren kann oder möchte, kann ihm auch eine Bauchmassage gönnen. Dazu legt man sich bequem auf den Rücken und winkelt die Beine an. Streichen Sie dann mit der flachen Hand im Uhrzeigersinn kreisend über den Bauch. Beginnen Sie mit großen Kreisen, die zum Nabel hin mit der Zeit immer kleiner werden, danach den Radius wieder vergrößern. Nach etwa fünf Minuten von der Brust zum Bauch hin mit beiden Händen mehrmals ausstreichen.

4. Diese Lebensmittel sind gut für die Verdauung

Viele Lebensmittel sind gut für uns und für unsere Darmflora. Sie können Verdauungsproblemen vorbeugen oder die Verdauung anregen.

Trockenobst

Die wohl bekanntesten natürlichen Verdauungsförderer sind Trockenpflaumen. Sie enthalten viele Ballaststoffe, die im Darm aufquellen und den Stoffwechsel anregen. Am besten abends fünf Stück in ein wenig Wasser einweichen und gleich nach dem Aufstehen samt Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch anderes Trockenobst fördert die Verdauung.

Molkeprodukte

Kefir und Sauermolke sind sehr gut für die Verdauung, denn die enthaltene Laktose fördert das Wachstum von Milchsäurebakterien. Im Dickdarm unterstützen sie die Darmflora bei der Arbeit. Ein großes Glas pro Tag ist gut. Auch Buttermilch gehört zu den Sauermilchprodukten und wirkt verdauungsfördernd.

Olivenöl

Wer es kann, tut Gutes für die Verdauung: Ein Esslöffel Olivenöl morgens auf nüchternen Magen und einer abends vor dem Zubettgehen. Das stärkt den Gallenfluss und erleichtert dem Organismus die Verdauungsprozesse. Sie können auch einige Tropfen Zitronensaft hinzufügen, um den Geschmack angenehmer zu machen.

Obst und Gemüse

Greifen Sie statt zu Getreideprodukten öfter zu Obst und Gemüse – etwa zu ballaststoffreichen Beeren, Bohnen oder Nüssen. Besonders geriebener Apfel tut bei Verdauungsbeschwerden gut. Die enthaltenen Ballaststoffe nehmen Gifte aus dem Darm auf und transportieren sie ab, der Gärstoff Tannin hält die Darmwände gesund.

Bitterstoffe

Unser Körper braucht Bitterstoffe, um Galle, Magen und Darm zu entlasten. Diese bitteren Substanzen stecken zum Beispiel in Artischocken, Chicorée oder Radicchio. Sie lindern Krämpfe, Völlegefühl und Verstopfung. Kaffee hilft auch und das gleich zweifach: mit seinen Bitterstoffen und mit seinem Koffein, denn das regt die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt an.

Bildquelle: © underdogstudios – Fotolia.com

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